Monatsarchiv für Januar 2007

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dreihundertfünfundsechzig tage

vor einem jahr um diese zeit war die welt für mich noch in ordnung. meine gedanken kreisten beständig um herrn S., in den ich mit jeder zelle meines körpers unrettbar verliebt war. er war etwas besonderes. anders als die anderen. wie für mich gemacht. verrückt genug, um es mit mir aushalten zu können. er war das letzte teil, das im puzzle meines lebens noch gefehlt hatte. wie immer, wenn er nachtdienst hatte, versüßte er mir den start in den tag mit einer email. er fragte, ob wir uns am abend sehen können. die zeit bis dahin verlief ganz normal, mit post hin und her. es gab keinerlei anzeichen für die sich nähernde katastrophe. um zweiundzwanzig uhr zweiunddreißig erreichte mich seine SMS, dass er jetzt kommen würde. ein paar minuten später stand er vor mir. ich werde diesen abend für den rest meines lebens nicht vergessen können. er müsse mit mir reden. er könne nicht so weitermachen. es ginge nicht mehr. und während er mir das sagte, hielt er mich so fest wie noch nie zuvor. er küsste mich und ließ mich nicht mehr los. eine halbe stunde saßen wir so da. die welt um mich herum zerfiel stück für stück. es gab keinen boden mehr unter meinen füßen, keine wärme, keine luft zum atmen, keine tränen zum weinen. nur unendliche leere und umherfliegende trümmerteile, die mich verletzten.
das ist heute genau ein jahr her. eine antwort auf das WARUM habe ich nie erhalten. ich werde wohl auch nie erfahren, was passiert ist, bevor er an diesem abend zu mir kam. es ist am ende auch vollkommen egal, denn es ändert nichts an der tatsache, dass er mit mir gespielt hat, auch wenn er das gegenteil behauptet. dabei hat er sich in mich verliebt. dummerweise stand das nicht im drehbuch. und als ihm das klar wurde, übernahm der egoist ihn ihm die regie. meine gefühle spielten dabei keine rolle. es ging ihm nur noch um die eigene schadensbegrenzung und darum, dass seine freundin und ihre gefolgschaft und überhaupt der ganze rest der welt nichts von unserer geschichte erfährt und er so weiterleben kann, als wäre nichts gewesen.
lange zeit habe ich mit den folgen der trennung gekämpft. ohne die hilfe von vielen freunden hätte ich es wohl nicht geschafft, aus dem tiefen dunkel ins licht zurück zu finden. herr S. hat keinen einzigen meiner zusammenbrüche erlebt und nie eine träne gesehen. es geht mir inzwischen wieder gut. wenn der herr S. versucht, sich in meine gedanken zu drängen, dann gelingt es mir zunehmend besser, ihm den einlass zu verwehren. lange zeit habe ich auch darum gekämpft, dass der kontakt zwischen uns nicht abbricht. er zieht sich aber seit einiger zeit immer mehr zurück, und deshalb ist jetzt ein punkt erreicht, an dem ich nicht mehr will. eines ist mir inzwischen klar: er hatte mehr als ein mal die chance, mich zu bekommen. und ich hatte mehr als ein mal das gefühl, dass er mich auch haben möchte. immer war ich es, die einen schritt auf ihn zuging. doch das wechselbad zwischen sehnsüchtigen blicken an einem tag und ignoranz am nächsten, das ertrage ich nicht länger. ich bin kein spielzeug, das man nach bedarf aus der kiste holt und bei überdruss wieder hinein wirft. ich bin ein lebendiges, fühlendes wesen, das liebe, wärme, geborgenheit und verständnis geben möchte und in guten und beschissenen zeiten für den anderen da ist, eine frau der premiumklasse. wenn herr S. sich mit weniger zufrieden gibt, dann ist das nicht länger mein problem.
so Ihr lieben, heute abend werde ich mich mit den mädels ins nachtleben stürzen. zu hause besteht nur die gefahr, dass mir eine kleine depression auflauert und sich hungrig auf mich stürzt. ich bin mir noch nicht sicher, ob ich die nacht bei vollem bewusstsein erleben will oder ob ich mich hemmungslos und bis zum filmriss betrinken werde. das wird spontan entschieden. ich berichte dann morgen.

