Monatsarchiv für Februar 2006

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und morgen ist alles vorbei

ich gehöre zu den leuten, die sich selbst guten gewissens als faschingsmuffel bezeichnen können. zumindest wenn es um diese klassischen festivitäten geht mit pflichtbewusst schunkelnden karnevalisten und grauenvollen büttenreden, die alle paar minuten von einem ohrenbetäubenden tusch unterbrochen werden. aber es geht ja auch anders. faschingsbälle, bei denen lediglich der kostümzwang an die närrische zeit erinnert, die sind schon eher nach meinem geschmack. wobei das kostüm für mich wahrlich kein zwang ist, sondern eher eine sehr willkommene möglichkeit mich so darzustellen, wie ich es den rest des jahres zwar möchte, aber nicht kann und auch nicht sollte. diesmal war ich rotkäppchen - in der edition 2006. das shirt war sehr tief ausgeschnitten, der rock extrem kurz, und der rote hut das mit abstand größte kleidungsstück. schade, dass mir kein wolf begegnet ist.

zum thema rotkäppchen gibt es nun den WITZ des tages (vielen dank an den kollegen, der ihn heute zum besten gab).
rotkäppchen geht durch den wald. da kommt ein wolf des wegs und sagt: “bevor ich dich fresse, hast du drei wünsche frei.” rotkäppchen überlegt und sagt: “bevor ich sterben muss, will ich noch mal richtig gef… (ihr wisst schon was) werden.” der wolf gibt alles und fragt dann nach dem zweiten wunsch. rotkäppchen denkt kurz nach und sagt: “bevor ich sterben muss, will ich noch mal richtig gef… werden.” auch beim zweiten mal gehts ordentlich zur sache. nun will der wolf den dritten wunsch hören. rotkäppchen überlegt und grübelt und sagt schließlich: “hm, mir ist es ja fast schon peinlich, aber bevor ich sterben muss, will ich noch ein letztes mal so richtig gef… werden.” der wolf packt sie und besorgt es ihr derart, dass er plötzlich einen herzinfarkt erleidet und stirbt.
da ertönt eine stimme: “rotkäppchen, das war diese woche schon der dritte wolf!”

Geschrieben von emily am 28. Februar 2006 | Abgelegt unter gelebt, gelacht | Keine Kommentare

der antrag

nein, nicht so einer. mich will doch niemand freiwillig heiraten (und ich würde sowieso dankend ablehnen).
ich beabsichtige, bei der BfA eine kur zu beantragen und bin auch sehr zuversichtlich, dass die genehmigt wird. aber dazu muss ich erst mal einen antrag ausfüllen, den sogenannten “selbstauskunftsbogen”. das ist gar nicht viel papier. trotzdem krieg ich schon beim gedanken daran wahnvorstellungen von kleinen kästchen, betitelt mit JA und NEIN, die ungeduldig darauf warten, von mir wahrheitsgemäß angekreuzt zu werden. interessant ist allerdings eine frage, bei der ich nichts auswählen muss, sondern was reinschreiben darf.
“Gibt es in Ihrem beruflichen / privaten Bereich Umstände, die Sie besonders belasten? (Falls Platz nicht ausreicht, gesondertes Blatt verwenden)”
ich bräuchte wahrscheinlich mehrere gesonderte blätter, um den damen und herren in berlin einen einigermaßen vernünftigen einblick in mein gestörtes leben zu gewähren und die gründe für meine körperlichen und seelischen aussetzer zu erklären. aber dann schicken die mich nicht zur kur, sondern ganz woanders hin.
ihr lieben, ich wünsche euch eine angenehme nacht. schlaft gut. und träumt was schönes.

