wi-der-lich

habe ich Ihnen schon mal gesagt, was das allerwiderlichste im ganzen universum ist? nein? ok, dann erfahren Sie es jetzt live und in farbe.
WARNUNG: wenn Sie zart besaitet sind, dann lesen Sie ab hier bitte nicht weiter.
es gibt wahrlich üble dinge. krabbeltiere in lebensmitteln sind beispielsweise äußerst ekelhaft. haare im abfluss gehören auch dazu. überhaupt ist der inhalt von abflüssen so ganz allgemein nicht besonders appetitlich. das thema hatten wir ja schon mal. und um verunreinigte oder schlimmstenfalls verstopfte WCs mache ich auch lieber einen großen bogen. aber das mit abstand allergrauenvollste ist ein kotzendes kind. hatte ich vorhin. konnte ich dummerweise auch keinen großen bogen drum herum machen.
himmelherrgottsakramentkreuzkruzifixhallelujah! ‘tschuldigung, aber das musste jetzt sein. ich bin so was von stinksauer. der sohn hat heute außerhäusig gespeist. ich weiß ja, dass er mit dem essen gelegentlich auf kriegsfuß steht. ich zwinge ihn aber nie, etwas zu sich zu nehmen, was er überhaupt nicht mag. bei nachbars war das anders. er musste essen, was auf den tisch kam. alles. wie der zwerg sagte, hat es ganz eklig geschmeckt. und zwischen schmeckt mir nicht und schmeckt eklig liegen bei ihm welten. ich bin seit elf jahren, neun monaten und einem tag seine mutter. ich kenne mein kind und weiß, wovon ich rede. jedenfalls musste er alles essen und vorhin netterweise alles wieder rauswürgen. und natürlich ging das so schnell, dass die tochter nicht mehr rechtzeitig das von ihr besetzte WC räumen konnte. das war vom feinsten. glauben Sie mir. die geräuschkulisse, der anblick, der gestank, das hat alles perfekt gepasst. ich hätte aus reiner sympathie am liebsten ebenfalls rückwärts gegessen. aber dazu hatte ich natürlich keine zeit. irgendjemand musste die schweinerei von boden, wand und waschmaschine ja schnellstmöglich wieder entfernen. ich war in dem moment wirklich dankbar für die erfindung der gummihandschuhe.
freunde, ich habe immer noch diesen widerlichen geruch in der nase und eine gepflegte gänsehaut am ganzen körper. ich gehe mal nachschauen, ob sich etwas hochprozentiges in der hausbar finden lässt. soll ja in so einem fall helfen.

Geschrieben von emily am 9. Dezember 2007 | Abgelegt unter gelebt |

9 Kommentare zu “wi-der-lich”

  1. noch ein Markusam 10. Dezember 2007 um 07:50 Link zum Kommentar

    nicht beneidenswert, wirklich nicht beneidenswert.
    :(
    ich finde es schon etwas widerlich wenn unser Hund das Auto fahren nicht verträgt, aber da kommen keine grossen Mengen raus …..

  2. herr axelam 10. Dezember 2007 um 09:37 Link zum Kommentar

    “himmelherrgottsakramentkreuzkruzifixhallelujah”, respekt für dieses herrliche wort.

  3. Unbekanntam 10. Dezember 2007 um 11:01 Link zum Kommentar

    ich würde mir die nachbarin zur brust nehmen - ich stopf in fremde kinder auch nichts rein - die können vorher probieren und wenn es nicht schmeckt dann sollen sie es lassen. gruß Polli

  4. crosaam 10. Dezember 2007 um 11:20 Link zum Kommentar

    stell der nachbarin doch den eimer mit dem inhalt der putzaktion vor die tür, sie sollte doch auch was davon haben….

  5. Justinaam 10. Dezember 2007 um 12:14 Link zum Kommentar

    1. Gut dass man bevor man Mutter wird nicht weiß, was einen alles so erwartet… Da könnte einen glatt der Mut verlassen.
    2. Die Nachbarin hat aber irgendwie nicht viel Erfahrung mit Kindern!
    3. Ich hoffe, der Herr Sohn hat in dieser Angelegenheit mal wieder gemerkt, dass er eine tolle Mutter hat, die ihn nicht zum Essen zwingt (wie andere Leute) und immer, also auch in den ihr unangenehmsten Situationen, für ihn da ist.
    Gute Woche, mit Weihnachtsduft und vielen appetitlichen Genüssen -> knackigen Äpfeln und so ;-)

  6. emilyam 10. Dezember 2007 um 12:35 Link zum Kommentar

    @markus: die menge hat sich gelohnt …

    @herr axel: das wort hat mir schon immer gefallen. ich benutze es nur nicht allzu oft :)

    @polli: bringt ja nix. freiwillig wird sich der sohn dort sowieso nie wieder zur nahrungsaufnahme niederlassen.

    @crosa: zu spät, das übel wurde umgehend weggespült, bevor sich der gestank noch weiter ausbreiten konnte.

    @justina:
    1. wie recht Sie haben!
    2. sie hat einen sohn. aber der ist wohl schon abgehärtet.
    3. ganz tief in sich drin weiß er das ja. er gibt es nur nicht so gern zu. aber welches kind tut das schon.
    mal schauen, was die woche bringt. vielleicht ist ja ein knackiger apfel dabei ;-) wünsche Ihnen ebenfalls eine schöne zeit.

  7. theBastianam 10. Dezember 2007 um 18:17 Link zum Kommentar

    Was hat denn eigentlich die Hausbar hergegeben?

  8. emilyam 10. Dezember 2007 um 19:47 Link zum Kommentar

    zwei sehr große schluck jackie waren noch da. jetzt ist die flasche leer und außer himbeergeist und billigem rum nix mehr da.

  9. theBastianam 10. Dezember 2007 um 21:56 Link zum Kommentar

    Na die Mischung machts doch, oder? ;-)

Einen Kommentar schreiben