Monatsarchiv für Oktober 2006

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mein wunschzettel

lieber geschenke-vor-den-weihnachtsbaum-leger!

jedes jahr bringen Sie meinen kindern und dem rest der welt stapelweise geschenke. dagegen ist ja wirklich nichts einzuwenden, aber dieses jahr hätte ich zur abwechslung gerne auch mal ein paar päckchen vorm weihnachtsbaum liegen, wenn möglich in rotes und goldenes papier gehüllt und mit vielen schleifen oben drauf. so richtig liebevoll verpackt. ich weiß, ich bin nur in seltenen ausnahmefällen lieb und brav und habe dergleichen nicht verdient. aber meinen Sie nicht auch, dass mich die erfüllung meiner wünsche positiv motivieren könnte? ich gebe Ihnen jetzt mal ein paar tipps, was für mich in frage kommt:

ein rot-schwarz karierter regenbogen
so ein schönes altes medaillon zum bilder reinstecken
eine kuschelweiche katze in dunkelschwarz (den karton bitte mit einigen luftlöchern versehen und etwas futter nicht vergessen)
ein neues herz, wartungsfrei und unkaputtbar
arwens abendstern
eine flasche vom leckersten rotwein, den Sie auftreiben können
siebzehn marzipanbrote
eine großpackung taschentücher, falls die kleine weihnachtsdepression wieder zuschlägt
ein gutschein für ein mal kino mit dem herrn S. - natürlich inklusive popcorn und cola

das ist doch gar nicht so viel. den regenbogen können Sie notfalls auch weglassen. ich bin mir nicht sicher, ob der in meine kleine wohnung reinpasst. aber den rest will ich haben, ohne widerrede. also fangen Sie am besten gleich an. viel zeit haben Sie nicht mehr.

emily, die nächstes jahr bestimmt ganz lieb und brav ist, wenn das diesmal mit den geschenken hinhaut :D
 

Geschrieben von emily am 31. Oktober 2006 | Abgelegt unter gelebt | 4 Kommentare

all hallows eve

ich brauche Ihnen wohl nicht viel über halloween erzählen. inzwischen dürfte es sich ja herumgesprochen haben, dass es sich dabei nicht um eine weitere erfindung der durchgeknallten amerikaner handelt, sondern um “samhain”, das fest, mit dem die kelten schon in grauer vorzeit das ende des sommers feierten, die nacht, in der die wand zwischen den lebenden und dem reich der toten löcher bekommt. das wissen Sie ja alles. aber weil heute dienstag und gleichzeitig halloween ist, lade ich Sie dazu ein, mir etwas über Ihr verhältnis zu diesem alten brauch zu erzählen. was halten Sie von halloween? ist Ihnen dieser tag egal? nervt er Sie vielleicht sogar? oder feiern Sie mit freunden?

Geschrieben von emily am 31. Oktober 2006 | Abgelegt unter gefragt | 14 Kommentare

fred und die neue schublade

sehr verehrte leser dieses logbuches!

ich bin fred und wohne nun schon seit fast zweiundzwanzig jahren bei der emily. ich war ihr erster pinguin. inzwischen hat sie noch ganz viele meiner artgenossen bei sich aufgenommen. die emily ist immer sehr lieb zu mir, krault mir oft den bauch und hat mir auch schon mehrmals den hals wieder zusammen genäht. heute hat sie eine neue schublade eingerichtet, und ich bin der erste, der dort reinschauen darf. bin ganz aufgeregt. und Sie dürfen schon gespannt sein, welche mitglieder meiner familie Ihnen die emily in nächster zeit noch vorstellt.

mit frostigen grüßen
Ihr fred

fred.jpg

Geschrieben von emily am 30. Oktober 2006 | Abgelegt unter gesammelt | 6 Kommentare

ein sonntag mit fünfundzwanzig stunden

nun haben wir sie wieder, die normale mitteleuropäische zeit. das wetter hat sich gleich darauf eingestellt. mit der sommerzeit hat sich auch die sonne verabschiedet. es ist grau und kalt, es regnet und stürmt. am donnerstag soll es übrigens das erste mal schnee geben.
letzte nacht war es zum glück noch mal überwiegend trocken und warm. die alljährliche musiknacht stand auf dem programm. da spielen in den bars und kneipen der stadt diverse bands und sorgen für ein abwechslungsreiches programm. die musiknacht ist eine richtige attraktion und lockt unmengen an menschen aus ihren hütten. entsprechend voll sind die locations. wer körperkontakt mit fremden scheut und eine abneigung gegen heiße und sauerstoffarme luft hat, der sollte den abend lieber auf der heimischen couch verbringen. wen das nicht stört, der zieht von einer kneipe in die nächste, trifft hinz und kunz, flirtet vielleicht ein wenig, lässt sich auf ein bier einladen und hat einen riesenspaß. die mädels und ich waren natürlich mittendrin dabei und beendeten den abend mit der halloweenparty im PT. wie immer nach so einer nacht habe ich wieder viel zu wenig geschlafen, bin etwas wackelig auf den beinen und habe gelegentlich das gefühl, das die welt sich plötzlich schneller dreht. bevor ich vom bürostuhl kippe, werde ich mich deshalb mit einem buch auf die couch zurückziehen.
ich wünsche Ihnen allen noch ein paar schöne sonntägliche stunden.