der SPRUCH des tages
Ein Lächeln ist oft das Wesentliche.
Antoine de St. Exupéry

Geschrieben von emily am 20. Februar 2006 | Abgelegt unter gelebt | Keine Kommentare

saturday night

polli hatte mich ins kino eingeladen. sie wollte nicht, dass ich am wochenende nur zu hause rumhänge und mit einer mittelschweren depression auf der couch einschlafe. “casanova”, das war nicht unbedingt der film, den ich mir anschauen wollte, aber “aeon flux” läuft bei uns im tiefsten süden der republik noch nicht, und den wird außer mir auch keiner anschauen wollen, und mit mir zusammen schon gar nicht. der film war echt klasse. die verspielten kostüme, die brillanten schauspieler, die ganze story, die wunderschönen bilder von venedig, wo ich leider noch nie verweilen durfte … ein wirklich empfehlenswerter film.

die DANKSAGUNG des tages
geht an die erfinder der modernen kosmetik. nach den konstant anhaltenden schlafstörungen der letzten wochen und einer weiteren nacht mit nur 3 (in worten DREI) stunden schlaf, wäre ich ohne die entknitternde creme und eine extra dicke schicht make up ein unzumutbarer anblick für jeden spiegel und vor allem für meine mitmenschen.

Geschrieben von emily am 19. Februar 2006 | Abgelegt unter gesehen | 1 Kommentar

chaos im kopf - teil 1

und wieder geht ein valentinstag spurlos an mir vorüber. ich mag diesen von kommerz geprägten tag mit seinen viel zu vielen roten rosen und herzen und dem ganzen sentimentalen kram nicht. aber jemand, der mich festhält und mir sagt, dass er immer für mich da sein wird, das wär schön gewesen. nur gibt es diesen jemand nicht. oder besser gesagt - nicht mehr. und deshalb leide ich seit den späten abendstunden des 20. januar 2006, als die nur fünf wochen dauernde, wundervollste und leidenschaftlichste liebe meines lebens ganz ohne vorwarnung ihr ende fand, seelische und körperliche qualen von bisher nie erreichtem ausmaß. ich habe furchtbare angst davor, dass ich diesmal nicht damit fertig werde und daran zerbreche. mir geht es richtig schlecht. ich kann kaum schlafen, trotz betablockern stolpert mein herz und ich bin froh, wenn das wenige essen, das ich in mich reinzwänge, drin bleibt. heute morgen hab ich mich so elend gefühlt, dass ich ernsthaft über einen arztbesuch nachgedacht habe. aber ein krankenschein hätte nur dazu geführt, dass ich alleine zu hause bin und noch mehr zeit zum nachdenken habe. in meinem kopf herrscht CHAOS. es ist so groß, dass es wohl nicht bei diesem einen logbucheintrag bleiben wird. ich weiß, dass mir keiner von euch helfen kann, aber es ist schön, dass ihr mir zuhört. danke.

der KALENDEREINTRAG des tages

love_me_not.gif

love me not day

february 14th by emily the strange

Geschrieben von emily am 14. Februar 2006 | Abgelegt unter gefühlt | Keine Kommentare

4 Dinge

renitenz hat mir das 4er-stöckchen zugeworfen :)

vielen dank, ich nehm die einladung gerne an!

4 jobs, die ich in meinem leben hatte

  • operator im rechenzentrum einer großen textilfirma
  • mädchen für alles in einem hotel/gasthaus
  • verkäuferin in einem spielzeugladen
  • und aktuell bin ich in der IT eines logistikdienstleisters (früher nannte man das spedition) zuständig für blackberry, virenschutz und jede menge anderen kleinkram :)

4 filme, die ich mir immer wieder anschauen könnte

  • nightmare before christmas
  • star wars, und zwar komplett von episode 1 bis 6
  • herr der ringe
  • resident evil

4 orte, an denen ich gewohnt habe

  • früher irgendwo im wilden osten
  • jetzt irgendwo südlich des weißwurstäquators
  • später irgendwo anders
  • für immer in der anderen welt

4 orte, an denen ich im urlaub war

  • memphis, nashville, atlanta und kissimmee während einer sehr kleinen rundreise durch die südenstaaten
  • prag
  • iseo
  • mein balkon

