mit kindern schuhe zu kaufen, das kann einen schon mal an den rand des nervenzusam-menbruchs treiben. gestern fühlte ich mich bereit zum alljährlichen erwerb der winterschuhe und rechnete mit einer anstrengenden prozedur, so wie immer. aber weit gefehlt. das vermessen der füße war diesmal überhaupt kein problem. die tochter verliebte sich sofort in rote stiefel, die auch hervorragend passten. und selbst der sohn, der in schuhläden regelmäßig zum monster mutiert, war mit dem ersten paar schuhe zufrieden und glücklich. er blieb sogar ruhig, als ich meinen wunsch verkündete, für mich auch etwas zu kaufen. es war also zur abwechslung mal ein angenehmes shoppingerlebnis. und der gesamtpreis von knapp einhundertdreißig euronen lag deutlich unter meinen befürchtungen. trotzdem konnte ich mir die frage nach prozenten oder einem extra nicht verkneifen. eine große dose imprägnierspray wanderte daraufhin direkt in die tüte. und damit bin ich bei der dienstagsfrage. versuchen Sie manchmal auch, den preis zu drücken oder eine zugabe zu bekommen? geht das bei Ihnen ab einem bestimmten betrag los? oder ist Ihnen das eher unangenehm, und Sie zahlen lieber den regulären preis?
direkt in die tüte
Geschrieben von emily am 5. Dezember 2006 | Abgelegt unter gelebt |
10 Kommentare zu “direkt in die tüte”
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Privat handel ich eher nie, dafür im Beruf umso mehr.
Mir ist es meist eher unangenehm, aller dings hängt es auch von dem Preis und dem Artikel ab. In Ihrem Fall finde ich es völlig natürlich, wenn eine kleine Zugabe wie Schuhcreme oder Imprägnierspray dabei ist - auch danach zu fragen finde ich völlig in Ordnung.
Ich freue mich immer, wenn ich bei Klamotten fündig werde, es aber das letzte Teil in meiner Größe ist und vielleicht irgendeinen winzig kleinen Mängel hat, wie einen Fleck oder so. Dann handele ich auf jeden Fall auch, schließlich ist das Teil dann nicht mehr neuwertig und ein Preisnachlass mehr als berechtigt.
Und in meinem Lieblings-Schmuckladen handele ich auch immer gerne - der Schmuck ist schon etwas teurer und so in meinem Studentenbudget nicht drin. Und da ich da ein- bis zweimal im Jahr zuschlage und dann gleich auch mehr als ein Schmuckstück nehme (die ich mir dann natürlich anschließend schenken lasse), hatte ich auch bislang immer Erfolg, ohne schlechtes Gefühl.
Was ein wenig nervt, sind diese völlig uneinsichtigen Leute, die manchmal in der Buchhandlung nach Rabatten fragen. Gegen die Frage an sich habe ich überhaupt nichts einzuwenden, aber wenn ich diesen Leuten dann lang und breit erkläre, dass ich vom Gesetz her überhaupt keinen Rabatt geben darf, dann sollte es doch mal gut sein.
Aber viele wollen es einfach nicht akzeptieren und tun so, als wäre ich einfach nur besonders hartnäckig. Dabei gibt es nunmal im Buchhandel entsprechende Gesetze, an die wir uns zu halten haben.
Gehandelt wird so gut wie immer
ok sagen wir ab einem bestimmten betrag… ich denk das geht los bei 50-100€ hängt auch davon ab in welchem laden ich bin.
In unserem Hardware laden in dem ich für die Firma einkauf werd ich schon fast rausgeschmissen wenn ich sag ich brauch was privat
mir gehts wie grinsekatze. beruflich wird oft versucht, die preise ein wenig zu drücken. privat überhaupt nicht. zwar informiere ich mich in allen möglichen shops (im netz und in der stadt) über den besten preis, wenn ich ein bestimmtes produkt im auge habe. doch dann noch zu feilschen ist gar nicht mein ding. da fühle ich mich sehr unwohl bei.
beruflich muss ich mich nicht um preise kümmern. dafür ist der einkauf zuständig. vielleicht macht es mir deswegen spaß, bei klamotten, schuhen, möbeln, autos usw. neue preise auszuhandeln. jenseits der einhundert euro geht normalerweise immer was, vor allem wenn ich mehrere sachen kaufe.
@bina: die preisbindung bei büchern kenne ich. deshalb habe ich im buchladen auch noch nie nach einem rabatt gefragt. auseinandersetzungen zwischen käufern und personal durfte ich aber schon mehrfach miterleben. Sie haben da ganz schön was auszuhalten!
So schlimm ist es eigentlich gar nicht. Vor meiner Ausbildung hatte ich von der Preisbindung auch keine Ahnung, setze es bei Kunden also auch nicht voraus. Und die meisten verstehen es ja auch, wenn ich es ihnen erkläre. Wirklich ätzend sind nur diese besonders unbelehrbaren Fälle, die nicht locker lassen wollen und mir unterstellen, ich sei einfach nicht bereit zu handeln.
Ganz schlimm war es vor ein paar Jahren, als das allgemeine Rabattgesetz gefallen ist. Ich konnte 10x erklären, dass die Preisbindung im Buchhandel nichts damit zu tun hat, aber manche meinen natürlich immer, alles besser zu wissen.
Aber das kennen Sie sicher selbst nur zu gut - solche Leute gibt es ja immer und überall, sind aber zum Glück eher die Ausnahme. Und an sich ist mir ja auf Anhieb jeder sympathisch, der Bücher kauft (also liest)…
ich bin halbe italienerin, naturalmente handle ich ab einer bestimmten summe.
Ich schließe mich Schoko-Bella an - versucht wird es (fast) immer.
Wobei ich ich meistens versuche das schon charmant ins Verkaufsgespräch einzubringen, also vor der offensichtlichen Kaufentscheidung, denn an der Kasse fällts mir dann schon schwer
Wobei es bei mir auch ein bißchen am Berater / IN liegt. Wenn die super nett sind und sich viel Mühe machen, besonders in kleineren Boutiquen verkneif ichs mir. Aber bei Elektronik-Artikeln jeder Art ist die Rabattffrage die allererste! Unglaublich was die zum Teil nachlassen!
Liebe Grüße von Katja
Selbst ich als nicht Kinderhaber kann nachvollziehen, dass Kindersachen monopolistisch überteuert sind. Aus diesem Grund kaufen meine Kollegen hier in den USA immer die Läden leer, bevor es nach D zurückgeht. Ne Kinderjeans für $5 ist doch ein Angebot.
@schoki: mit Ihnen ist shopping bestimmt ein spaßiges erlebnis
@rene: selbst bei dem preis würde ich darauf bestehen, dass ich beim kauf von zehn jeans noch eine elfte gratis dazu bekomme. wie viele klamotten müsste ich denn eigentlich kaufen, damit sich der flug zu Ihnen lohnt?