Monatsarchiv für April 2008

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projekt 52, woche 17: mein hobby

es ist montag, und ich habe das foto für das wochenthema mein hobby schon fertig. bin ich gut? ok, ich muss zugeben, dass das auch nicht allzu schwer war. schließlich habe ich den tag zu hause mehr oder weniger vergammelt und konnte mir in aller ruhe gedanken dazu machen und knipsen.
es gibt nichts, was ich für mich persönlich als hobby bezeichnen möchte. in meiner knapp bemessenen freizeit bleibt nun mal nicht viel raum für spielereien. aber es gibt schon einiges, was ich sehr gern mache. stellvertretend dafür stehen die folgenden schnappschüsse.
oben links das karierte röckchen, weil ich es sehr oft trage, wenn ich mit freunden auf “nachtstreife” unterwegs bin. oben rechts ein stapel lesestoff, ein mal querbeet durch die verschiedensten genres. unten links der tacho meines heimtrainers als symbol für gelegentliche körperliche exzesse. unten rechts der zeichenblock und zwei stifte, schon viel zu lange unbenutzt.

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Geschrieben von emily am 21. April 2008 | Abgelegt unter projekt 52 | 5 Kommentare

auf und nieder, immer wieder

theoretisch müsste ich jetzt im büro sitzen. praktisch bin ich aber zu hause, weil die tochter bauchweh hat und mit übelkeit kämpft. das verschafft mir ein bisschen zeit, um Ihnen von gestern zu erzählen.
gestern war ich zu gast bei einer erstkommunion. es handelte sich gleichzeitig auch um meine erste kommunion, der ich beiwohnen konnte. ich selber wurde nicht getauft, meine kinder auch nicht. so kam ich bisher nicht in den “genuss” eines solchen spektakels und wusste nur vom hörensagen, was da abgeht. und so stand ich mit meinen kindern vor der basilika des städtchen, ließ mir die sonne aufs gemüt scheinen und empfand innerlich tiefste abscheu vor dem, was sich mir optisch aufdrängte. freunde, NIEMALS hätte ich es fertig gebracht, meine tochter in so ein dämliches weißes kleid zu stecken. wenn die prinzessin eine angehörige der katholischen kirche wäre, dann hätte sie zu diesem ereignis ganz sicher etwas völlig anderes angezogen. wahrscheinlich wäre sie als miniaturausgabe ihrer mutter in einem PT-tauglichen gewand erschienen. vielleicht auch irgendwie ein bisschen festlich. aber auf gar keinen fall in so einem kleinen brautkleid und mit hochgesteckten haaren. und wissen Sie was? meine tochter fand das ganze genauso abscheulich wie ich. nun denn, wir schritten also in die kirche, nahmen platz auf unserer reservierten bank und begannen zu frieren. es war wirklich arschkalt in diesen alten gemäuern. und glauben Sie mir, ich war vernünftig angezogen, mit jeans und jacke. eine stunde lang galt es durchzuhalten. aufstehen, orgelklänge, ein gebet, hinsetzen, eine rede, aufstehen, ein lied, hinsetzen, eine rede, orgelklänge, wieder aufstehen, ein lied, vorsichtig in die runde schauen, ob außer mir noch andere das mitsingen verweigern, beruhigt feststellen, dass ich nicht die einzige bin, hinsetzen, zuhören, nur bahnhof verstehen, orgelklänge, noch mal aufstehen, ein bisschen wackelig auf den beinen sein, immer mehr frieren, heimlich das handy aus der tasche holen und eine SMS schreiben, noch mal ein lied, noch mal nicht mitsingen, auch kein vaterunser beten, noch mal froh sein, dass ich nicht die einzig schweigsame bin, noch mehr froh sein, dass mir das gegenseitige händegeschüttel erspart bleibt, hinsetzen, die vor kälte fast schon blau angelaufenen finger betrachten, aufstehen und so weiter. mag ja sein, dass das alles so seine richtigkeit hatte und die katholisch gläubigen das echt toll fanden. dafür, dass so eine kommunion etwas schönes sein soll, war mir das aber viel zu schwermütig. ein gospelchor, das hätte mir gefallen und wäre der stimmung sicher zuträglich gewesen. ein bisschen in die hände klatschen, damit dem körper und vielleicht sogar der seele warm wird. eine kleine andekdote ins mikrophon geplappert, bei der das publikum lacht und sich auf die schenkel klatscht. warum kann die katholische kirche das nicht? warum muss das so trübselig ablaufen, wenn es etwas ganz großartiges sein soll? nach einer stunde war es geschafft, und wir konnten wieder raus in die frühlingssonne, die uns gestern aufs vorzüglichste verwöhnte. nach fotosession und mittagsmahl saßen wir im garten. ohne jacke und mit entblößten schultern handelte ich mir zwar gleich wieder eine leicht gerötete haut ein, aber das gastspiel der sonne war einfach zu verlockend, um im schatten zu verharren. und so verlief der rest des tages dann doch noch sehr angenehm. amen.

