blütenwoche, dritter tag.
so ein epiphyllum ist ein sehr hässliches gewächs. ich erspare mir seinen anblick fast das ganze jahr, indem ich es im schlafzimmer hinter der gardine verstecke. eigentlich soll man das ja nicht machen. schließlich haben pflanzen, so wie menschen, eine seele und empfinden tiefen schmerz, wenn man sie durch missachtung straft. sie gehen dann auch schnell mal ein. nicht so mein blattkaktus. dem schenke ich nämlich im mai immer ganz besonders viel aufmerksamkeit und liebe, weil er dann blüht. und das tut er so schön, dass er in dieser zeit sogar auf den mir heiligen balkon darf - ein privileg, das sonst so gut wie keine zimmerpflanze genießt. wenn ich nachmittags draußen sitze, dann schaue ich ihn ganz hingebungsvoll an und rede manchmal sogar mit ihm. leider halten die blüten nur etwa drei bis vier tage. aber sie öffnen sich nicht alle gleichzeitig, so dass ich trotzdem länger etwas davon habe.
und nun zum foto. den kamerafreaks unter Ihnen sei gesagt, dass ich nichts besseres als eine olympus camedia C-160 zur verfügung habe. und die hat ein mittelschweres problem mit roten objekten. ohne blitz wird die farbe dunkler als in echt. mit blitz sieht das zwar viel besser aus, dann schafft sie es aber nicht, die einzelnen blütenblätter richtig voneinander abzugrenzen. sie verschwimmen ein bisschen ineinander. trotzdem habe ich mich für die mit-blitz-variante entschieden, weil auf dem bild die röhre so schön leuchtet.
genug gelabert. schauen Sie sich das ergebnis einfach an.

Typisch für Kakteen. Sehen normalerweise nach nichts aus, aber wenn sie blühen dann ist das immer besonders schön.
das ist wohl der reine fortpflanzungstrieb. um so schöner sie blühen, um so mehr insekten kommen. bienen und blumen … da war doch noch was