Monatsarchiv für März 2007

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schon wieder sonntag

und wie sah der samstag aus? nachdem ich die tochter vom kindergeburtstag abgeholt hatte, ging es gleich zur nächsten feier. es waren schon ein paar leute da, nach und nach trafen immer mehr ein, am ende waren es etwa fünfzig. es gab lecker prosecco, eine kurze rede - und dann erst mal ein kleines blutbad. pollis neunjähriger sohn schnitt sich mit dem käsemesser so heftig in zwei finger, dass sie in der klinik geklebt werden mussten. das buffet war hervorragend, mediterrane küche in hülle und fülle. vollgestopft bis oberkante unterkiefer durften wir dann ein kleines “theaterstück” genießen. hauptdarsteller war pollis mann, der vorher nichts davon wusste und allerlei späßen ausgeliefert war. haben sie schon mal versucht, skibehandschuht mousse au chocolat zu essen, mit stäbchen? lustige sache fürs publikum und wieder ein grund mehr, selber keine geburtstagsparty mehr zu geben. um halb zehn düste ich mit zwei müden kindern nach hause. ich selber befand mich eigentlich auch in bettfähigem zustand. aber nix da. schnell unter die dusche, frische farbe ins gesicht, rein in die partyklamotten (@herr axel: der rock war etwas länger als sonst) und ab ins PT. meine mädels trafen kurz nach mir ein. die heiligen hallen füllten sich diesmal nur langsam, die stimmung stieg etwas zähflüssig, war aber nicht aufzuhalten. wir amüsierten uns köstlich über den pinguin (der war fasching als solcher unterwegs), der beim tanzen wieder derart kunstvolle verrenkungen hinlegte, dass einem vom zuschauen die gelenke schmerzten. wir feierten eine sehr geschmeidige nacht, bis bei mir nichts mehr ging. was sollte denn der scheiß wieder? dicke beine und noch dickere hände? liest hier vielleicht medizinisch geschultes personal mit? kann mir bitte mal jemand diese erscheinungen erklären? wollte mein körper mir damit sagen, dass es zeit für eine erholungsphase ist? ich schleppte mich also um kurz vor drei und damit für meine verhältnisse viel zu früh zum auto, freute mich über das erste mal eisfreie scheiben seit wochen, fuhr los und wurde natürlich wieder von den ordnungshütern begleitet. aber nachdem ich ein lernfähiger mensch bin, hatte ich diesmal führerschein und fahrzeugpapiere dabei. der nette herr war darüber sehr erfreut und benutzte sogar das wort “vorbildlich”. auch diesmal durfte ich ohne blowjob nach hause fahren. nach meiner wasser-cola-orgie hatte ich aber ohnehin nichts zu befürchten. und wissen Sie, was dann passiert ist? ich wurde von phänomenalen sechs stunden schlaf überrascht. das ist persönliche bestleistung nach so einer nacht. ich fühle mich richtig gut und entspannt und könnte schon wieder eine party vertragen :D
ich wünsche Ihnen allen einen wunderprächtigen sonntag!!!

Geschrieben von emily am 18. März 2007 | Abgelegt unter gelebt | 6 Kommentare

gerade gelesen

Dem Tasmanischen Teufel, einem seltenen Beuteltier, droht innerhalb der nächsten 20 Jahre das Aussterben: Unter den Tieren verbreitet sich ein spezieller Gesichtskrebs, der beim Sex übertragen wird.

nachzulesen ist der komplette artikel auf stern.de.
wenn ich jetzt darüber nachdenke, dass immer mehr tierische seuchen auf den menschen übertragbar sind - man denke nur an die vogelgrippe - dann finde ich diese meldung ziemlich erschreckend. gesichtskrebs durch sex ist wirklich das allerletzte was ich haben will.

Geschrieben von emily am 17. März 2007 | Abgelegt unter gelesen | 3 Kommentare

es darf gefeiert werden

die tochter ist heute nachmittag eingeladen, zum kindergeburtstag. wir haben noch kein geschenk. aber wir wissen inzwischen, was wir verschenken werden. und die kleine prinzessin weiß, was sie anziehen will. das ist doch schon mal was.
heute abend sind wir dann alle eingeladen. pollis mann feiert mit der halben welt seinen vierzigsten. damit ich wieder ganz besonders umwerfend aussehe, kommt die bine gleich zum haare färben. ich liebe diesen frischen blauschwarzen glanz. das sieht so lecker aus. aber was ziehe ich an? da kommen ganz viele leute, die ich nicht kenne. feuerwehrmänner, umweltbeamte usw… ist ein kurzes röckchen da erlaubt? oder soll ich lieber etwas längeres nehmen? oder eine bequeme jeans? und was passt obenrum? verdammt, ich habe keine zeit, noch mal shoppen zu gehen.
nach der party werde ich noch im PT anzutreffen sein. “studio 54″ ist heute angesagt. die mädels wollen, dass ich mitkomme. ich kann ihnen den wunsch unmöglich abschlagen. he, und ich weiß schon, was ich anziehe!!!
falls mich jemand sucht, ich bin jetzt erst mal eine weile im bad mit restaurierungsarbeiten beschäftigt :D