Geschrieben von emily am 20. Januar 2007 | Abgelegt unter gefühlt | 16 Kommentare

da brat mir doch einer ‘nen storch!

schon drei mal hatte herr grob sein auto umgestellt, um es vor einer wilden herde umherfliegender bäume zu schützen. den gedanken, dies noch ein viertes mal zu tun, ließ er mit dem orkan und mokolpa-john’s windhose davonfliegen. stattdessen besann er sich seiner geschickten hände und knotete eifrig ein lasso zusammen. einen baum zu fangen war ein gefährliches unternehmen, dessen war er sich bewusst. nicht auszudenken, wenn einem so ein ding auf die nase fällt! aber was tut man(n) nicht alles für ein wenig lagerfeuerromantik mit einer frau. vorsichtig öffnete herr grob die tür und trat in die dunkle nacht. auf nackten fußsohlen schlich er sich an die herde heran, die bedrohlich um sein auto flog. mit bemerkenswertem fingerspitzengefühl begann er, das lasso über seinem kopf zu schwingen. die kreise, die er dabei unsichtbar in die luft malte, wurden schnell größer. und dann vollzog er den entscheidenden wurf. gleich sein erster versuch wurde mit erfolg belohnt. ein prächtiges exemplar verfing sich in der schlinge, die sich unter dessen zornigem aufbäumen erbarmungslos und immer fester um den stamm zog. nur mit mühe gelang es herrn grob, das lasso zu halten. dieser baum hatte es wirklich in sich. doch es gab kein entrinnen. nach einem endlos scheinenden kampf war der baum besiegt und stürzte krachend zu boden. der rest der herde, nun eines ihrer mitglieder beraubt, flog entsetzt davon. eilends begann herr grob, seinen fang zu zerlegen und zu einem gigantischen haufen zu stapeln. übergossen mit einer leichten brandbeschleunigermarinade entzündete sich das lagerfeuer im handumdrehen. es prasselte im sturm vergnügt vor sich hin und tauchte die umgebung in ein gespenstisch-warmes licht. frau emily, die in der zwischenzeit nicht untätig war, hatte einen storch und ein kamel aus dem kühlhaus geholt. in vorfreude auf das köstliche mahl, spießte herr grob die fleischlichen delikatessen auf und hängte sie über das feuer. und während er sich seinen gedanken an knusprig gebratene storchenbrust, saftige kamelkeulen und die schöne frau emily hingab, schnitze er aus den holzresten filigrane zahnstocher. essensreste zwischen den zähnen sind schließlich noch gefährlicher als eine wilde herde umherfliegende bäume.

Geschrieben von emily am 19. Januar 2007 | Abgelegt unter geschrieben | 9 Kommentare

sturmfrei

jetzt ist es also amtlich: der orkan kyrill beschert uns morgen einen außerplanmäßigen ferientag. die schulen müssen die kinder zwar trotzdem betreuen, einen sinn, die beiden dort hin zu bringen, sehe ich aber nicht. vielleicht öffnet ja die KiTa ihre pforten. und wenn nicht, dann müssen sie wohl oder übel alleine zu hause bleiben. denn das verordnete “sturmfrei” gilt leider nicht für mich.

Geschrieben von emily am 18. Januar 2007 | Abgelegt unter gelebt | 3 Kommentare

wenn der regen niederbraust …

wenn der sturm das feld durchsaust,
bleiben mädchen oder buben
hübsch daheim in ihren stuben.

kyrill heißt das orkandingens also. ist das jetzt männlich oder weiblich? jeder bundesbürger müsste seinem kind wahrscheinlich noch einen zweiten namen verpassen, aus dem das geschlecht eindeutig hervorgeht. bei einem orkan ist das anscheinend nicht so wichtig.
das bayerische kultusministerium hielt es für angebracht, die schulen ab mittag für den rest des tages zu schließen und auch alle anderen kinderaufbewahrungsstätten zu evakuieren. na fein, dachte ich mir. dann fährst du eben in der mittagspause los, holst die kinder ab, bringst sie nach hause, machst alle fenster zu, lässt die rollläden bis zum anschlag runter und düst dann wieder zurück ins büro. jetzt ist kyrill bei uns angekommen, und ich bin froh, dass ich inzwischen wieder zu hause bin. es ist doch reichlich ungemütlich da draußen. hoffentlich wird es nicht allzu schlimm. und hoffentlich fällt nichts auf mein auto. sehr wünschenswert wäre auch, wenn morgen früh alles wieder vorbei ist. sonst kann es nämlich passieren, dass die schulen geschlossen bleiben. auf jeden fall wurde angeordnet, den durchsagen im radio zu lauschen.
ich werde jetzt erst mal für den fall eines flächendeckenden stromausfalles ein paar kerzen anzünden. machen Sie es sich am besten auch gemütlich und bleiben Sie zu hause.

stürmische grüße von Ihrer emily.

