Monatsarchiv für März 2007

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ein paar worte zum abschied

hallo freunde! 

ich bin emilys verstand. einige von Ihnen kennen mich schon mehr oder weniger gut. wer bisher noch nichts von meiner existenz bemerkt hat, dem möchte ich hiermit kundtun, dass es mich tatsächlich gibt, auch wenn es manchmal nicht den anschein hat.
meine chefin ist wieder mal nicht gut auf mich zu sprechen. an diese geschichte erinnern Sie sich vielleicht noch. ich war wirklich bemüht, ihre entscheidung zu verstehen und mir vorzustellen, mit welchen unangenehmen konsequenzen eine beziehung zu diesem mann verbunden gewesen wäre. teilweise gelang mir das auch, aber ich denke nach wie vor, dass es mit augen zu und durch etwas hätte werden können. emily dachte anders, und der typ scheint es kapiert zu haben. also schwamm drüber. aber jetzt geht der zirkus schon wieder los. kaum ist einer weg, steht der nächste in den startlöchern und will ihr herz erobern. nun hat mich die emily gefragt, was ich von ihm halte. ehrlich gesagt ist mir jeder recht, wenn es ihr dadurch gelingt, den herrn S. endlich über bord zu werfen. das habe ich ihr natürlich nicht gesagt. aber gedacht habe ich es mir. und dann überlegte ich, ob dieser mann der richtige sein könnte. und tatsächlich, es scheint sich bei ihm um einen liebevollen und zuverlässigen zeitgenossen zu handeln. er sieht auch ganz gut aus, ist witzig und bringt emily oft zum lachen, was ich für außerordentlich wichtig halte. das habe ich ihr genau so gesagt. und was macht sie? kommt wieder mit wenn und aber daher und kann sich nicht entscheiden, was sie tun soll. warum fragt sie mich überhaupt nach meiner meinung und verschwendet meine kostbare zeit? sie hat sogar mit ihrer besten freundin darüber gesprochen, und die teilt meine ansichten, obwohl sie sich sonst nicht für emilys geschmack in sachen männern begeistern kann. trotzdem tendiert emily zu einem nein und befasst sich lieber mit einem mann, der wahrscheinlich keinen einzigen gedanken an sie verschwendet. da ist mir der kragen geplatzt. meine geduld war dermaßen überstrapaziert, dass ich mich nicht zurückhalten konnte. ich habe ihr ziemlich böse dinge gesagt und sie so richtig runderneuert. das war gestern abend. seitdem spricht sie nicht mehr mit mir. und wissen Sie was? ich werde auch nicht mehr mit ihr reden. soll sie zusehen, wie sie ohne mich zurecht kommt. sie weiß doch sowieso immer alles besser. ihm würde diese prise verrücktheit fehlen, hat sie gesagt. eine prise verrücktheit. ha ha ha. dass ich nicht lache. sie ist doch selber so verrückt, dass sie froh sein sollte, wenn ein durchschnittlich normaler mann sie haben will. es wären zu wenige gemeinsame interessen da, die sie mit ihm teilen kann. na und? es muss doch nicht jeder das bedürfnis verspüren, auf dem tisch zu tanzen. was spricht gegen einen ruhigen abend in seiner stammkneipe oder gemütlich fernsehschauen zu hause auf der couch? so ging das gestern abend immer weiter, bis ich es nicht mehr hören konnte. warum kann sie nicht einfach mal ihre ansprüche etwas zurückschrauben, die messlatte tiefer legen, zufrieden sein mit dem, was sich ihr anbietet und - vor allem - zugreifen?
diese argumentation hat mich wirklich wütend gemacht. nach einem kurzen gespräch mit meinem therapeuten verabschiede ich mich deshalb in einen urlaub, den ich mehr als verdient habe. falls emily mich brauchen sollte, dann hat sie verdammt noch mal pech gehabt. soll sie doch dieses neunmalkluge herz fragen. mir ist diese frau im moment so was von egal.
also, ich bin jetzt weg.

herzliche beste grüße vom verstand

ps. versuchen Sie gar nicht erst, mich zu finden. ich werde unter falschem namen reisen.

Geschrieben von emily am 29. März 2007 | Abgelegt unter gefühlt | 19 Kommentare

schnellstart

heute früh beim erwachen stellte ich meine ohren auf empfang und hatte das gefühl, das irgendetwas nicht stimmt. die vögel zwitscherten lauter als sonst. ich öffnete meine himmelblauen augen und stellte fest, dass es draußen nicht mehr ganz dunkel war. merkwürdig, dachte ich mir und wagte einen blick auf den wecker. verdammt, sechs uhr siebenundzwanzig. ich hatte ein klein wenig verschlafen und nur zeit bis zehn nach sieben. also weckte ich schnell die kinder und versorgte sie mit cornflakes, absolvierte in rekordzeit das morgendliche duschritual, entschied mich ohne das sonst übliche drama für ein paar kleidungsstücke, verteilte etwas farbe im gesicht und war pünktlich fertig. allerdings ohne frühstück, OHNE KAFFEE. auf dem weg in richtung schule beziehungsweise büro hielt ich beim bäcker meines vertrauens und ließ je zwei butterbrezen für mich, den sohn und die tochter eintüten. inzwischen habe ich etwas gegessen und vor allem meine zum überleben und funktionieren notwendige dosis kaffee geschlürft und bin gespannt, ob der tag noch weiter überraschungen für mich bereithält. 