Geschrieben von emily am 17. März 2007 | Abgelegt unter gelebt | 6 Kommentare

wer sucht, der findet - und zwar mich

gerade habe ich mir die statistik meiner welt angeschaut. ab und zu mache ich das. wozu gibt es die denn sonst auch? die besucherzahlen sind mir dabei gar nicht so wichtig. viel interessanter finde ich die suchbegriffe, über die jemand hier landet. und da ist mir aufgefallen, dass im moment ganz viele leute nach “emily” und “emilys welt” suchen, was ich mir zunächst nicht erklären konnte. wer mich kennt, der braucht doch nicht nach mir suchen. also habe ich gegoogelt. und siehe da - es gibt so eine kleine göre, die gerade ihre CD ”emilys welt” verkaufen will. wenn also die kids danach suchen, dann landen sie fast schon zwangsläufig bei mir. denn meine welt ist der unangefochtene mittelpunkt des universums und damit die nummer eins der suchergebnisse.
wie gut, dass ich die domain schon letztes jahr käuflich erworben habe. jetzt wäre sie vielleicht nicht mehr zu haben.

Geschrieben von emily am 15. März 2007 | Abgelegt unter gelebt | 3 Kommentare

waagerecht

nachdem es mir die letzten zwei tage schon nicht besonders gut ging, ziehe ich heute die waagerechte lagerung meines körpers auf der heimischen couch der senkrechten position im büro vor.
den ersten teil der schlip-schlap-geschichte gibt es heute noch. später.

Geschrieben von emily am 14. März 2007 | Abgelegt unter gelebt | 11 Kommentare

endlich ein paar minuten zeit

Sie haben bestimmt schon gemerkt, dass es hier im moment etwas ruhiger ist. das liegt nicht daran, dass es nichts zu schreiben gibt oder dass ich keine lust habe, sondern am zeitmangel. aber jetzt habe ich gerade zeit. und deshalb gibt es das neueste vom tag.

mit dem kollegen, der bald nicht mehr mein kollege ist, bin ich heute ein bisschen zusammengerauscht. er will morgen einen server abschalten. die aufgaben der kiste übernimmt ein anderer. eigentlich kein problem. aber zum einen stinkt es mir gewaltig, dass ich das erst heute erfahren habe. und zum anderen sollte ich dazu eine info-mail verfassen und bekam nicht mal eine vernünftige antwort auf die frage, wer denn überhaupt alles informiert werden muss. hab ich was nicht mitgekriegt? wurde ich etwa ohne mein wissen zu seiner sekretöse degradiert?

in unserem see ist fast kein wasser mehr drin. die folie hat wohl irgendwo ein loch. letzte woche wurden fast alle fische rausgeholt und zu unserem entsetzen verfüttert. beim heutigen spaziergang entdeckte ich allerdings fünf goldfische und einen schwarm forellenbabies. es sollte sich besser niemand wagen, die auch noch zu opfern. könnte sein, dass ich dann wirklich ungemütlich reagiere. wenn im büro das dach ein loch hat, dann fängt man uns schließlich auch nicht ein und wirft uns im zoo den bären zum fraß vor. ich meine, es ist doch nun wirklich kein problem, irgendwo einen großen behälter aufzustellen, ein bisschen wasser aus dem see dort reinzupumpen und die fische dann zu evakuieren.

am nachmittag war ich beim discounter meines vertrauens und habe zehn tüten gummibärchen gekauft. komisch, wenn man weiß, dass man davon nichts essen wird. das zeug ist alles fürs büro. und ich bin immer noch auf entzug. nachdem ich aber schon fast drei wochen durchgehalten habe, schaffe ich die restliche zeit auch noch.