Geschrieben von emily am 29. Oktober 2006 | Abgelegt unter gelebt | Keine Kommentare

364

der herr S. und ich, wir vertragen uns wieder. wir schreiben uns auch, meistens am wochenende und manchmal zwischendurch. er versucht inzwischen, mit mir zu reden, und das klappt sogar ganz gut.
vielleicht erinnern Sie sich noch daran. gestern kam post von ihm, betreff: 364 :)
na also, geht doch.

Geschrieben von emily am 29. Oktober 2006 | Abgelegt unter gefühlt | 6 Kommentare

vorher-nachher-show

vorher.jpg

nachher.jpg

 

Geschrieben von emily am 28. Oktober 2006 | Abgelegt unter geknipst | 4 Kommentare

liebe versender von spam

zwei tage lang habe ich Ihre von akismet abgefangenen und als spam eingestuften kommentare nicht gelöscht. inzwischen sind es vierzig an der zahl. bevor ich voller freude den “Alles löschen”-button drücke, will ich meiner fangemeinde mal erzählen, was diese zu lesen bekommen würde, wenn der spamfilter nicht so zuverlässig wäre.
die mitteilungen Ihrer eher harmlosen verkäuferschar beziehen sich nur auf sportwetten, die ich abschließen soll und dinge wie schuhe von nike, halloweenmasken, abendkleidung, cell phones, zigaretten zu discountpreisen und kaffeemaschinen. die drogendealer unter Ihnen sind schon etwas mutiger. Sie wollen mir medikamente verkaufen, von deren einnahme mir der arzt meines vertrauens wahrscheinlich dringend abraten würde, weshalb ich bei Ihnen auch nichts kaufe. tramadol, lortab, viagra, cialis und hydrocodone wird es auch zukünftig nicht in meinem giftschrank geben.
und nun zu den eher deftigen werbeauftritten (als kommentare kann man das ja nun wirklich nicht bezeichnen). liebe versender von sexistisch orientiertem müll. ich bin nicht lesbisch und deshalb auch nicht an Ihren informationen interessiert. auch nicht an brünetten damen und “big tits”. und schon gar nicht an pamela andersons pussy. da ich weiblich bin, kann ich per definition niemals und überhaupt gar nicht schwul sein. ein schwuler freund, mit dem ich kaffee trinken, bei douglas parfum schnuppern und bei h&m in der wäscheabteilung heiße dessous kaufen kann, der fehlt mir zugegebenermaßen noch zum glücklichsein. so einen dürfen Sie gern bei mir vorbei schicken. auf sex mit einem schwulen werde ich aber auch in zukunft verzichten. und nackte herren mit dunkler hautfarbe dürfen gerne in meinem zeichenkurs posieren. im bett muss ich die nicht haben. ich glaube nämlich nicht daran, dass die von mutter natur üppiger ausgestattet wurden als hellhäutige männer. außerdem war ich mit den mitteleuropäischen vertretern der männlichen rasse bis jetzt immer sehr zufrieden. Sie müssen mir auch keine amateurvideos mit blow jobs und analsex anbieten. ich lebe seit siebenunddreißig jahren auf diesem planeten, ich weiß wie das geht.
also, verschonen Sie mich bitte mit Ihren angeboten. ich muss zwar die liste immer anschauen, weil hin und wieder ein seriöser kommentar dort landet, aber ich werde nie, nie, NIEMALS einen link auf eine Ihrer seiten anklicken. 

