schon drei mal hatte herr grob sein auto umgestellt, um es vor einer wilden herde umherfliegender bäume zu schützen. den gedanken, dies noch ein viertes mal zu tun, ließ er mit dem orkan und mokolpa-john’s windhose davonfliegen. stattdessen besann er sich seiner geschickten hände und knotete eifrig ein lasso zusammen. einen baum zu fangen war ein gefährliches unternehmen, dessen war er sich bewusst. nicht auszudenken, wenn einem so ein ding auf die nase fällt! aber was tut man(n) nicht alles für ein wenig lagerfeuerromantik mit einer frau. vorsichtig öffnete herr grob die tür und trat in die dunkle nacht. auf nackten fußsohlen schlich er sich an die herde heran, die bedrohlich um sein auto flog. mit bemerkenswertem fingerspitzengefühl begann er, das lasso über seinem kopf zu schwingen. die kreise, die er dabei unsichtbar in die luft malte, wurden schnell größer. und dann vollzog er den entscheidenden wurf. gleich sein erster versuch wurde mit erfolg belohnt. ein prächtiges exemplar verfing sich in der schlinge, die sich unter dessen zornigem aufbäumen erbarmungslos und immer fester um den stamm zog. nur mit mühe gelang es herrn grob, das lasso zu halten. dieser baum hatte es wirklich in sich. doch es gab kein entrinnen. nach einem endlos scheinenden kampf war der baum besiegt und stürzte krachend zu boden. der rest der herde, nun eines ihrer mitglieder beraubt, flog entsetzt davon. eilends begann herr grob, seinen fang zu zerlegen und zu einem gigantischen haufen zu stapeln. übergossen mit einer leichten brandbeschleunigermarinade entzündete sich das lagerfeuer im handumdrehen. es prasselte im sturm vergnügt vor sich hin und tauchte die umgebung in ein gespenstisch-warmes licht. frau emily, die in der zwischenzeit nicht untätig war, hatte einen storch und ein kamel aus dem kühlhaus geholt. in vorfreude auf das köstliche mahl, spießte herr grob die fleischlichen delikatessen auf und hängte sie über das feuer. und während er sich seinen gedanken an knusprig gebratene storchenbrust, saftige kamelkeulen und die schöne frau emily hingab, schnitze er aus den holzresten filigrane zahnstocher. essensreste zwischen den zähnen sind schließlich noch gefährlicher als eine wilde herde umherfliegende bäume.
da brat mir doch einer ‘nen storch!
Geschrieben von emily am 19. Januar 2007 | Abgelegt unter geschrieben |
9 Kommentare zu “da brat mir doch einer ‘nen storch!”
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Öhm. Ich glaub mein Schwein pfeift.
Ich stehe jetzt irgendwie aufm Schlauch.
@andy: das schwein hatte eben verdammtes glück, dass wir diesmal appetit auf storch und kamel hatten. sonst würde es jetzt nicht mehr pfeifen
@doerfler: lesen Sie sich doch mal die kommentare zu diesem beitrag durch. und danach gehen Sie bitte vom schlauch runter. den braucht der herr grob, um das lagerfeuer zu löschen.
Herrlich… was für Drogen nehmen sie, Frau Emily?
Nee, mal ganz im Ernst: Cooler Text, gefällt mir
och, danke miss jones. gelegentlich, doch leider viel zu selten, befinde ich mich auf einem höhenflug, der im günstigsten fall mit solch einem text endet. schuld waren diesmal die kommentare des herrn grob. aber ich kann Ihnen versichern - wenn es drogen gäbe, die mir zu einem geistigen dauerorgasmus verhelfen, ich würde sie nehmen
wenn sie diese droge finden, geben sie mir unbedingt bescheid, emily!
herr axel, wenn ich jemals etwas derartiges finde, dann eröffne ich eine virtuelle apotheke!
also ich finde essensreste zwischen den zähnen durchaus sexy und würde niemals filigrane zahnstocher aus holzresten schnitzen. niemals. ^^
Hey!
sag i doch.. Genau meine Seite!!