Geschrieben von emily am 18. Januar 2007 | Abgelegt unter gelebt | 4 Kommentare

entspannung vom feinsten

gestern abend saß ich nach mehrwöchiger enthaltsamkeit wieder mal auf dem rad und strampelte einige kilometer. wie so oft habe ich mir wohl etwas zu viel zugemutet. mit sportlichen aktivitäten verhält es sich nämlich genau so wie mit sex - nach längerer pause sollte man es nicht gleich übertreiben. jetzt leide ich unter einem ausgewachsenen muskelkater. als ausgleichsprogramm war deshalb heute erst mal entspannung in der sauna angesagt. zusammen mit polli ist das immer recht amüsant. vordergründig gehen wir natürlich dort hin, um zu schwitzen und abzuschalten. aber mal ehrlich, so ganz wegschauen kann man am ende ja doch nicht. hallelujah, da waren schon ein paar knackige männerhintern dabei, die tatsächlich die höchstnote in unserer bewertungsskala erhielten. erschreckende anblicke blieben uns allerdings auch nicht erspart. manchmal half wirklich nur noch augen schließen und an etwas schönes denken. interessant wäre natürlich zu wissen, was die anderen sich so über uns gedacht haben. zu kleiner busen? zu dicker hintern? oder vielleicht doch einer, dem nur noch wow eingefallen ist? heute abend hätte ich doch zu gern die gedanken meiner mitmenschen lesen können wollen.
jetzt bin ich entspannt und richtig gut durchgewärmt und ganz kuschelig weich und werde bestimmt wunderbar schlafen und vielleicht sogar etwas schönes träumen.
schlafen Sie gut :)

Geschrieben von emily am 17. Januar 2007 | Abgelegt unter gelebt | 5 Kommentare

mmmh, lecker!

mein mittagessen im büro fällt meistens recht dürftig aus. ab und zu gehe ich in die kantine, wenn es fisch gibt beispielsweise. oder ich fahre mit den kollegen irgendwo was essen. oder ich mache folgendes: aludeckel öffnen, heißes wasser auf den inhalt des bechers schütten, umrühren, vier minuten ungeduldig warten und dann endlich essen. heute entschied ich mich für die chinese chicken soup von maggi. hot & spicy sollte sie sein. war sie auch. wirklich sehr empfehlenswert. jetzt werden Sie vielleicht sagen, dass die vielen geschmacksverstärker und zusatzstoffe im süppchen alles andere als gesund sind. macht nichts. ich finde, dass man das fertigzeug gelegentlich guten gewissens essen sollte. fast food übrigens auch. neulich war ich mit den kindern seit langer zeit wieder mal beim BK. es war ein hochgenuss, in den big king zu beißen und anschließend noch einen crispy chicken zu genießen.
was halten Sie denn von suppen und anderen fertiggerichten aus tüten, dosen und bechern? und wie ist Ihr verhältnis zur amerikanischen küche?

Geschrieben von emily am 16. Januar 2007 | Abgelegt unter gefragt | 13 Kommentare

mir geht’s gut

wenn mich in letzter zeit jemand gefragt hat, wie es mir geht, dann habe ich entweder mit “geht so” oder “war schon schlimmer” geantwortet. richtig gut ging es mir nie. würde mich jetzt jemand fragen, dann bekäme er/sie “prächtig” zu hören, denn mir geht es gerade sehr gut. mir geht es so gut, dass es fast schon wieder beängstigend ist. das ist doch komisch. da stolpere ich von einem tief ins nächste, bin traurig oder zutiefst unglücklich oder besorgt, manchmal auch alles zusammen. und plötzlich ist es so, als hätte jemand mit dem finger geschnipst und mich aus der hypnose geweckt. warum kann ich auf ein mal wieder geradeaus denken? ich habe einen ganz normalen tag hinter mir. es ist nichts ungewöhnliches vorgefallen, weder im positiven noch im negativen sinne. ich verspüre eine lange verschollene zufriedenheit in mir. mein leben ist doch gar nicht so übel, habe ich festgestellt. der job macht mir spaß. mein kleines auto hat mich bis jetzt überallhin gebracht. das dach überm kopf ist nicht schön, aber ausbaufähig. an ideen und träumen mangelt es nicht, und irgendwann reicht das geld auch für deren verwirklichung. die kinder sind anstrengend, aber trotzdem wundervoll. ich habe freunde, die mich lieben, weil ich so bin, wie ich bin. und ich will auch gar nicht anders sein. genau so bin ich nämlich perfekt.

