das trifft hoffentlich auch auf den sohn zu. es bringt ja sowas von überhaupt nichts, ihn von bestimmten dingen und grundregeln verbal überzeugen zu wollen. doch seit heute weiß er, dass ich recht hatte mit meiner täglichen predigt darüber, dass der geldbeutel in den schulranzen gehört und nicht in die hosentasche. schon gar nicht, wenn man diese weder durch knopf, klettverschluss oder sonst irgendwas verschließen kann. immer wieder habe ich ihn darauf hingewiesen, dass das kein sicherer aufbewahrungsort ist, weil die gefahr des herausfallens besteht. das hätte ich auch der wohnungstür oder meiner kaffeetasse erzählen können. die hätten mir dann wenigstens nicht diesen deingelabernervt-blick zugeworfen. heute musste der sohn jedenfalls nach hause laufen, weil nicht nur das geld für das mittagessen der nächsten woche verloren ging, sondern auch das geld für die busfahrt. pitschnass kam er hier an und berichtete mit weinerlichem gesichtsausdruck von seinem unglück. (bin ich eigentlich eine schlechte mutter, weil ich in dem moment trotz des ärgers über den finanziellen verlust ein berauschendes gefühl von schadenfreude verspürte?)
nun ja, Sie können sich bestimmt denken, wofür sein erstes taschengeld herhalten muss. richtig, er wird sich davon einen neuen geldbeutel kaufen. ich glaube nämlich eher an die unbefleckte empfängnis als daran, dass er den alten zurückbekommt.
nein, das macht sie nicht zu einer schlechten mutter…. das ist nur allzu menschlich. ich erinnere mich an meine mutter gerade. die sagte dann immer, “hab ich es dir nicht gesagt?” - das konnte ich nicht leiden. weil sie recht hatte.
ich wünsche trotz verlust ein schönes wochenende, frau emily.
geben sie’s doch zu - sie haben ihrem armen sohn heimlich die geldbörse stibitzt, um ihm eine lektion zu erteilen.
@schoki: das beruhigt mich jetzt nicht unbedingt. meine mutter war nämlich genau so. und ich wollte nie so werden wie sie.
wünsche Ihnen auch ein schönes wochenende
@herr grob: also, das würde ich doch niemals tun. nein. niemals nicht. ganz sicher.
seit jahren trage ich mein geld in der gesästasche, und hab noch nie etwas verloren, oder es hätte mir jemand auswärts etwas geklaut.
herr grob darf ich mich mit ihnen solidarisieren??
es war nicht die gesäßtasche, herr mape. das kind trug seine lieblings-camouflage-cargohose und steckte den geldbeutel in die tasche, die sich seitlich in kniehöhe befindet.
ich bleibe bei meiner aussage: ich war es nicht. und ohne meinen anwalt sage ich jetzt sowieso nichts mehr …
…hm CARGOhose…irgendwas sagt mir, dass die doch irgendwie zum transport für FRACHT gedacht ist…
der zusatz “dienstgut versichert” stand aber leider nicht drauf …