statt gummibärchen gab es heute schokolade. zum glück bin ich nicht auf die dämliche idee gekommen, darauf verzichten zu wollen. jetzt ist die ostermischung da, und ich habe schon mal alle sorten schokoeier durchprobiert. vielleicht sind ja dieses jahr an ostern noch welche davon übrig. vielleicht wäre es aber auch besser, wenn ich dieses leckere, süße und auf der zunge ganz zart zerschmelzende zeug bei irgendjemandem deponiere, der eine schokoladenallergie hat.

im briefkasten lag heute eine überraschung - post aus boston. ein ganz liebes “danke” an den absender. ich habe dich übrigens auch nicht vergessen. aber mit der zeit geht es mir leider genau so wie dir. vielleicht wird es die nächsten tage besser.

zum schluss möchte ich noch ein paar worte über meinem seltsamen gesundheitszustand verlieren. heute hatte ich seit langer zeit wieder mal das gefühl, dass sich mein bürostuhl dreht, obwohl er das natürlich nicht getan hat. und dann verspürte ich so ein kribbeln in den beinen und hörte ein rauschen im kopf. und meine lippen fühlten sich ein bisschen taub an, ungefähr so, wie wenn die spritze vom zahnarzt in ihrer wirkung nachlässt. und mein herz stolperte ganz komisch. aber machen Sie sich mal keine sorgen. das geht alles wieder weg. ich sollte etwas mehr schlafen, weshalb ich mich jetzt auch ins bett verkrieche. vorher gibt es aber noch ein schokoei, oder zwei. (ich war im fitnessstudio. die habe ich wirklich verdient.)

schlafen Sie gut.

Geschrieben von emily am 12. März 2007 | Abgelegt unter gelebt | 4 Kommentare

plauderstündchen

die tok hat mir vor einiger zeit mit einer galanten verbeugung und unter verwendung höflicher worte ein stöckchen gereicht. ich bedanke mich ganz brav dafür und werde es nun endlich verarbeiten.
ich wurde gebeten, fünf sachen über mich auszuplaudern. das klingt zunächst sehr einfach, ist es aber nicht. ausplaudern bedeutet, ich gebe bisher (bewusst) verschwiegenes von mir preis. ganz spontan habe ich erst mal nur an dinge gedacht, die etwas mit sex zu tun haben. und über sex spricht man nicht (zumindest nicht hier), den hat man. nach längerer grübelei ist mir aber doch einiges eingefallen, was den meisten wohl bis jetzt unbekannt war. bis jetzt. denn hier kommen sie, die top five in sachen plauderstündchen.

  • gelegentlich durchlebe ich phasen mit mehr oder weniger schweren essstörungen. die ich-stopfe-alles-in-mich-rein-attacken kann man dabei fast schon vernachlässigen. schlimmer ist es, wenn ich mich selber zum essen zwingen muss und mir das zeug dann nicht mal die treue hält. wissen Sie, was ich meine?
  • ich bin ein bisschen klaustrophobisch veranlagt. einen randvollen aufzug empfinde ich beispielsweise als sehr unangenehm. und die durchleuchtung meines hirns in der röhre war das furchtbarste erlebnis meiner bisherigen existenz.
  • ich bin gerne optisch provokant. dass ich die kurzen röckchen auch im büro anziehe, das wissen Sie ja schon. ich mag aber auch shirts mit frechen sprüchen. mein lieblingsteil ziert die aufschrift ”ich bin die rache gottes”.
  • für meine stimmung gibt es keinen dimmschalter. an oder aus. richtig gut drauf oder ganz unten. “lasst uns spaß haben” oder “geht mir lieber aus dem weg”. dazwischen ist nichts.
  • ich will dreiundneunzig jahre alt werden. und sterben will ich, während ich im altersheim auf dem tisch tanze. ich will dabei einfach tot umfallen. fertig. und dann sollen sie mich verbrennen, die asche mit sand mischen und das ganze für meine nachkommen in sanduhren abfüllen. wahlweise für drei-, vier- oder fünfminuteneier.

so, nun ist es raus. erzählen Sie aber bitte niemandem davon.

