Monatsarchiv für Dezember 2007

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das wochenende, zweiter teil

etwas ganz besonderes und unvergesslich schönes sollte der abend werden. die sache mit dem wichteln war meine idee und wurde deshalb auch komplett von mir organisiert: termin, lokal, lose fürs vorwichteln und als big surprise ein nikolaus mit prachtvollem gewand, der die päckchen verteilen und dabei ein paar worte über die beschenkten verlieren sollte. 

nikolaus.jpg

bis zuletzt hatte ich angst, dass irgendetwas schiefgeht. aber es klappte alles reibungslos. der auftritt des nikolaus, der in wirklichkeit ein ganz lieber kollege ist, war eine sehr gelungene überraschung und einfach sensationell. die geschenke erwiesen sich bei jedem als perfekt. in meiner tüte fanden sich die wohlduftenden badekugeln, die ich so sehr liebe, und das wörterbuch mann - deutsch, deutsch - mann. das lässt mich hoffen, dass ich Sie, meine herren, zukünftig besser verstehe. und auch sonst hat wirklich alles gepasst. das essen war ja so was von hervorragend und die stimmung eher ausgelassen als besinnlich, genau wie ich mir das vorgestellt hatte. so kam es dann auch, dass wir bis halb zwei lachend und singend zusammen saßen und niemand das bedürfnis verspürte, noch irgendetwas anderes zu unternehmen.
nächstes jahr, da wichteln wir ganz sicher wieder. es geistern auch schon ein paar schöne ideen durch meinen kopf …

Geschrieben von emily am 16. Dezember 2007 | Abgelegt unter gelebt, geknipst | 4 Kommentare

das wochenende, erster teil

gestern haben die alex und ich erneut bewiesen, dass es unmöglich ist, zusammen einen halbwegs normalen abend hinzukriegen. wir hätten nur zu h-blockx gehen wollen. doch ihre idee, vorher noch den weihnachtsmarkt zu besuchen, klang einfach zu gut. nach unserem knapp halbstündigen fußmarsch kamen wir allerdings nicht weit. schon am ersten stand trafen wir ein paar bekannte und gesellten uns zu ihnen. der glühwein duftete verführerisch und schrie förmlich danach, von uns genossen zu werden. und natürlich trinkt man den, so lange er heiß ist. weil es wirklich eine bitterkalte nacht war, musste das also schnell gehen. es folgte der zweite, der dritte und schließlich der vierte. wir fühlten uns prächtig und inzwischen auch wohlig gewärmt. die zeiger der uhr rückten stetig voran. es war an der zeit zum aufbruch. ganz beschwerdefrei funktionierte das laufen allerdings nicht mehr. war uns egal. kichernd und prustend und ganz dringend auf die pipibox müssend, stolperten wir durchs städtchen bis zur bigBOX, erledigten schnell das nötige geschäft, gaben die jacken ab und holten erst mal was zu trinken … bier und weinschorle, was sonst. in der kultBOX war es ziemlich voll. die vorband, deren name mir leider schon wieder entfallen ist, spielte bereits und rockte echt gut. dann erschienen die jungs von h-blockx. wow, das war mal richtig geil. ich bin fleißig rumgehüpft und habe getanzt, bis mir die füße weh taten. allererste sahne war das. nach dem konzert ging es per taxi nach hause. zu fuß hätten wir das in unserem zustand nicht mehr hingekriegt. und nun äußerte die alex tatsächlich bedenken, ob sie es schaffen würde, um viertel vor sechs aufzustehen und zum snowboarden zu fahren. ich hätte ja zu gern ausgeschlafen, versprach ihr aber, dass ich meinen wecker stelle, rechtzeitig einen kontrollanruf tätige und notfalls sogar vorbeikomme. so wurde es dann wieder eine weniger schöne und kurze nacht. aber was tut man nicht alles für gute freunde.
wie der heutige abend aussehen wird, das ist noch nicht ganz klar. zunächst wird gewichtelt. das steht fest, und darauf freue ich mich ganz besonders. ob wir danach wie geplant ins PT gehen oder nur in eine bar oder nach hause … keine ahnung. Sie erfahren es morgen.