Geschrieben von emily am 21. April 2008 | Abgelegt unter gelebt | 7 Kommentare

da soll noch mal einer sagen, dass …

… ich eine schlechte mutter bin und meine bedürfnisse vor die der kinder stelle.
am vormittag brachte ich einen kleinen übernachtungsgast nach hause und wollte danach für selbigen ein geschenk für die morgige kommunion kaufen. die tochter war mit dabei. und da fragte sie mich so, was sie denn überhaupt anziehen soll. naja, generell hatte ich da schon meine vorstellungen, die ich ihr auch mitteilte. doch dann kam die nächste frage. die nach den schuhen. ach du scheiße, dachte ich mir. die prinzessin hat doch nur winterschuhe und turnschuhe. neue sind erst nächsten monat im budget enthalten. aber weder mit den einen noch mit den anderen kann sie morgen in die kirche gehen. wie sieht das denn aus!?! wir mussten also schuhe kaufen. war auch gar nicht schwer, denn gleich die ersten von mir auserwählten gefielen und passten. fein.
und was hat das mit meinen bedürfnissen zu tun? das geld hatte ich für heute nacht reserviert, weil ich das dringende bedürfnis verspürte, mich außerhäusig zu amüsieren. aber: kein geld = kein PT = keine party. wenn also nicht ein kleines wunder in form eines lottogewinns geschieht, bin ich in meiner hütte anzutreffen. wer nichts besseres geplant hat, darf gern mit einer flasche martini vorbeikommen.

Geschrieben von emily am 19. April 2008 | Abgelegt unter gelebt | 3 Kommentare

projekt 52, woche 16: geheime orte

Was versteht man nun unter geheimen Orten? Eigentlich ganz klar. In der Ausbildung zur Erzieherin haben wir oft über geheime Orte von Kindern gesprochen, wo sie heute sind, wo wir uns damals gerne aufgehalten haben. Im Prinzip geht es also darum entweder nochmal in die eigene Kindheit oder in die Erinnerung der eigenen Kinder einzutauchen und herauszufinden, wo man sich früher gerne herumgetrieben hat, wovon Eltern nicht unbedingt wussten. 

ein schwieriges thema war das diese woche: geheime orte. in meiner kindheit gab es so etwas nicht. und selbst wenn, so wohne ich inzwischen viel zu weit weg, um schnell mal ein foto machen zu können. dafür gibt es ihn jetzt, einen platz, von dem niemand wissen darf, dass ich mich dort aufhalte. es ist ein turm mit dicken mauern und einer tür, die immer für mich offen ist. diesen turm kann man nicht wirklich sehen. er existiert nur in meinem kopf. trotzdem ist er der schönste ort überhaupt, weil ich mich dort unglaublich wohl fühle.
nun kann ich von etwas real nicht vorhandenem allerdings kein foto machen. aber muss es denn überhaupt ein platz sein, an dem ICH mich verkrieche? wie wäre es mit einem ort, an dem ich ETWAS verstecke?

projekt52_16.jpg

Geschrieben von emily am 18. April 2008 | Abgelegt unter projekt 52 | 9 Kommentare

lust auf eine schneeballschlacht?

ich trag’s mit fassung, erfreue mich an dem frischen weiß und lasse mich von schneeflocken küssen. das verringert den ärger über ungeräumte straßen und gehwege zumindest ein bisschen.

schnee_im_april.JPG

Geschrieben von emily am 16. April 2008 | Abgelegt unter geknipst | 8 Kommentare

der ganz normale wahnsinn

05:45 aufstehen, frühstück, brotzeit, kinder, ausflug ins bad
07:10 aufbruch, kinder unterwegs absetzen, bank überfallen
07:33 im büro aufschlagen
16:37 feierabend, tochter abholen, nach hause fahren, pakete ins auto werfen und zur post bringen, ein bisschen wurst und zur abwechslung mal ein frisches brot vom bäcker holen, abendessen, geschirrberg bewältigen
18:30 aufbruch zur eigentümerversammlung
22:54 wieder zu hause, emails lesen und beantworten, überweisungen tätigen, ausflug ins bad, nachdenken, noch mehr nachdenken, diesen beitrag schreiben
jetzt ins bett gehen

Geschrieben von emily am 15. April 2008 | Abgelegt unter gelebt | 4 Kommentare

dumdidum dumdidum

um kleine fiese würmchen in form von sich durch die gehörgänge schlängelnde und im hirn festfressende musik geht es heute. der gemeine ohrwurm soll das thema der dienstagsfrage sein, weil ein solcher aktuell in meinem kopf sein unwesen treibt und mir die ganze zeit let it die von den foo fighters vorträllert. nennen Sie auch so einen plagegeist Ihr eigen? was lässt er denn durch Ihren kopf dröhnen? oder sind Sie im moment vielleicht beschwerdefrei?