Geschrieben von emily am 10. März 2007 | Abgelegt unter gefangen | 3 Kommentare

frauen mit schlecht sitzenden jeans

wenn Sie mal viele frauen mit schlecht sitzenden jeans und schlabberigen pullis oder - schlimmstenfalls - karierten hemden sehen wollen, dann gehen Sie zu einer schwulen- und lesbenparty. im PT war gestern gay night. muss ich hin, dachte ich mir. (keine angst. ich habe nicht vor, bei meinen sexuellen neigungen einen richtungswechsel vorzunehmen. so verzweifelt werde ich niemals sein.) und wie immer auf nächtlichen streifzügen, zog ich mich passend an. das dachte ich zumindest. mit meinem emily-shirt, röckchen und stiefeln war ich nämlich komplett overdressed. ich war wohl die einzige frau, die überhaupt mit rock unterwegs war. nun spricht ja nichts gegen hosen, aber dann bitte in kombination mit einem hübschen shirt und nicht mit einem kartoffelsackähnlichen stoffstück. die damen sollten sich mal ein beispiel nehmen an ihren schwulen kollegen. die meisten von denen verstehen es wirklich, sich optisch perfekt in szene zu setzen. da waren einige leckerbissen dabei!!! mehr spaß haben die herren übrigens auch. die stehen nicht gelangweilt und mit lustlosem gesichtsausdruck in der gegend rum, sondern machen party, lachen, tanzen und erfreuen sich des lebens. jawohl.
manchmal muss ich mich echt wundern. ein dankeschön an die schwulen, mit denen es trotz allem eine lustige nacht wurde.

Geschrieben von emily am 9. März 2007 | Abgelegt unter gelebt | 3 Kommentare

herz, verstand und ein geiles auto

emily: war das ein geiles auto!
verstand: mehr fällt Ihnen dazu nicht ein? 
emily: die capricciosa war perfekt, der wein sehr lecker.
verstand: hallo!?! aufwachen!?! der mann hat geld. richtig viel geld. haben Sie darüber mal nachgedacht?
emily:  ist das denken nicht Ihre aufgabe, verehrtester?
verstand: entschuldigen Sie vielmals, aber ich bin gerade etwas überfordert mit der auswahl des diesjährigen urlaubszieles. wo möchten Sie denn nun lieber hin - neuseeland oder hawaii?
emily: urlaub? haben wir im lotto gewonnen?
verstand: ich wiederhole mich nur ungern. der mann hat geld ohne ende. Sie werden sich jeden urlaub leisten können. Sie brauchen in Ihrer lieblingsboutique nie wieder etwas ins regal zurücklegen. und wenn Sie ihn ganz lieb anlächeln, dann schenkt er Ihnen vielleicht sogar Ihr traumauto.
herz: moment mal, ich scheine da etwas verpasst zu haben. von wem reden Sie denn überhaupt?
verstand: ich unterhalte mich mit der chefin gerade über das gestrige date und die wundervollen nebenwirkungen, die es mit sich bringen kann. wir könnten in zukunft ein sorgenfreies leben führen. und ich könnte vor freude den verstand verlieren.
emily: mein verstand verliert den verstand. na klasse.
herz: ich kann mich nicht erinnern, dass gestern abend jemand bei mir eingezogen ist. nachdem meine kapazität auf genau einen mann beschränkt ist und der herr S. immer noch hier wohnt, geht das auch gar nicht.
verstand: jetzt sagen Sie nur, dass Sie den typ noch nicht losgeworden sind!!!
herz: ach, wissen Sie, der fühlt sich sehr wohl bei mir und hat gar keine lust zu gehen. und ganz im vertrauen - die chefin will ihn auch überhaupt nicht hergeben.
verstand: aber dann ist doch kein platz für den anderen. der urlaub! all die schönen dinge, die sich Ihnen bieten werden! warum können Sie nicht ein einziges mal vernünftig, praktisch und zukunftsorientiert denken???
emily: auto hin, urlaub her, das ist defintiv nicht der richtige mann für mich. geld alleine macht nun mal nicht glücklich. ende der diskussion.
verstand: ICH WILL HIER RAUS!!!!!

Geschrieben von emily am 8. März 2007 | Abgelegt unter gelebt | 6 Kommentare

wenn ich es nur schon hinter mir hätte

ich habe um neunzehn uhr ein date. wenn ich Ihnen jetzt erzähle, dass der rock knielang ist und das shirt keinen tiefen ausschnitt hat, dann wissen sie wahrscheinlich, dass ich nicht vom mann meiner träume zum essen eingeladen wurde. ich hatte ja schon darüber nachgedacht, ob ich das ganze absagen soll. aber dann schiebe ich die geschichte nur unnötig lange vor mir her. stattdessen werde ich beim italiener sitzen, etwas hoffentlich leckeres speisen, ein gläschen rotwein dazu schlürfen und klartext reden.
warum haben die kollegen nicht eher gesagt, dass sie den heutigen abend fußball schauend in der trio verbringen werden??? das wäre eine wirklich hervorragende alternative gewesen.

Geschrieben von emily am 7. März 2007 | Abgelegt unter gelebt | 10 Kommentare

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