von “roten listen” hat wohl jeder schon mal gehört. wer nun aber glaubt, dass es EINE für flora und EINE für fauna gibt, der irrt gewaltig. das ganze lässt sich doch sooooo schön auseinandernehmen. es gibt rote listen für alle möglichen gefährdeten kreaturen wie wildbienen, spinnen, fische oder amphibien, für jede art von wildwuchs wie farn- und samenpflanzen, flechten, algen oder pilze und sogar für sogenannte pflanzengesellschaften wie armleuchteralgengesellschaften oder knollendistel-pfeifengras-rasen. in deutschland erhebt natürlich jedes bundesland anspruch auf eigene listen. die bayern wollen schließlich nicht das gleiche ausrotten wie die bundesbürger im hohen norden. laut roter liste der gefährdeten fledermäuse in nordrhein-westfalen ist dort beispielsweise die mopsfledermaus vom aussterben bedroht. und das saarland hat eine eigene rote liste der heuschrecken.
sehr interessant - die gesellschaft zur erhaltung alter und gefährdeter haustierrassen e.V. stellt uns die bedrohten nutztierrassen in deutschland vor. dort wird das rauhwollige pommersche landschaf als stark gefährdet aufgelistet, in der kategorie hühner gilt der bergische schlotterkamm sogar als extrem gefährdet.
aber nicht nur für flora und fauna gibt es solche listen. die unesco hat bedrohte stätten des natur- und kulturerbes in einer roten liste zusammengestellt.
und wer hätte das gedacht, es gibt auch bedrohte wörter, nachzulesen sind sie hier.
wirklich bemerkenswert ist allerdings eine meldung des männermagazins men’s health. dort wurde nämlich folgendes festgestellt: “wenn die deutschen aussterben, dann sind die magdeburger und die chemnitzer die ersten”.
damit ist die LISTE des tages die “rote liste der vom aussterben bedrohten deutschen”.