4 länder, in denen ich mal urlaub machen will

  • neuseeland
  • schottland
  • schweden
  • südafrika

4 gerichte, die ich gerne esse

  • pizza, am liebsten ganz frisch vom italiener
  • pasta, egal in welcher form und mit was
  • argentinisches black angus, medium bis englisch
  • schokolade, ist zwar kein gericht, kann aber durchaus das mittagessen ersetzen

4 websites, die ich täglich besuche

Geschrieben von emily am 13. Februar 2006 | Abgelegt unter gefangen | Keine Kommentare

in meinem nächsten leben …

… werd ich ganz bestimmt keine frau. mal abgesehen davon, dass die vielen typisch weiblichen probleme wie schmerzhafter eisprung, regelmäßige “technische ausfälle” und stark gefallener marktwert wegen faltenbildung im gesicht nicht gerade spaßig sind, ist es nun mal so, dass frauen fürs putzen zuständig sind. in meinem haushalt sowieso, da kann ich nicht mal theoretisch jemand anders dazu verdonnern. es gibt ja so einen blöden spruch, wenn man hinten fertig ist, dann kann man vorn wieder anfangen. ich bin noch nicht mal in der mitte angekommen, da herrscht vorn schon wieder das blanke chaos. nun ist es aber auch nicht so, dass ich eine typisch deutsche hausfrau bin, die die ganze hütte auf den kopf stellt, nur weil laut kalender freitag ist. nein, bei mir müssen genau drei zustände GLEICHZEITIG erfüllt sein, damit ich freiwillig putze.
1. ich muss dazu lust haben.
2. ich muss zeit haben.
3. es muss notwendig sein.
und dann gibt es noch eine definition für den in punkt 3 erwähnten begriff “notwendig”. notwenig ist es erst dann, wenn ich mit einem deutlich sichtbaren vorher-nachher-effekt rechnen kann.
heute waren eindeutig alle drei bedingungen erfüllt. ich habe sooooo viel geputzt, aber es ist kein land in sicht. und deshalb werde ich in meinem nächsten leben lieber irgendwas, aber ganz bestimmt keine frau.

das ZITAT des tages
“das leben”, sagte marvin schwermütig, “hasse oder ignoriere es, lieben kannst du’s nicht.”
aus meinem lieblingsbuch per anhalter durch die galaxis

Geschrieben von emily am 11. Februar 2006 | Abgelegt unter gelebt | Keine Kommentare

geschafft !!!

FREITAG ist doch immer wieder ein schöner tag. mehr hab ich heute nicht zu sagen. außer - es ist wochenende und ich freue mich, dass ich zwei tage lang nicht um kurz nach fünf aufstehen muss :)

tulpen2.jpg 

das FOTO des tages

soll euch schon mal appetit auf den frühling machen.

Geschrieben von emily am 10. Februar 2006 | Abgelegt unter gelebt, geknipst | Keine Kommentare

weiße pracht?

es sieht wirklich schön aus da draußen. aber kann das nicht normal dosiert schneien? dass noch mal was nachkommt, das war uns allen spätestens seit dem murmeltiertag klar. ihr wisst schon, sonne = das putzige nagetier sieht seinen schatten = noch sechs wochen winter. aber warum so viel schnee?
bemerkenswert ist, dass ich nach nur einem tag schneefall unter beängstigenden déjà vus leide.
1. ich habe mein auto mit vollem körpereinsatz freigeschaufelt. unmittelbar danach kommt der schneepflug, schiebt das weiße zeug binnen sekunden von der straße hinter mein auto und macht mir damit ein verlassen des parkplatzes unmöglich.
2. ich habe mein auto mit vollem körpereinsatz freigeschaufelt. ich schaffe es, den parkplatz zu verlassen, bevor der schneepflug mich daran hindert. ein paar minuten später komme ich zurück - und ein exemplar der gattung “komisches gewächs”, dass körperlich viel besser zum schneeschippen geeignet ist als ich, steht auf MEINEM parkplatz.
3. der hausmeister hat mit seinem schneepflug mein blumenbeet geplättet.
die reihenfolge ist übrigens rein zufällig und sagt nichts darüber aus, welches erlebnis mich emotional am meisten erschüttert hat.

