es ist an der zeit, die liste meiner nachbarn in kleinbloggersdorf zu aktualisieren. die neuzugänge sind:
tokbela und rafayel
tanya
bina
wer hier nicht dauerhaft verlinkt werden möchte, der hat natürlich das recht, einspruch zu erheben.
… kommt meine mutter. so schön wie das ist, dass sie die kinder eine woche lang beaufsichtigt - im moment verursacht ihr bevorstehender besuch eine menge stress. meine mutter ist nämlich ein ausgesprochen ordentlicher mensch, sozusagen eine mustergültige deutsche hausfrau. ich dagegen lasse guten gewissens auch mal das putzzeug liegen und stoße damit bei ihr auf wenig verständnis. ich kann mich noch genau daran erinnern, in welchem zustand ich letztes jahr in den frühen abendstunden des vierundzwanzigsten oktobers meine wohnung verließ, um ein geburtstagsgeschenk zu besorgen. mit dem geschenk, das wurde nichts. ich bin in dem laden einfach umgekippt und wurde mit einer üblen platzwunde am kopf in die klinik gebracht. dort lag ich drei tage. in der zeit und und noch ein paar tage länger hat meine mutter die kinder gehütet, trotz lautstarker proteste meinerseits die wohnung auf den kopf gestellt und mir immer wieder mit vorwurfsvollem gesichtsausdruck erzählt, dass ich doch ruhig öfter mal fenster putzen und die staubschicht von meinen möbeln entfernen könnte.
im moment stehen also aufräumen, entrümpeln und putzen auf der tagesordnung. gestern habe ich mit dem sohn sage und schreibe dreieinhalb stunden gebraucht, um sein zimmer in einen großmuttertauglichen zustand zu bringen. heute ist das andere kinderzimmer dran. wenn ich das nur schon hinter mir hätte.
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muss ich das verstehen?
ich wollte doch nur eine kleine verschnaufpause vom heißen juli. es war nie die rede vom ende des sommers. aber anscheinend ist er vorbei. sechszehn grad, das ist im wohnbereich eindeutig zu wenig. ich habe inzwischen die heizung angedreht.
wir waren zu viert unterwegs, polli, ihr mann, seine kollegin und ich. los ging es in der residenz mit der eröffnung der kunstausstellung. die heimische prominenz aus politik, wirtschaft, kunst und kultur war zahlreich erschienen. von den meisten kannte ich ja nicht mal den namen. ich hielt mich deshalb zurück und beobachtete nur das bunte treiben. man schüttelte sich die hände und versuchte, wichtig zu erscheinen. man lauschte den worten des oberbürgermeisters und applaudierte den künstlern bei der preisverleihung. man stürmte das buffet und zeigte dabei wenig bis keinen stil. man beäugte die ausgestellten kunstwerke und stahl sich davon. nach mehreren runden durch die ausstellung, ein paar gläsern wein und einem interessanten gespräch mit meinem firmenchef tauchten wir ab ins nachtleben. zuerst ging es in die trio bar. da war nicht viel los, und die musik ließ auch zu wünschen übrig. wir hielten uns also nicht lange auf und zogen weiter in die lobby. dort haben wir hervorragend gespeist. nachdem ich mich nicht an der schlacht um die häppchen beteiligt hatte, war das auch dringend nötig. gesättigt und zufrieden stand einer fortsetzung unseres streifzuges nichts mehr im weg. das mango hatte leider geschlossen. wir versuchten es im pegasus und wurden von gähnender leere empfangen. in dem laden hielten sich höchstens zehn leute auf, und die vermittelten den eindruck, als wäre die zeit vor zwanzig jahren stehen geblieben. nach einer halben stunde zogen wir es vor, einen weiteren versuch zu starten und landeten im latino’s. und das war dann endlich der volltreffer. die musik versetzte mich augenblicklich in urlaubslaune und erinnerte mich daran, dass ich unbedingt einen salsa und co. tanzkurs machen muss. die stimmung war wirklich großartig, die getränkekarte sehr umfangreich und die caipi de cuba ein süchtig machender hochgenuss.