Geschrieben von emily am 15. Dezember 2007 | Abgelegt unter gelebt | Keine Kommentare

was bin ich wieder ungeduldig

der erste termin fürs nächste jahr steht. gerade habe ich beim friseur angerufen. leiderleiderleider ist der mir empfohlene haarabschneider erst mitte februar wieder verfügbar. weil ich nicht so lange warten will und das als überaus ungeduldiger mensch auch gar nicht kann, habe ich mich für die juniorchefin des ladens entschieden. die wird sich hoffentlich sehr viel mühe geben, mich gut beraten und etwas hübsches aus meinem kopf machen. jetzt muss ich nur noch bis zum zweiten januar warten. och menno, das ist noch so lange …

Geschrieben von emily am 14. Dezember 2007 | Abgelegt unter geplant | 2 Kommentare

versteh ich nicht

Eine Reihe von Krankheiten, z.B. trophoblastische Erkrankungen und einige nicht-trophoblastische neoplastische Erkrankungen, wie z.B. Hodenkrebs, Prostatakrebs, Brustkrebs und Lungenkrebs rufen erhöhte hCG-Werte hervor. Folglich kann ein positives Testergebnis nicht als Schwangerschaft eingeschätzt werden, solange solche Krankheitsbilder nicht ausgeschlossen sind.

so steht es auf dem beipackzettel eines schwangerschafts-frühtests. muss ich das verstehen? benutzt die moderne medizin solche tests etwa zur früherkennung von hodenkrebs? oder warum sonst sollten männer überhaupt einen schwangerschaftstest anwenden?
das war übrigens nicht mein test. mir wurde nur das zettelchen auf den schreibtisch gelegt. Sie brauchen also gar nicht erst anfangen, sich gedanken über wohlklingende vornamen zu machen. ich habe nicht die absicht, mich ein weiteres mal fortzupflanzen :D

Geschrieben von emily am 14. Dezember 2007 | Abgelegt unter gelebt | Keine Kommentare

irgendwann …

… wollte ich es Ihnen zeigen, das kleine schwarze. bitteschön.

das_kleine_schwarze1.jpg

Geschrieben von emily am 12. Dezember 2007 | Abgelegt unter geknipst | 25 Kommentare

vermisstenanzeige

meine schmerzen sind weg. richtig ganz vollständig weg. ich bin gerade ein halbes stündchen durch die vom schnee erhellte nacht spaziert. dabei habe ich sie verloren. der ehrliche finder wird höflichst darum gebeten, mit ihnen zu machen, was er will. nur zurückbringen soll er sie auf gar keinen fall und überhaupt niemals nicht.

hach, das fühlt sich aber gut an, wenn das klopfen in der rechten schädelhälfte nicht mehr da ist. richtig schlimm war das heute. das allgemeine unwohlsein und ein gewisser hang zur übelkeit kamen ja erschwerend noch dazu. doch wenn man dann denkt, dass es zu hause schön ruhig ist …
da lag ich nun mit meiner kuscheldecke zusammengerollt auf der couch und versuchte, über nichts nachzudenken. schon gar nicht über den sinn des lebens, des universums und so weiter. ich wollte schlafen und einfach nichts mehr von dem ganzen elend mitkriegen. zuerst erschienen die hausmeister, um die siebenundzwanzig matschigen schneeflocken, die bis dahin vom himmel gefallen waren, wegzuräumen. nach dem lärmpegel zu urteilen, müssen sie mit schwerem geschütz unterwegs gewesen sein. als ich dachte jetzt wird es ruhig, polterte die putzkolonne heran. die schafften es ganz vortrefflich, ihre wischdinger in unregelmäßigem rhythmus mit dem treppengeländer kollidieren zu lassen, was akkustisch natürlich im ganzen haus zu vernehmen war. etwas später rollte erneut das hausmeistergeschwader an. denen muss heute furchtbar langweilig gewesen sein. wenn richtig viel schnee liegt, dann lässt sich von dem überbezahlten pack keiner blicken. aber heute, da wollten sie mal allen zeigen, was für prachtvolle und pflichtbewusste kerle sie sind. in mir kam zu dem zeitpunkt ein gewisses verständnis für amokläufer auf. ehrlich. in solchen situation kann bleihaltige luft eine durchaus vertretbare lösung sein. nun gut, es wurde dann doch irgendwann still. irgendwann, als die nachbarn über mir nichts mehr zu hämmern hatten. ich könnte wetten, dass an allen anderen tagen, wenn ich kerngesund und gutgelaunt im büro sitze, eine oscarverdächtige grabesstille im und ums haus herrscht. wenn das mir vorbestimmte schicksal jemals wieder solch beschissene bösartige schmerzen für mich bereit hält, dann könnte es diese ja vielleicht an einem der ruhigen tag vorbeibringen. noch einfacher wäre es natürlich, wenn ich zukünftig von weiteren attacken verschont bleibe. wo kann man denn einen antrag auf schmerzfreiheit stellen?

genug des unsinns. es folgt noch eine kleine ankündigung in eigener sache. ich wollte Ihnen vor einiger zeit etwas zeigen. leider musste ich es auf irgendwann verschieben. morgen ist irgendwann. also kommen Sie doch irgendwann morgen bitte wieder.

