ich bin ein paar mal ganz schön erschrocken, und zeitweise waren meine nerven überfordert, weil sie mit etwas furchtbar bösem rechneten, was dann doch auf sich warten ließ. die kurze interpretation von I shut the sheriff fand ich äußerst amüsant. richtig überwältigt war ich von der darstellung new yorks drei jahre nach der auslöschung fast allen menschlichen lebens. will smith spielte die rolle sehr gut, und seine morgendliche körperertüchtigung bescherte der welt einen appetitlichen anblick. aber wird aus all diesen zutaten ein wirklich guter film? dass die story recht einfach gestrickt ist, wusste ich vorher. hätte man mehr daraus machen können? ja, hätte man. ein bisschen mehr rückblick wäre wünschenswert gewesen. der eigentliche ausbruch der seuche hat mir gefehlt. und bei aller liebe zu realitätsferne … es mag ja sein, dass new york über so viele tankstellen verfügt, dass der sprit drei jahre lang reicht, um täglich durch die (un)tote metropole zu heizen. aber wie wahrscheinlich ist es denn, dass die stromversorgung noch funktioniert? oder hatte der herr smith im keller einen dieselbetriebenen notstromgenerator, um sein schlepptop aufzuladen und das forschungslabor zu betreiben? von der mutantenabwehrenden verbarrikadierung des hauses rede ich besser gar nicht erst. da wurde es dem hauptakteur für meinen geschmack ein bisschen zu einfach gemacht. nun ja, alles in allem war es eine recht spannende und optisch beeindruckende spätvorstellung im fast vollen kino. der film hat meine erwartungen trotzdem nicht erfüllt.
kommen wir zur vergabe der EMIs. theoretisch könnte ich I am legend vier davon verleihen. einen muss ich auf jeden fall abziehen, weil das gesamtkonzept stellenweise schlecht durchdacht war. es geht aber noch ein weiterer verloren, weil mir eine sache überhaupt nicht gefallen hat: die “göttliche botschaft”. sie sickerte zwar nur kurz durch, war aber so was von fehl am platz, dass ich einzig und allein deshalb noch mal einen ganzen punkt verweigern muss. damit bleiben drei von fünf EMIs und die hoffnung, dass es nächstes wochenende besser wird.
Schade
(
Ich werde mir am Freitag ein eigenes Bild machen und am Samstag den selben Film sehen, wie Sie!
Ihnen eine schöne Woche!
ich wünsche spannende kinoabende und ebenfalls eine schöne woche
Den Film möchte ich mir auch mal ansehen. Nur meine Freundin zweifelt noch etwas. Sie ist in der Beziehung etwas schreckhaft. Aber ich glaube der Film ist frauenkompatibel, oder?
@ronnie
die Augenzuhalteszenen sind anders als der Film in den Vorschauen vielleicht suggeriert hat IMHO eher wenige. Ich scheine einer der wenigen zu sein die der Film an der Hand genommen hat und verzaubert. Verzaubert bis lange nach dem Abspann….
@ronnie: wie definiert man denn frauenkompatibel??? *grübel*
es gibt kein gemetzel und nur ganz wenig blut. das wird sich Ihre freundin schon anschauen können.
@crosa: stimmt, es gibt relativ wenige szenen, in denen man sich die augen zuhalten will, und dann auch nur, weil man etwas schlimmes erwartet. bezüglich brutalitätsfaktor ist der film eher harmlos.
Ha! Genau meine Rede! Woher kommt der Strom? Woher kommt das fließende Wasser? Eigentlich eine feine Sache, so ein New York ohne Menschen, oder? Kommt einem Selbstbedienungsladen gleich.
(Obwohl ich ihn trotzdem ganz schön gruselig fand. Ich bin halt in der Beziehung ein richtige Mädchen…).
new york ohne menschen … wenn nur die mutanten nicht wären.
ich glaube übrigens, dass die jungs den film auch gruselig finden. die geben es bloß nicht zu.
Als Kind habe ich die Verfilmung mit Charlton Heston gesehen, an was ich mich erinnere sind dir subtilen Grausamkeiten, die unterschwellige Angst, die Erwartung das gleich irgendwas Schlimmes passieren muss. Werde mir, wohl auch deshalb
, den Film erst auf DVD anschauen.
Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Omega-Mann
“unterschwellige angst”, das trifft es perfekt. wirklich viel passieren tut ja in dem film nicht. aber die angst wird einfach geschürt, vielleicht auch deshalb, weil man aus anderen filmen mehr üble szenen gewöhnt ist.