nächtliche erlebnisse

letzte nacht war ich unterwegs. das hatte ich ja neulich schon angekündigt. zum vorglühen ging es diesmal in einen kleinen pub mit livemusik. wir waren zu viert - börget, polli, sonja (eine andere sonja als sonst) und meine bescheidenheit. die musiker kannten wir schon. sie spielten querbeet und für amateure richtig gut. das publikum war, ähm, nun ja. wenn man schön gemütlich mit seinem guinness in der ecke sitzt, dann kann man wirklich seltsam-skurriles beobachten. da war beispielsweise ein pärchen, das sich recht lieblos gegenüber saß und anscheinend nur zum wer-säuft-den-anderen-unter-den-tisch da war. und eine nicht mehr ganz so taufrische dame vertrat wohl die meinung, dass sich die herren für schminktöpfe auf zwei beinen begeistern und lachte und quietsche den ganzen abend extrem schrill. es grenzte fast schon an ein wunder, dass kein glas zu bruch ging. ein dozent aus meiner umschulungszeit war da. wie immer trug er jeans und ein sakko. so weit nicht ungewöhnlich. aber hallelujah, man stürzt sich doch nicht mit schlapperschuhen marke birkenstock in die nacht. auch nicht in die kneipe um die ecke. wie sieht das denn aus?!? eher belustigend fand ich den mittvierziger mit siebziger-jahre-mähne, der im gelben fußballdress zu irischen klängen rumhüpfte. so etwas kriegt man nicht alle tage geboten. nach drei stunden jubel trubel heiterkeit brachen wir auf, polli in richtung bett, der rest ins PT. da war trotz später stunde nicht viel los. die heiligen hallen füllten sich nur langsam, und die musik wurde erst gut, als der chef persönlich am mischpult stand. beim motto studio 54 will das volk schließlich zu sachen wie “ring my bell” und “knock on wood” tanzen. haben wir natürlich auch gemacht. das publikum war übrigens auch im PT teilweise sehr, ähm, nun ja. mädels, weiße röckchen und schwarze leggings drunter, das sah in den achtzigern schon scheiße aus und tut es auch jetzt noch. und wenn ihr auf absätzen nicht laufen könnt, dann übt zu hause oder lasst es einfach. und esst bitte mehr. magersüchtige frettchen (danke an frau von sinnen für diesen ausdruck) sind out. mal abgesehen davon, dass ihr kein schöner anblick wart, ziehen sich männer nicht gerne knochensplitter ein, wenn sie eine frau anfassen. richtig schön anzuschauen war dagegen eine der tänzerinnen. die hatte nämlich etwas mehr auf den rippen. nicht so viel, dass es unappetitlich geschwabbelt hat, sondern genau richtig dosiert. und sie hat perfekt mit dem hintern gewackelt. so was sieht man selten.
das war das neuste vom nachtleben. ich wünsche Ihnen einen schönen sonntag. vergessen Sie nicht, sich mit lichtschutzfaktor irgendwas einzucremen, bevor Sie in die sonne gehen.

Geschrieben von emily am 20. Mai 2007 | Abgelegt unter gelebt |

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