und nun ein hinweis in eigener sache. ab sofort gibt es bei (jedem) logbucheintrages “… des tages”. die … sind frei definierbar und stehen für film, spruch, highlight, buch, musiktitel, individuum oder irgendetwas anderes. lasst euch einfach überraschen.

and now ladies and gentlemen - der SPRUCH des tages
wer andern eine bratwurst brät, der hat ein bratwurstbratgerät.
in diesem sinne - ich freu mich schon auf die nächste grillsaison und lecker fleisch :)

Geschrieben von emily am 9. Februar 2006 | Abgelegt unter gelebt | Keine Kommentare

männer sind komische gewächse

ich hätte nicht gedacht, dass ich euch meinen lieblingsspruch jetzt schon kundtun muss. die wöchentliche telefonkonferenz mit meinem ex fand heute wieder mal ein abruptes ende. zur info für alle, die meine familiären verhältnisse nicht kennen - ich befinde mich seit 1 jahr und 7 monaten im familienstand “getrennt lebend”, und es war nicht meine idee, dass ER sich 500 km weit von seinen kindern entfernt niederlässt. ok, ich geb’s zu, es ist für alle beteiligten in der regel eine wirklich vorteilhafte lösung. aber keine regel ohne ausnahme. heute ist ihm eingefallen, dass er die kids in den pfingstferien 2005 das letzte mal gesehen hat und jetzt sehnsucht nach ihnen verspürt. sein vorschlag klang beängstigend danach, dass er sich für ein paar tage HIER bei mir einquartieren will. sorry, aber das geht nun wirklich nicht!!! ich bin froh, dass ich das experiment ehe überlebt habe. die dabei entstandenen schäden sind teilweise irreparabel und werden mich den rest meines lebens begleiten. ich ertrage diesen mann in meiner nähe nicht länger als einen halben tag. ich habe ganz vorsichtig versucht, ihm meine bedenken hinsichtlich eines längeren aufenthaltes bei mir und den kindern beizubringen. ganz im ernst, ich hab nicht einfach gesagt “vergiss es” oder etwas anderes herzloses in der art. ich respektiere nicht nur, dass er seine kinder sehen will, sondern ich freue mich auch darüber. aber die entscheidung, wann und wie lange und vor allem WO die familienzusammenführung stattfindet, die werde ich treffen. ich ganz alleine. und bei dieser entscheidung berücksichtige ich zur abwechslung mal nur MEIN seelisches und körperliches wohl. ich habe ihm also gesagt, dass ich darüber nachdenken werde, mir aber nicht vorstellen kann, dass er temporär hier einzieht. da war das telefonat ganz schnell beendet.
männer sind komische gewächse. wenn ich ein buch schreiben würde mit einem kapitel über jeden mann, auf den diese aussage zutrifft, dann würde das mit sicherheit den umfang jeden lexikons in den schatten stellen. und mal ganz nebenbei bemerkt würde dieses literarische meisterwerk wochenlang an der spitze aller bestsellerlisten stehen und mir ne unmenge geld einbringen :) also ihr dreibeiner, seid froh, dass ich als alleinerziehende mutter von zwei schlecht erzogenen kindern ganztags berufstätig bin und gerade mal zeit für ein logbuch im bitterbösen internet habe.
so, freunde des guten geschmacks. auf mtv geben gerade tiptop ihren gleichnamigen song zum besten. das zieh ich mir jetzt erst mal rein und wünsch euch schon mal süße träume.

Geschrieben von emily am 7. Februar 2006 | Abgelegt unter gelebt | Keine Kommentare

der erste logbucheintrag …

… von emily.
und um fragen vorzubeugen - nein, im wahren leben heiße ich nicht so. mehr wird erst mal nicht verraten :)

Geschrieben von emily am 7. Februar 2006 | Abgelegt unter gelebt | 3 Kommentare