Geschrieben von emily am 29. März 2007 | Abgelegt unter gelebt | 9 Kommentare

gebt dem kind einen namen!

und möglichst einen, mit dem es glücklich ist. nun soll es ja vorkommen, dass sich die eltern bei der auswahl des namens etwas ausdenken, worüber der nachwuchs weniger begeistert ist. so finde ich beispielsweise meinen namen schon seit fast achtunddreißig jahren ganz übel und werde ihn deshalb hier auch nicht erwähnen. die idee meines blaublütigen kollegen, mich emily zu nennen, kam mir da sehr gelegen. bunny macht gerne ein kurzes em daraus. der herr S. genießt als einziger das privileg, emi sagen zu dürfen. für polli bin ich perla. und gelegentlich ruft jemand nach black beauty, wenn meine person gefragt ist.

wie sieht das denn bei Ihnen aus? halten Sie Ihren namen für eine gute wahl? oder würden Sie lieber anders heißen? haben Sie auch einen oder mehrere spitznamen?

Geschrieben von emily am 27. März 2007 | Abgelegt unter gefragt | 21 Kommentare

voll zufrieden …

… waren meine pelznasen, als sie heute auf erkundungstour gehen durften und ich ihnen dabei die kiste mit dem papiermüll überließ. darin kann man ja sooooo schön stöbern und verstecken spielen.

pelznasen.JPG
von links: proxy, zafi und ebola

Geschrieben von emily am 25. März 2007 | Abgelegt unter geknipst | 10 Kommentare

emily erklärt: hausgemachter spam

liebe kinder!

die emily erklärt euch heute aus aktuellem anlass mal, wie man sein postfach mit spam zugemüllt kriegt. ganz vereinfacht gesagt handelt es sich bei spam um emails, die ihr von leuten bekommt, die ihr nicht kennt und die einen inhalt haben, der euch nicht interessiert. das nervt ganz schön, aber ihr könnt das zeug ruhigen gewissens ungelesen löschen. klingt komisch, ist aber so.
nun kann es aber auch vorkommen, dass ihr durch eine kombination aus überwachungswahn und dummheit eines kollegen zugespamt werdet. das passiert mir gerade. reichlich schockiert schaute ich nämlich heute früh auf meinen blackberry. ich wollte nur wissen, ob mir in der nacht vielleicht jemand seine unsterbliche liebe gestanden hat. so was soll es ja geben. doch was muss ich da sehen? eintausenddreihundertsechsundachtzig ungelesene nachrichten. hallo??? so viele verehrer habe selbst ich nicht, obwohl ich zweifellos jeden einzelnen von ihnen verdient hätte. wo kamen die nachrichten also her? nun ja, es gibt eine ganz menge pseudoserver in unserer firma. was das ist, erkläre ich euch vielleicht ein anderes mal. diese kisten müssen aus ganz bestimmten und sehr wichtigen gründen jede nacht booten. tun sie das nicht, muss man davon natürlich irgendwie in kenntnis gesetzt werden. das vorhandene überwachungstool mit seinen lustigen grün, gelb und rot blinkenden “lämpchen” würde dafür eigentlich reichen. aber nein, für den fall, dass ein reboot fehlschlägt, hat der kollege zusätzlich noch ein kleines script gebastelt, durch welches eine email generiert und einem bestimmten verteilerkreis zugeschickt wird, zu dem ich auch gehöre. der zeitpunkt des bootvorganges ist fest definiert und liegt zwischen acht uhr abends und fünf uhr morgens. wenn nun, so wie letzte nacht, die stunde zwischen zwei und drei uhr fehlt, was passiert dann? richtig, liebe kinder, einige dieser pseudoserver können beim besten willen nicht booten, weil ihnen der dazu benötigte zeitpunkt von der sommerzeit einfach geklaut wurde. genauer gesagt waren vierundzwanzig kisten davon betroffen. es wurden also emails verschickt. theoretisch hätte eine pro fehlgeschlagenem reboot gereicht. praktisch will der kollege aber, dass man alle zwei stunden daran erinnert wird. so sah das zumindest bisher aus. es ist mir schleierhaft, warum diese ohnehin schon schwachsinnigen reminder neuerdings im fünf-minuten-takt verschickt werden. die emily bekommt also von vierundzwanzig systemen alle fünf minuten gesagt, dass ihnen der nächtliche reboot gefehlt hat. so etwas nennt man dann “hausgemachten spam”.
und was kann man dagegen tun? ich könnte ins büro fahren und entweder die pseudoserver booten oder mich aus dem verteiler rausnehmen oder - und dafür habe ich mich entschieden - abwarten, bis der spuk morgen früh um drei uhr von alleine aufhört.
liebe kinder. wenn ihr auch mal das schreiben von scripten ausprobieren und damit spam erzeugen wollt, dann kann ich euch gerne die email-adresse meines kollegen zu testzwecken zur verfügung stellen. er freut sich bestimmt über post von euch.