liebes positives lebensgefühl, ich habe keine ahnung, was dich zu deiner rückkehr bewogen hat. es ist auf jeden fall schön, dass du wieder da bist. vielleicht kannst du ja diesmal etwas länger bleiben, wenn es dir nichts ausmacht. danke. 

Geschrieben von emily am 15. Januar 2007 | Abgelegt unter gefühlt | 4 Kommentare

ein schlafstöckchen

mir fällt heute nichts sonderlich interessantes ein. mein wochenende war einfach zu ruhig. nachdem ich den kindern versprochen hatte, dass ich zu hause bleibe, musste ich mich wohl oder übel daran halten. damit Sie aber trotzdem etwas haben, wozu Sie Ihre meinung kundtun können, habe ich ein stöckchen gefangen, mit dem patsy jones gerade um sich schmeißt.

Was hält Dich denn so vom Schlafen ab jetzt gerade oder überhaupt?
jetzt gerade liegt es daran, dass ich noch nicht müde bin.
überhaupt sind es probleme, über die ich mir mein hübsches köpfchen zerbreche. probleme ganz gewöhnlicher natur, aus dem büro, über geld, kinder und solchen kram und männer. manchmal hält mich auch die anwesenheit eines mannes vom schlafen ab.

Wieviel Schlaf brauchst Du gewöhnlich, um Dich danach fit zu fühlen?
sieben stunden und zweiundvierzig minuten.

Und wieviel Schlaf bekommst Du in Wirklichkeit durchschnittlich?
wochentags sechs bis sechseinhalb stunden. am wochenende sind es acht bis neun. nur nach partynächten schaffe ich das nicht. vier stunden sind dann das maximum, meistens wird es weniger.

Warst Du schonmal beim Arzt wegen Schlafstörungen?
Irgendwelche Medikamente bekommen?

kein arzt, keine betthupferl der pharmaindustrie. schlafstörungen kommen zwar öfter vor, aber der körper ist dann irgendwann doch so erschöpft, dass er sich selbst zum schlafen zwingt.

Welche Temperatur sollte in Deinem Schlafzimmer herrschen? 
die richtige 

Fenster offen oder Fenster geschlossen?

unbedingt offen!!! bei geschlossenem fenster schlafe ich nur, wenn es ganz gewaltig gewittert oder draußen sibirische temperaturen herrschen.

Was trägst Du auf der Haut?
wenn es kalt ist einen kuscheligen pyjama, im sommer wenig bis nichts.

Zeitdauer vom Erwachen bis zum Aus-dem-Bett-Hüpfen?
wochentags sind das genau fünf minuten, die zeit zwischen weckerpiepserei und blackberrygeklingel. am wochenende hängt es von der uhrzeit und der erreichten schlafdauer ab. meistens stehe ich aber recht schnell auf. wozu sollte ich auch liegen bleiben? siehe letzte frage.

Irgendwelche Tätigkeiten im Bett vor dem endgültigen Wegdämmern?
lesen, grübeln, noch mal aufstehen und kekse und/oder schokolade holen, kekse und/oder schokolade essen, SMS und emails schreiben …

Deine Einschlaf-Haltung? 

im heimischen bett schlafe ich IMMER auf der linken seite ein. in fremden betten hängt das davon ab, wie und wo das bett steht. ich liege generell so, dass ich aus dem bett rausschaue.

Mit wem teilst Du Dein Bett? 

mit kekskrümeln und adolph, einem rosa plüschschweinchen, das schon ziemlich abgeknuddelt ist. verdammt, gibt es hier noch irgendwo einen mann, der auch mal bis zum frühstück bleibt?

bevor ich mich jetzt mit buch und keksdose bewaffnet ins bett verkrümel, schiebe ich das stöckchen noch schnell der tanya unters kopfkissen.

ich wünsche allen eine angenehme nachtruhe mit ausreichend schlaf und regenbogenbunten träumen.