ich weiß nicht mehr genau, wann wir uns auf den heimweg machten. es muss nach drei uhr gewesen sein. ich bin völlig fertig ins bett gefallen, habe immerhin bis halb neun geschlafen und freue mich schon auf die nächste party
der kollege XXX ist ja seit ein paar tagen krank. inzwischen erreichte mich die nachricht, dass er auch noch die nächsten zwei wochen ausfällt. mit meinen urlaub, der am einundzwanzigsten beginnen sollte, sieht es also wieder mal schlecht aus. ich verschiebe ihn ein paar tage nach hinten. meine mutter ist so nett und wird eine woche lang bei mir einziehen und die kinder hüten. mehr geht aber wirklich nicht. ich brauche ganz dringend eine auszeit.
jetzt starte ich erst mal ins wochenende. heute abend bin ich zur vernissage der kunstausstellung anlässlich der allgäuer festwoche eingeladen. ich stehe dank polli auf der gästeliste und freue mich auf ein häppchen kultur. und anschließend gehen wir ordentlich einen trinken 
schönes wochenende!!!
ich habe mich gerade zwei stunden in der sauna entspannt. jetzt fühle ich mich sooooo gut und bin ganz warm und kuschelig weich, aber auch todmüde.
ich wünsche Ihnen allen eine angenehme nacht und süße träume.
gestern war mein corsa beim großen kundendienst. TÜV und AU waren ebenfalls fällig. zu den üblichen gebühren und materialkosten kamen noch ein handbremsseil und ein spurstangenkopf. auf der rechnung summierten sich die einzelnen posten zu einem endbetrag von fünfhundertfünfundfünfzig euronen und vierundfünfzig centauris.
dazu fällt mir erst mal nichts mehr ein.
haare > frisch gefärbt und extrem schwarz
nägel > dezent lackiert
kriegsbemalung > nur so viel wie nötig
duftstoff > esprit
klamotten > mal nichts neues, sondern eines meiner lieblings-outfits
schuhe > auch nichts neues, geeignet um eine nacht durchzutanzen
kinder > im bett
blackberry, geld, lippenstift, augentropfen usw. > alles dabei
laune > ganz oben
ich muss jetzt weg, um meinen partyhunger zu stillen und den coladurst zu löschen. bin morgen früh gegen fünf uhr wieder da. ich wünsche allen, die so wie ich die nächsten stunden unterwegs sind, eine aufregende zeit und den daheimbleibern eine gute nacht.
inzwischen spüre ich den schnitt. es spannt, und ein unangenehm brennender schmerz zieht sich bis in die schulter. am nachmittag habe ich es gewagt, das pflaster zu wechseln. ich zog das alte ganz vorsichtig runter und war über den anblick doch ein wenig entsetzt. der schnitt ist zwar nur etwa eins komma fünf zentimeter lang, aber durch die fäden, die kreuz und quer rausschauen könnte man meinen, mir wurde ein stück stacheldraht implantiert. kein schöner anblick. ich sprühte schnell das “antiseptikum zur unterstützenden wundbehandlung” drauf und beklebte alles mit wasserdichtem pflaster. nun bin ich sehr gespannt, wie das in zwei wochen ohne fäden und hoffentlich gut verheilt aussieht. eine narbe wird auf jeden fall übrigbleiben. damit sinkt mein marktwert wieder um ein paar punkte.
ich habe übrigens festgestellt, dass so eine ambulante OP bei allen vorteilen, die sie mit sich bringt, auch schwerwiegende nachteile hat. keiner kommt zum krankenbesuch, folglich gibt es auch keine blumen und schon gar kein mitleid. für meinen heilungsprozess ist das gar nicht gut.