mit genervten grüßen
eure emily

Geschrieben von emily am 25. März 2007 | Abgelegt unter gelebt | 1 Kommentar

früher …

… fand ich meine beine nicht besonders schön. ich bin auch jetzt noch der meinung, dass es ganz viele frauen mit viel schöneren beinen gibt. deshalb war ich heute etwas überrascht, als zwei kollegen aus der mittagspause kamen und meinten, sie wären gemeinschaftlich zu dem ergebnis gekommen, dass ich perfekte beine habe. nicht zu dick, nicht zu dünn, nicht zu lang, nicht zu kurz. ich muss dazu sagen, dass ich einen rock trug, der knapp über den knien endete und stiefel, die bis kurz unter die knie gingen. ich war also wirklich harmlos gekleidet. jungs, was ist denn los mit Euch? Ihr diskutiert in der mittagspause über meine beine. und warum wollt Ihr wissen, ob ich halterlose strümpfe trage? und wenn Ihr das schon wissen wollt, warum seid ihr dann überrascht, wenn ich mit “ja” antworte und Euch die teile zum beweis zeige. was ist eigentlich so toll an halterlosen strümpfen? es gibt millionen frauen, die mit so was im büro unterwegs sind. das ist doch ganz normal und kein grund, nach luft zu schnappen. soll ich nächste woche mal mit strapsen kommen?

Geschrieben von emily am 23. März 2007 | Abgelegt unter gelebt | 9 Kommentare

guten morgen

  • es schneit, mal mehr, mal weniger.
  • irgendwo ist schon wieder irgendwas passiert. ich musste auf dem weg ins büro einem lalü-lala platz machen. christoph 17 donnerte im tiefflug in richtung klinik. denke dann immer an jemand.
  • warum glotzen mich die leute eigentlich so blöd an, wenn ich singend im auto sitze? mir macht das spaß. aktuell laufen die dead kennedys.
  • mein laptop braucht eine viertelstunde, bis ich einigermaßen vernünftig arbeiten kann. novell und und lotus notes als lokale installation vertragen sich einfach nicht.
  • der nächste teil von schlip-schlap kommt heute noch.
  • ich bin müde und hole mir jetzt eine tasse kaffee. vielleicht hilft es was.

Geschrieben von emily am 22. März 2007 | Abgelegt unter gelebt | 8 Kommentare

winterende = frühlingsanfang

heute früh um viertel vor acht. winterliche aussichten beim blick aus dem bürofenster. schnee, schnee, nichts als schnee.

fruehling.jpg

und hier das ganze noch mal um halb drei. blauer himmel und sonnenschein. so muss frühling aussehen.

fruehling2.jpg

Geschrieben von emily am 21. März 2007 | Abgelegt unter geknipst | 9 Kommentare

wintertränen

seit einiger zeit liegt bei mir noch ein stöckchen von schoko-bella. es werden mal keine fragen gestellt, sondern es geht um irgendetwas, was man mit dem begriff “wintertränen” in verbindung bringt. danke frau schoki.

wintertraenen.JPG

das sind wintertränen. dicke fette schneeflocken. digital konserviert heute um kurz vor zweiundzwanzig uhr. morgen ist frühlingsanfang. ich wollte mich über die krokusse in meinem blumenbeet freuen, aber seit gestern ist der winter zu gast. ich war vorhin im fitnessstudio. als ich nach hause fuhr, kroch ich auf einer fast nicht mehr sichtbaren straße entlang und musste wirklich genau hinschauen, um überhaupt etwas vor mir erkennen zu können. es hat inzwischen aufgehört. das bleibt hoffentlich auch so, denn sonst bricht morgen früh wieder das chaos los.  

Geschrieben von emily am 20. März 2007 | Abgelegt unter geknipst, gefangen | 4 Kommentare

zusammen …

… geht vieles besser. auch das singen. Sie ahnen bestimmt, was jetzt kommt. schließlich ist dienstag, und wie Sie vielleicht schon gemerkt haben, machen mir die musikalischen “umfragen” besonders viel spaß. deshalb gibt es heute wieder eine solche, und zwar mit songs, die rock- und popstars gemeinsam trällern. hier sind die ersten zehn:

when the rain begins to fall - jermaine jackson & pia zadora
something’s gotten hold on my heart - marc almond & gene pitney
where the wild roses grow - nick cave & kylie minogue
what a wonderful world - nick cave & shane macgowan
the only ones - reamonn & lucie silvas
bittersweet - ville valo & lauri ylönen
don’t go breaking my heart - elton john & kiki dee
burning down the house - tom jones & nina persson (the cardigans)
don’t give up - peter gabriel & kate bush
7 seconds - neneh cherry & youssou n’dour

Geschrieben von emily am 20. März 2007 | Abgelegt unter gehört, gefragt | 5 Kommentare

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