Geschrieben von emily am 14. Januar 2007 | Abgelegt unter gefangen | 5 Kommentare

projekt fasching

ich bin ein faschingsmuffel und mag weder büttenreden noch narrenkappen. von stimmungsvoller musik bekomme ich zahnfleischbluten und haarausfall. und es sollte wirklich NIEMAND auf die idee kommen, mich zu einer polonaise einzuladen. trotz meiner abneigung bezüglich des bunten treibens, werde ich dieses jahr gleich drei faschingsbälle heimsuchen, denn wie Sie alle wissen, lasse ich nur ungern eine party ausfallen. außerdem macht es mir einen riesenspaß, mich zu verkleiden. vor zwei jahren hatte ich einen auftritt als vampir, ganz im stil von morticia adams. letztes jahr war ich als rotkäppchen unterwegs und verteilte süßigkeiten aus meinem körbchen an pippi langstrumpf, piraten und sogar an eine gießkanne.
die erste veranstaltung in diesem jahr ist am zweiten februar. polli hat mich eingeladen, bei der närrischen feier der örtlichen feuerwehr dabei zu sein. darauf bin ich schon sehr gespannt. wahrscheinlich wird es dort eher klassisch zugehen inklusive der einen oder anderen von mir verhassten begleiterscheinung. ich lasse mich überraschen.
am sechzehnten februar steht der legendäre cometsball im kalender. das ist sozusagen eine pflichtveranstaltung für alle, die an fasching lieber auf schunkelei und angeordnete fröhlichkeit verzichten. genau genommen ist es eine fast normale party, bei der die anwesenden zur abwechslung mal kostümiert erscheinen. fire & ice ist wie jedes jahr für die beschallung zuständig. und auch die hausemer guggamusik wird wie gewohnt mit einer grandiosen show für stimmung sorgen.
das ende der faschingszeit werde ich am rosenmontag im PT feiern. nachdem die mädels letztes jahr keine lust hatten, konnte ich sie diesmal davon überzeugen, dass wir die ”bitches and players party” auf keinen fall verpassen dürfen. auf diese nacht freue ich mich am meisten.
das diesjährige outfit steht inzwischen fest und wird gerade besorgt. wie immer ist das nicht so einfach. ein standardkostüm kommt mir nämlich nicht auf die haut. was es ist, das wird aber noch nicht verraten.

Geschrieben von emily am 13. Januar 2007 | Abgelegt unter geplant | 8 Kommentare

nächtliche störfälle

als ich gestern abend ins bett gekrochen bin, habe ich vergessen, meine probleme vor der tür abzustellen und das hirn zu deaktivieren. da lag ich also in meine bettdecke gekuschelt und sah screenshots meines servers und überlegte, ob ich irgendetwas übersehen habe. in welcher reihenfolge wurden welche updates gemacht? hat es dabei geknirscht? wenn ja - bei welchem? und wird sich das problem ohne großen aufwand lösen lassen?
dann schweiften meine gedanken ab. herr S. übernahm die kontrolle mit vielen “was wäre wenn”. ich habe ein bisschen geweint und bin irgendwann eingeschlafen.
geweckt wurde ich das erste mal vom sturm. keine ahnung wie spät es war. ich lag wach im bett und lauschte dem wetter, das genau so wenig zur ruhe kommen konnte wie ich. aufstehen und das fenster schließen wäre eine alternative gewesen. doch ich blieb liegen und entschwand in einen seltsamen traum. ich befand mich in einer mir unbekannten wohnung, deren wände komplett mit dunklem holz verkleidet waren. daran hingen hässliche bilder und altmodische dekorationen. und zwischendrin tummelten sich viele spinnen. so richtig große mit dicken beinen. die waren überall und krabbelten über den boden. ekelhaft. ich erinnere mich nicht mehr daran, ob ich aus der wohnung flüchten konnte. auf jeden fall bin ich aufgewacht und schaute mich erst mal im schlafzimmer nach untermietern um.
die nächste wachphase hatte ich um halb vier. warum kann ich eigentlich keinen schmerzfreien eisprung haben, so wie millionen andere frauen auch? ich will überhaupt nicht wissen, wann ich furchtbar fruchtbar bin. das merke ich doch auch ohne bauchweh. und warum muss mein körper mir diese mitteilung ausgerechnet nachts überbringen?
um viertel vor sechs war die nacht vorbei. so viel dazu.

Geschrieben von emily am 12. Januar 2007 | Abgelegt unter gelebt | 5 Kommentare

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