in letzter zeit bin ich ständig am entrümpeln. ich besitze einen recht großen keller und einen noch größeren dachboden. beide sind mehr oder weniger zu stätten der aufbewahrung für nicht mehr benötigtes mobiliar und unnütze utensilien verkommen. heute allerdings habe ich zwischen zerbrochener weihnachtsdekoration und babyschuhen vier längst verlorengegangen geglaubte bücher entdeckt:
- ein bildband über die DDR, den ich zu meiner jugendweihe (das war 1983) geschenkt bekam, mit vielen wunderschönen fotos von blühenden landschaften und zum glück ganz wenig politisch angehauchtem text.
- “Chronik 1969 - Tag für Tag in Wort und Bild”, das aus meiner sicht herausragendste ereignis des tages meiner ankunft auf diesem planeten war demnach das ende des sieben-tägigen “bed-in” von john lennon und yoko ono. mehr infos zum jahr 1969 (ein verdammt guter jahrgang) gibt es irgendwann mal in einem extra logbucheintrag.
- “Antarktika - Ein Kontinent rückt näher”, mit unbeschreiblich schönen aufnahmen aus der welt des ewigen eises und vielen informationen zu geschichte, flora und fauna.
und das ist nummer vier und der BUCHTIPP des tages - “Die Sehnsucht der Pinguine” von Willy Puchner.
“Drei Jahre lang reiste der österreichische Fotograf Willy Puchner mit seinen Pinguinen Joe und Sally an die Stätten seiner und unserer Sehnsucht: ans Meer und in die Wüste, nach New York und Paris, Venedig, Rom und Kairo, um sie dort im Bild festzuhalten. Da stehen sie nun, ewig verbunden, ewig verloren. Vor den Augen der Pinguine wird auch das scheinbar Vertraute, tausendmal Abgebildete fremd und wieder neu wie damals, als wir nichts Schöneres zu wünschen wußten, als einmal im Leben den Eiffelturm, die Pyramiden von Gizeh oder den großen Ozean zu sehen.”