Ihre emily

Geschrieben von emily am 26. Oktober 2006 | Abgelegt unter gelebt | 13 Kommentare

schöner tag heute

die sonne scheint.
es riecht nach herbst.
ich werde heute mit kollege O. in der mittagspause ganz lecker essen gehen.
ich werde demnächst mit dem appetitlichsten aller kollegen für zwei tage nach frankfurt fahren :D

Geschrieben von emily am 26. Oktober 2006 | Abgelegt unter gelebt | 5 Kommentare

aus drei mach zwei

wenn Sie wüssten, wie es in meinem wohnzimmer gerade aussieht …
ich habe hier drei rechner stehen, alle geöffnet. drei OPs am offenen herz. sozusagen.
MAX (entschuldigung, aber frauen neigen dazu, elektrischen geräten namen zu geben und sich mit ihnen liebevoll zu unterhalten) gehört mir und läuft im prinzip gut. er ist aber nur ein pentium II mit mageren 350 MHz und beschämenden 12 GB festplattenplatz. Sie haben richtig gelesen. auch im jahr 2006 gibt es noch menschen, die mit so etwas arbeiten (müssen). dafür ist das OS, wie Sie alle wissen, noch ganz frisch.
FREDERIC, der bis zum nachmittag dem kollege O. gehörte, ist die nummer zwei der heutigen runde. er läuft auch gut und ist mit 700 MHz und 14 GB festplatte für meine verhältnisse ein vertreter der luxusklasse. ich wollte ihn zu meinem neuen MAX machen, aber er hat kein diskettenlaufwerk und akzeptiert weder das von MAX noch das von CHARLIE. und Sie wissen ja, wofür man so etwas hin und wieder braucht.
CHARLIE, rechner nummer drei, hat ein defektes netzteil. ihm fehlt außerdem jeglicher arbeitsspeicher. und mit 8 GB festplatte ist er noch schlechter dran als MAX. ich habe also beschlossen, CHARLIE zu opfern und auszunehmen wie eine weihnachtsgans. ich werde seinen inhalt gerecht auf MAX und FREDERIC verteilen. dann haben sowohl ich als auch freundin C., die den FREDERIC bekommen wird, einen halbwegs brauchbaren rechner.
in diesem sinne, reichen Sie mir doch bitte mal einen schraubenzieher (oder -dreher, ganz wie Sie wollen)

Geschrieben von emily am 24. Oktober 2006 | Abgelegt unter gelebt | 10 Kommentare

emilys geschichte vom dachschaden und die daraus resultierende dienstagsfrage

vor einem jahr war ich in den frühen abendstunden mit der bine unterwegs. wir suchten ein geburtstagsgeschenk, wurden aber nicht fündig. da ich noch nach ein paar anderen sachen schauen wollte, trennten wir uns. nach einer weile wunderte sich die bine, weil ich nicht mehr auftauchte. sie wurde schon richtig ungeduldig, denn sie wollte nach hause. dann bemerkte sie diese auffällig in orange und weiß gekleideten leute, die schnellen schrittes in die richtung unterwegs waren, in die ich vorher gegangen war. und natürlich waren sie unterwegs zu mir, denn ich lag bewusstlos in einer pfütze meines eigenen blutes. ich hatte noch gemerkt, dass mit mir etwas überhaupt nicht in ordnung ist. dann ist der film gerissen. ich bin einfach umgefallen und unsanft auf dem kopf gelandet. keine ahnung, wo ich aufgewacht bin, ob das im krankenwagen oder in der klinik war. mir fehlt da ein stück. die medizinmänner haben mich netterweise wieder zusammengeflickt, mir eine infusion verpasst, mich ein wenig verdrahtet und eine klammer an den zeigefinger gezwickt. ich durfte für ein paar tage ein hübsches zimmer mit bergblick beziehen und wurde von den kranken schwestern regelmäßig über meinen blutdruck informiert. ab und zu kam auch ein kranker pfleger, der ausgesprochen freundlich war und zudem noch appetitlich aussah. ich wollte trotzdem wieder nach hause. das durfte ich nach der ersten neurologisch-ergebnislosen untersuchung auch. es folgten noch zwei hirnstrommessungen und ein zehnminütiges martyrium in der röhre, alles ohne ergebnis. erst beim belastungs-EKG war irgend ein wert nicht in ordnung. seitdem werde ich mit betablockern ruhiggestellt. mein herz ist manchmal trotzdem sehr ungehorsam und stolpert unrhythmisch vor sich hin. vor allem abends, wenn ich zur ruhe komme. und auch wenn ich ganz viel stress habe. und ganz besonders wenn ich an den herrn S. denke.
das ist die geschichte meines dachschadens. wundern Sie sich also bitte nicht, wenn ich hier mal wirres zeug schreibe. ich kann nichts dafür. so ein aufprall mit dem kopf kann schon mal bleibende schäden verursachen.
und nun komme ich endlich zur dienstagsfrage. haben Sie sich schon mal so verletzt, dass Sie in die klinik einziehen durften? wie hat es Ihnen da gefallen? war das personal nett zu Ihnen? und waren Sie mit der bewirtung zufrieden? ähm, das sind jetzt vier fragen geworden. Sie verzeihen mir das hoffentlich. mein temperament ist heute etwas zügellos.

Geschrieben von emily am 24. Oktober 2006 | Abgelegt unter gelebt, gefragt | 8 Kommentare

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