wie sag ich’s meinem mann?

noch ist er mein mann. noch. seit drei jahren und zehn monaten befinde ich mich im zustand getrennt lebend. das reicht jetzt wirklich. seit heute liegen die ersten unterlagen für den antrag auf PKH (prozesskostenhilfe) bei der anwältin. wenn die zusammenstellung aller versicherungen bei mir eingetrudelt ist, werden papierstapel und antragsformular dem amtsgericht vorgelegt. unabhängig davon, ob mir die finanzielle unterstützung gewährt wird oder nicht, läuft dann das “verfahren” an. schlimmstenfalls bleiben die kosten fast komplett an mir hängen. egal. das kriege ich auch noch irgendwie hin. ich möchte um nichts streiten und hoffe, dass die gegenseite das gleiche anstrebt: eine schnelle, komplikationsfreie und möglichst preiswerte scheidung.
theoretisch könnte ich es jetzt der kanzlei überlassen, meinen zukünftigen ex über die von mir getroffene entscheidung in kenntnis zu setzten. das halte ich allerdings für keine gute idee. schließlich reden wir miteinander. da sollte ich ihm das schon selber sagen. aber wie? das thema scheidung stand bisher noch nicht zur diskussion. hm, bei dem gedanken habe ich ehrlich gesagt ganz schön bauchweh …

Geschrieben von emily am 28. Mai 2008 | Abgelegt unter gelebt |

15 Kommentare zu “wie sag ich’s meinem mann?”

  1. liloam 28. Mai 2008 um 20:11 Link zum Kommentar

    Hallo Frau Emily,
    das kann ich gut verstehen! Mir würde das auch nicht gerade leicht fallen, vor allem wenn dieses Thema noch nicht im Raum stand. Andererseits wird sich Ihr zukünftiger Ex-Mann wohl nicht wirklich der Illusion hingegeben haben, dass Sie für immer den Status “getrennt lebend” innehaben möchten, oder?
    Trotz allem schöne Grüße!

  2. Thomasam 28. Mai 2008 um 20:27 Link zum Kommentar

    liest ihr mann evtl. als erstes davon? hier?

  3. Wortteufelam 28. Mai 2008 um 20:47 Link zum Kommentar

    Ich drücke die Daumen.

  4. emilyam 28. Mai 2008 um 21:22 Link zum Kommentar

    @lilo: ich denke auch, dass er nicht mit dieser illusion lebt. trotzdem wird das für ihn wohl erst mal ein schock werden. ich sage ja nicht, dass ich über eine scheidung nachdenke, sondern stelle ihn vor vollendete tatsachen. andererseits … das ist ein wesenszug von mir, den er kennen sollte. schöne grüße zurück.

    @thomas: darüber habe ich echt noch nicht nachgedacht. *grübel*

    @wortteufel: dankeschön :)

  5. Ronnieam 28. Mai 2008 um 21:42 Link zum Kommentar

    Ich denke, Sie werden sich anschließend viel besser fühlen, wenn sich ihr aktueller Status dahingehend ändert. Machen Sie es kurz und schmerzlos. Ich denk an Sie.

  6. e-leo1969am 28. Mai 2008 um 21:45 Link zum Kommentar

    Denke, dass ist der richtige Weg. So kann er nicht versuchen es auszureden. Irgendwie bewundere ich das manchmal an Frauen. Erst eine ganze Zeit rumdrucksen und dann die Tatsachen knallhart schaffen. Man(n) kann eine Frau auch dann nicht mehr umstimmen, wenn sie ihre Entscheidung gefällt hat :D

  7. noch ein Markusam 28. Mai 2008 um 22:06 Link zum Kommentar

    das heisst, um nochmal auf dieses Gesetz zu kommen, solange sie getrennt lebend sind und der Sohn über 12 wird nichts gezahlt, aber wenn sie geschieden sind ist der Vater zwangsweise unterhaltspflichtig ?

    hmhm, also ich würde mich lilo anschliessen, weil auch der noch-Mann kann ja eigentlich nicht von einem dauerhaften ‘getrennt-leben’ Status ausgehen, oder ?
    ich wünsch Ihnen auf jeden Fall alles Gute für dieses Unternehmen und die passenden Worte (und dass der noch-Mann nicht anfängt rumzuspinnen oder sowas)

  8. Edefauleram 28. Mai 2008 um 23:06 Link zum Kommentar

    …der vater ist jetzt schon auch unterhaltspflichtig. das ding heisst trennungsunterhalt.
    ach- das wird nicht soo chlimm… und der termin bei gericht dauert keine 7 minuten. danach kann mann & frau auch noch nen espresso bzw. cappu bei paola trinken. .. wird scho!

  9. mapeam 28. Mai 2008 um 23:35 Link zum Kommentar

    gibbet es in de keine mediatorinnen die eine scheidungskonvention erarbeiten? ist kostengünstiger als den anwälten die taschen zu füllen.
    wobei es war für mich trotzdem happig, ist halt so.
    viel kraft wünschend…..

  10. mapeam 28. Mai 2008 um 23:38 Link zum Kommentar

    zum titel: ehrlich

  11. emilyam 29. Mai 2008 um 06:13 Link zum Kommentar

    @alle: danke für so viele wortmeldungen und gute wünsche.
    weil das einige wohl falsch verstanden haben: der vater der kinder ist seit dem tag seines auszugs vor fast vier jahren unterhaltspflichtig. das weiß ich. das weiß er auch. aber da ihm ein bestimmter geldbetrag zum leben bleiben muss und natürlich auch soll (ich bin ja kein unmensch), brauchte er bisher noch nie etwas zahlen. er ist entweder arbeitslos oder verdient so wenig, dass er unterhalb der zumutbaren grenze liegt. in solchen fällen springt dann das jugendamt ein, aber leider nicht auf dauer. dem sohn steht jetzt nichts mehr zu. so sind die gesetzte nun mal. dieser, nennen wir es mal wendepunkt in meinem leben, an dem das jugendamt einen strich zieht, war mit ein grund dafür zu sagen, dass ich auch einen strich ziehen muss. wenn es veränderungen gibt, dann richtig.
    zum thema kosten für die anwältin: sie ist eine sehr gute freundin von mir, der ich dahingehend vertraue, dass ich nicht mehr zahlen muss, als nötig ist. das hat mir die entscheidung um einiges leichter gemacht.

  12. liloam 29. Mai 2008 um 07:20 Link zum Kommentar

    Es ist immer gut zu wissen, dass man seiner Anwältin (oder Anwalt) trauen kann und wenn es noch dazu eine gute Freundin ist - umso besser!

  13. Juleam 29. Mai 2008 um 12:15 Link zum Kommentar

    Ich drücke ihnen die Daumen Emily.
    Meine Mutter musste auch gerade so ein Gespräch führen. Ich glaube es gibt niemals den richtigen Zeitpunkt und die richtigen Worte dafür.
    Ich drücke ihnen die Daumen, dass ihr Ex-Mann nach der Bekanntgabe nicht anfängt rumzuspinnen (so wie mein werter Herr Vater)! Alles wird gut!
    Und ein Schlussstrich ist manchmal dringend notwendig!

  14. emilyam 29. Mai 2008 um 18:50 Link zum Kommentar

    @jule: für den fall, dass er rumspinnt, sollte er sich sehr warm anziehen. mir liegt wirklich nichts daran, mit ihm einen krieg zu führen, aber wenn er einen will, dann bin ich natürlich dabei. hoffen wir das beste.

  15. ReneSam 3. Juni 2008 um 10:59 Link zum Kommentar

    Besten Wünsche für den Lebensbereinigungsschritt.

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