zu ende gelesen …

… habe ich gestern abend das buch “funkensonntag” von nicola förg. es ist ein krimi, dessen handlung im allgäu spielt. empfehlenswerte geschichte, aber nur bedingt. einige zwiegespräche wurden nämlich verdialektet und sind für jene, die noch nie im allgäu weilten, wahrscheinlich schwer bis nicht zu verstehen.
hier ein witziger und drei etwas tiefsinnigere auszüge aus dem buch.

Johanna, er ist ein Mann Mitte vierzig! Da sieht man nicht süß aus, höchstens interessant oder noch ganz passabel oder nicht mehr ganz neuwertig.

Du musst dich nach den Sternen strecken. Auch wenn du dort nie ankommst, eröffnen sich auf dem Weg dahin neue Perspektiven. Und es ist allemal besser, als mit gesenktem Kopf die Unebenheiten des Bodens zu betrachten …

Das sind die Trugbilder, die uns glauben machen, es würde sich lohnen. Die Hoffnung, die angeblich zuletzt stirbt. Das stimmt wohl, aber sie stirbt.

Für Brüche gibt es Schrauben, sogar Herzen kann man transplantieren. Für verletzte Seelen … gibt es weder Metall noch Transplantate. Es gibt Sedativa, temporäre Linderung. Es gibt Umwege, Aufschübe, Aufbäumen. Aber es gibt keine Rettung für verletzte Seelen.

Geschrieben von emily am 21. Mai 2007 | Abgelegt unter gelesen |

Ein Kommentar zu “zu ende gelesen …”

  1. Grinsekatzeam 21. Mai 2007 um 12:17 Link zum Kommentar

    Das zweite Zitat finde ich sehr schön. Das dritte ist sicherlich auch sehr gut, leider eher negativ. Und heute ist mir nicht nach negativ, also zumindest im Moment nicht… Vielleicht später.

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