projekt 52, woche 19: meine lieblingsgeschichte

um meine lieblingsgeschichte geht es diesmal beim projekt 52. eingefallen ist mir dazu sofort ein buch aus kindertagen, ein kleines biberkind von nils werner. am weiher, der fast vor meiner haustür liegt, fand ich auch die passenden motive für die optische umsetzung. hier war es allerdings ein ausgewachsenes exemplar der gattung castor fiber, welches den baumbestand dezimierte. der nager ist zwar weitergezogen, die spuren seiner einstigen anwesenheit sind aber immer noch deutlich sichtbar.

Im Wald, wo klares Wasser rinnt,
wächst Bibi auf, das Biberkind.
Es wohnt am selbstgebauten Teich.
Sein Biberfell ist braun und weich.

Die Schneidezähne sind so scharf,
daß er schon Bäumchen fällen darf.
Die Großen fällen Stamm für Stamm
und bauen einen festen Damm.

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Sogar der Bibervater lacht,
wenn Bibi seine Späße macht.
Er schlägt im Wasser Purzelbaum,
so schnell und oft, man glaubt es kaum.

Er malt ein Bildchen in den Sand
und nagt ins Holz ein Musterband,
doch einer schimpft und kratzt sein Kinn:
Er hat nur dummes Zeug im Sinn!

Und einmal, weil er albern war,
gibt er das Zeichen für Gefahr.
Er klatscht aufs Wasser mit dem Schwanz
und sagt: “Ich bitte euch zum Tanz!”

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Der größte Biber ruft empört:
“Wer nur aus Spaß Gefahr beschwört,
der muß für immer von uns gehn.
Verschwinde, laß dich nie mehr sehn!”

Er singt: Es ist so schön allein,
jetzt muß ich nie mehr artig sein.
Ich tue nur noch, was ich mag
und bin vergnügt den ganzen Tag.

Er fragt den Hasen und gas Reh:
“Wer schwimmt mit mir im blauen See?”
Doch alle Tiere sagen: “Nein,
wir können’s nicht, schwimm du allein.”

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Auch wenn er schöne Späße macht,
was hilft es ihm, wenn keiner lacht?
Er spürt: Alleinsein bringt kein Glück
und sehnt sich nach dem Teich zurück.

Im Bach ist fast kein Wasser drin,
und Bibi murmelt vor sich hin:
Das Wasser fließt nicht, seh ich recht?
Dann geht es allen Bibern schlecht!

Er läuft besorgt am Bach entlang
und hört entfernten Plätscherklang.
Er sieht, daß sich das Wasser staut,
weil Holz und Laub den Weg verbaut.

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Damit das Wasser fließen kann,
fängt Bibi mit der Arbeit an.
Er müht sich ab und schafft für zwei.
Da kommt die Biberschar herbei.

Die alten Biber loben ihn.
Sein dummer Streich wird ihm verziehn.
Denn seine gute Tat beweist:
In Bibi steckt ein kluger Geist.

Jetzt schwimmt er wieder froh umher,
an seinen Streich denkt niemand mehr.
Doch jeder ist erfreut und lacht,
wenn Bibi kluge Späße macht.

Geschrieben von emily am 12. Mai 2008 | Abgelegt unter projekt 52 |

Ein Kommentar zu “projekt 52, woche 19: meine lieblingsgeschichte”

  1. Daniam 30. November 2008 um 20:55 Link zum Kommentar

    hi, das war auch mein Lieblingsbuch…mein Vater konnte es heute noch…er hatte es vor kurzem seinem Enkel vorgetragen (er ist 14 Monate) das war echt lustig. Nun suche ich dieses Buch.
    Herzliche Grüße aus Hannover
    Daniela

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