Geschrieben von emily am 11. Dezember 2007 | Abgelegt unter gelebt | 7 Kommentare

keine weiteren fragen

zumindest heute nicht.
kinder zur schule bringen. wieder nach hause fahren. rollläden unten lassen. vielleicht noch mal eine aspirin. couch. kuscheldecke.
einen neuen kopf auf den wunschzettel schreiben.

Geschrieben von emily am 11. Dezember 2007 | Abgelegt unter gelebt | 11 Kommentare

wi-der-lich

habe ich Ihnen schon mal gesagt, was das allerwiderlichste im ganzen universum ist? nein? ok, dann erfahren Sie es jetzt live und in farbe.
WARNUNG: wenn Sie zart besaitet sind, dann lesen Sie ab hier bitte nicht weiter.
es gibt wahrlich üble dinge. krabbeltiere in lebensmitteln sind beispielsweise äußerst ekelhaft. haare im abfluss gehören auch dazu. überhaupt ist der inhalt von abflüssen so ganz allgemein nicht besonders appetitlich. das thema hatten wir ja schon mal. und um verunreinigte oder schlimmstenfalls verstopfte WCs mache ich auch lieber einen großen bogen. aber das mit abstand allergrauenvollste ist ein kotzendes kind. hatte ich vorhin. konnte ich dummerweise auch keinen großen bogen drum herum machen.
himmelherrgottsakramentkreuzkruzifixhallelujah! ‘tschuldigung, aber das musste jetzt sein. ich bin so was von stinksauer. der sohn hat heute außerhäusig gespeist. ich weiß ja, dass er mit dem essen gelegentlich auf kriegsfuß steht. ich zwinge ihn aber nie, etwas zu sich zu nehmen, was er überhaupt nicht mag. bei nachbars war das anders. er musste essen, was auf den tisch kam. alles. wie der zwerg sagte, hat es ganz eklig geschmeckt. und zwischen schmeckt mir nicht und schmeckt eklig liegen bei ihm welten. ich bin seit elf jahren, neun monaten und einem tag seine mutter. ich kenne mein kind und weiß, wovon ich rede. jedenfalls musste er alles essen und vorhin netterweise alles wieder rauswürgen. und natürlich ging das so schnell, dass die tochter nicht mehr rechtzeitig das von ihr besetzte WC räumen konnte. das war vom feinsten. glauben Sie mir. die geräuschkulisse, der anblick, der gestank, das hat alles perfekt gepasst. ich hätte aus reiner sympathie am liebsten ebenfalls rückwärts gegessen. aber dazu hatte ich natürlich keine zeit. irgendjemand musste die schweinerei von boden, wand und waschmaschine ja schnellstmöglich wieder entfernen. ich war in dem moment wirklich dankbar für die erfindung der gummihandschuhe.
freunde, ich habe immer noch diesen widerlichen geruch in der nase und eine gepflegte gänsehaut am ganzen körper. ich gehe mal nachschauen, ob sich etwas hochprozentiges in der hausbar finden lässt. soll ja in so einem fall helfen.

Geschrieben von emily am 9. Dezember 2007 | Abgelegt unter gelebt | 9 Kommentare

waschen, schneiden, föhnen

heute nacht war ich beim friseur. das ergebnis sah im traum wirklich gut aus. ich muss noch mal ganz ernsthaft darüber nachdenken …

Geschrieben von emily am 9. Dezember 2007 | Abgelegt unter gelebt | 6 Kommentare

dialog zwischen tür und angel

alex: was machst du nächsten freitag?
ich:   nix.
alex: dann halt dir mal den abend frei.
ich:   fotosession?
alex: nö, dein weihnachtsgeschenk.
ich:   ähm … ja … weihnachtsgeschenk?
alex: big party.
ich:   in KE?
alex: ja.
ich:   *grübel*
alex: *grins*
ich:   kultBOX?
alex: *noch mehr grins*

Geschrieben von emily am 9. Dezember 2007 | Abgelegt unter gelebt | Keine Kommentare

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