der moment der entscheidung kam heute früh um acht uhr. die frau doktor wird wieder an mir herumschneiden. einer der vielen pigmentflecke soll nächste woche donnerstag dem skalpell (oder was auch immer die dafür nimmt) geopfert werden. diesmal wird aber anders vorgegangen. vor zwei jahren entfernte frau U. ein verhältnismäßig großes stück fleisch und vernähte die wunde mit einem stacheldrahtähnlichen material. diesmal wird der fleck nur oberflächlich herausgeschält (so hat sie das bezeichnet). nur wenn der laborbefund positiv sein sollte, dann muss sie vielleicht doch noch mal tiefer schneiden. der vorteil der methode: die wunde ist vergleichbar mit einer hautabschürfung und braucht deshalb nicht genäht werden. damit entfällt auch das zweiwöchige tragen von wasserdichtem pflaster. vielleicht ist das leben ja ausnahmsweise wieder mal nett zu mir und beschert mir den befund: negativ.
damit komme ich auch direkt zum thema der heutigen dienstagsplauderei. bisher musste die hautkrebsvorsorge vom patienten selbst bezahlt werden. das war mit einundzwanzig euronen zwar nicht allzu teuer, stieß bei mir und vielen anderen aber auf keinerlei verständnis. nun tritt am ersten juli eine änderung in kraft. dann kann jeder ab dem fünfunddreißigsten lebensjahr zumindest alle zwei jahre auf kosten der krankenkasse zur fleischbeschau. eine längst überfällige sache, die sicher dazu führen wird, dass mehr menschen die untersuchung wahrnehmen. wie halten Sie es denn eigentlich mit so was? zahnarzt, allgemeinmediziner und für die vertreter der weiblichen rasse der frauenarzt: überall gibt es vorsorgeprogramme. lassen Sie sich regelmäßig durchchecken? und glauben Sie, dass in sachen früherkennung noch mehr angeboten werden sollte?
ich gehe zum arzt nur wenn es absolut nötig ist. die warterei macht mich nämlich krank
Werde alle halbe Jahre komplett durch gecheckt. Bei der geringsten Abweichung von Normalwerten werde ich dann komplett auf den Kopf gestellt. Der Grund liegt zehn Jahre zurück. Es kam der Punkt, an dem ich damals nicht geglaubt hatte, überhaupt noch meinen 30. Geburtstag zu erleben. Ich kann nur allen raten, solche Untersuchungen wahrzunehmen. Früherkennung sollte immer und vorbehaltlos von den Kassen (Ämtern) bezahlt werden. Es erspart immense Folgekosten. Abgesehen vom möglichen Tod, der kostet nämlich das Leben… die Nerven des Betroffenen und der Mitmenschen nicht einberechnet!
Meine damalige Behandlung hat alleine immerhin mehrere Zehntausend Euronen gekostet. Und ich war im Frühstadium!!!
Dem stimme ich zu. Die Vorsorgeuntersuchungen werden strikt eingehalten. Und ab Juli dann auch der Weg zum Hautarzt. Da warte ich schon länger drauf, dass das die Kasse wieder übernummt.
ich war noch nie im leben bei einer vorsorgeuntersuchung und muss zugeben, daß ich nicht einmal einen hausarzt habe. das letzte mal, daß mich ein mensch in weissem kittel gesehen hat war vor 8 jahren, als ich mir den schädel gebrochen hatte. ich bin kein freund von ärzten und bin der meinung, daß mein körper entscheidet, was er mit mir tut und ich halt einfach gelitten habe, wenn er es nicht gut mit mir meint. dann soll das wohl so sein.
Oi, das ist ja mal eine gute Nachricht, habe ich wieder mal nicht mit bekommen … zwar habe ich noch ein wenig bis zur 35 und muss wohl bis dahin weiter selber zahlen, aber immerhin.
Generell nehme ich das, was von der Krankenkasse an Vorsorge bezahlt wird auch an (auch wenn ich mich vor dem Zahnarzt am liebsten drücke), weil ich der Meinung (und Familienkreis Erfahrung) bin, dass einfach viele schwere Krankheiten im Frühstadium erkannt, viel besser behandelt werden können.
Tanya, sich über die Änderung freuend, hoffend, dass des bis zu ihrer 35 net wieder abgeschafft wird.
Ich gehe einmal im jahr zur hautkrebsvorsorge, sollte aber eigentlich jedes halbe jahr. ich habe da ein paar zu überwachende pigmente. entfernt wurde mir erst einer, aber von eienem mezger. leider kommt kraftsprot und op-narben nicht so gut zusammen aus, aber zum glück wars ja negativ. zahnarzt versuche ich auch 1x im jahr. und zwecks schilddrüse bin ich 1x im jahr beim internisten, komplettcheck. ich finde, die krankenkassen/gesundheitssystem sollten vorsorgeuntersuchungen honorieren, spart ihnen ja später eine menge geld. aber es wird ja nur über die kosten geredet, nie über die einspahrungen…. leider.
@thomas: das könnte ich nicht. mich plagt einfach zu oft das gefühl, dass mit mir etwas nicht in ordnung ist.
@e-leo: puh, da bin ich aber echt froh, dass Sie noch unter uns weilen. und ich finde auch, dass vorsorgeuntersuchungen viel mehr aufmerksamkeit geschenkt werden sollte. nicht nur von den kassen. das volk muss sie auch wahrnehmen. nur dann lassen sich langfristig die kosten für aufwendigere behandlungen vermeiden. und vor allem der viel zu frühe tod, der so oft vermeidbar wäre.
@siri: diese entscheidung der krankenkassen war wirklich überfällig. nachdem in den medien in letzter zeit so viele berichte über hautkrebs zu lesen und zu sehen waren, bin ich auch ganz zuversichtlich, dass das volk dieses angebot annehmen wird.
@herr axel: das finde ich aber nachlässig von Ihnen. wenigsten einen hausarzt Ihres vertrauens sollten Sie haben. der tut Ihnen doch nichts!!!
@tanya: brav
bis Sie fünfunddreißig sind, wird es wohl eher so sein, dass die kassen die untersuchung jährlich zahlen. der hautkrebs ist nun mal auf dem vormarsch. leider.
@crosa: sehr vorbildlich. zahnarzt ist auch jedes jahr pflicht bei mir. frauenarzt und hautarzt ebenfalls. nur die TÜV-plakette vom allgemeinmediziner fehlt mir dieses jahr noch. memo an mich: termin vereinbaren.
hab zwar leider noch viele jahre bis ich 35 bin vor mir, aber gehe trotzdem regelmässig zu den ärzten und lasse mich untersuchen.
hausarzt, frauenarzt und zahnarzt sind einfach pflicht … vorm hautarzt drücke ich mich schon sseit jahren erfolgreich, aber ich muss wohl mal demnächst vorbei schauen … *schnief*
bin definitiv für alle vorsorgeuntersuchungen, eben auch aus erfahrungen im familienkreise.