Geschrieben von emily am 15. April 2008 | Abgelegt unter gefragt | 12 Kommentare

wahre worte

er ist ein netter kerl, der sich als idiot tarnt.
lexy grey über alex karev

Geschrieben von emily am 14. April 2008 | Abgelegt unter gehört, gesehen | Keine Kommentare

fünftausendneunundzwanzig

ich hab’s verpasst. mein gesichtsausdruck war sicher ähnlich dem des papstes, wenn ihm jemand glaubhaft versichert, dass der weihnachtsmann das christkind geschwängert hat.
so ein mist aber auch. ich habe den fünftausendsten kommentar verpasst. den wollte ich doch feiern. und nun bin ich schon neunundzwanzig drüber. ob ich wohl trotzdem eine flasche sekt köpfen darf? feiert jemand mit?
danke für Ihre lustigen, interessanten, nachdenklich stimmenden, anspornenden, mitfühlenden, tröstenden wortmeldungen. sie machen meine welt so viel bunter und schöner :)

Geschrieben von emily am 14. April 2008 | Abgelegt unter gelebt | 4 Kommentare

auf die plätze, fertig, peng!!!

kids run nannte sich das spektakel, mit dem ich mir zusammen mit den kindern den heutigen vormittag vertrieb, und stellte die eröffnung des halbmarathons unseres städtchens dar. die anmeldung dafür hatte ich über die schule erledigt und auch schon die startgebühr von fünf euronen pro kind abgedrückt. dafür erhielt jeder ein knallig gelbes t-shirt und eine sporttrinkflasche für den großen durst nach dem rennen. aufgeteilt in drei altersgruppen, die ältesten vorn und die zwerge ganz hinten, konnte es also losgehen. der startschuss für die strecke von fünfhundert metern fiel um elf uhr. zeiten wurden keine gestoppt. es ging nur um den spaß an der sache und das durchhalten. dass meine zwei bis ins ziel kommen würden, daran hatte ich natürlich nicht gezweifelt. dass der sohn aber gleich danach sein asthmaspray braucht, hat mich doch irritiert. zum glück hatte ich es dabei. während ich es aus der tasche herauskramte, verlor ich die tochter allerdings aus den augen, die dann auch prompt verschwand. ich hatte noch gesehen, wie man ihr eine medaille umhängte, und schon war sie weg, verschlungen von einem knallig gelben meer. mir war schon klar, dass sie mich sucht und ich mich deshalb keinen halben millimeter vom fleck rühren sollte. wenn zwei sich suchen, dann wird das ja meistens nix. einfach stehen bleiben konnte ich aber auch nicht. welche mutter kann das schon, wenn ihr ein kind abhanden kommt. ich erteilte dem sohn den befehl, an genau der stelle zu bleiben, wo er sich aktuell befand, hastete los und verfluchte zum ersten mal seit keineahnungwann die hochhackigen schuhe. was hatte ich mir nur dabei gedacht, diese dinger anzuziehen? hatte ich mir überhaupt etwas dabei gedacht? ja, hatte ich. schließlich war ich als zuschauer unterwegs. außerdem kann einem ja sonstwer über den weg laufen. da muss ich doch hübsch angezogen sein. ich stakste also so schnell es ging zum startpunkt, denn mein kopf sagte mir, dass die prinzessin vielleicht dort nach mir ausschau halten könnte. ich an ihrer stelle hätte das zumindest getan. aber natürlich konnte ich sie nirgends entdecken. das wäre ja auch zu einfach gewesen. im zick-zack-parcour bewegte ich mich durch die menschenmenge zurück zum ziel. und was sah ich dort? nichts. der sohn war nun auch nicht mehr da. nur die tatsache, dass ich mir dabei wahrscheinlich die schönen schuhe ruiniert hätte, hinderte mich daran, irgendwo dagegen zu treten. und nun tat ich das einzig richtige. anstatt zwei kinder zu suchen, blieb ich wie angewurzelt stehen und wartete. nach ein paar minuten kam der sohn mit strahlendem gesicht auf mich zu, direkt hinter ihm die tochter mit leicht wässrigen augen, was mir die bereits zurechtgelegte standpauke natürlich komplett versaute. egal. sie waren beide wieder da. zwei glückliche kinder, eine glückliche mama, glänzende medaillen, ein bisschen frühlingssonne, alles wieder gut :)

Geschrieben von emily am 13. April 2008 | Abgelegt unter gelebt | 4 Kommentare

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