premiere. ich habe mir ein buch ausgeliehen, mit dem ich fertig bin, obwohl ich nur sechzig von vierhundertzweiundsechzig seiten gelesen habe. gier von elfriede jelinek ist ein unterhaltungsroman. so steht es zumindest vorn drauf. aber dann müsste das ganze ja eine leicht lesbare geschichte sein, und das ist sie einfach nicht. die geschichte hat genau genommen noch nicht mal angefangen. mir ist es momentan zu mühselig, zugang zum schreibstil von frau jelinek zu finden. deshalb widme ich meine aufmerksamkeit etwas anderem und versuche mich danach vielleicht noch mal an diesem werk. vielleicht auch nicht.
ist es Ihnen auch schon mal passiert, dass sie mit einem buch nicht klargekommen sind und es enttäuscht, entnervt oder wie auch immer zur seite legten?
definitiv. immer mal wieder. ätzend sowas.
nichts gegen genauere erklärungen, aber wenn der gelesene teil schon daumendick ist und immer noch die rede davon wie grün der rasen doch sei und wie haselnussbraun die augen der hauptfigur - in schachtelsätzen versteht sich - dann hab i auch kein` bock mehr.
so ein bißchen “zur sache!” ist dann doch irgendwann mal angebracht.
ja, mit der bibel.
nein. wenn ich mich für ein buch entschieden habe, dann kämpfe ich mich durch. bis zur letzten seite. allerdings suche ich mir meine lektüre auch immer sehr genau aus, vielleicht kam ich daher noch nicht in die verlegenheit.
Ging mir so beim Herr der Ringe.
ja ich weiss, alle werden schreien aber ich find das buch einfach mist!
Wer will bitte 200 Seiten lesen wie hobits leben und warum sie was machen? Würd ich sowas lesen wollen würde ich ein sachbuch lesen…
Ja klar! Das gehört zu den selbstverständlichen Rechten des Lesers!
Früher habe ich so etwas nie gemacht. Da habe ich mich dann durchgequält, weil ich das Gefühl hatte ich verpass vielleicht doch noch was.
Jetzt wo meine Zeit knapper geworden ist, mache ich das nicht mehr. Wenn mich das Buch nicht anspricht und ich mich beim lesen nur noch quäle, dann wirds weggelegt. Ich will schließlich beim lesen entspannen.
Ja, das kenne ich. Leider. Gerade im SF-Bereich ist es immer wieder schwer was gutes zu finden. Ich nehme mir daher lieber etwas mehr zeit, setzt mich in einen schönen Buch laden und lese die ersten 20 Seiten. Da merke ich dann meist recht schnell ob es was taugt oder nicht. Ich hatte allerdings auch schon ein Buch welches ich nach 200 Seiten zur Seite gelegt hatte. Es war ein 3 Teiler, alle Teile zusammengefasst. Teil 2 wirkte als wäre er von einem anderen Author…
“Ihren neuen Roman Neid stellte Jelinek im Mai 2008 fertig. Als Buch wird er jedoch nicht erscheinen. Neid ist im Lauf eines Jahres als Online-Text entstanden. Er umfasst über 900 Seiten, wenn man sich die Mühe macht, ihn auszudrucken und ist nachzulesen auf Elfriede Jelineks Webseite. Sie setzt damit ihr „Todsündenprojekt“ fort, das sie 1989 mit Lust begonnen und 2000 mit Gier ergänzt hatte” na liebe Emily da hast du dir aber auch ein tolles Buch ausgesucht - Fr. Jelinek spaltet ja schon eine ganze Nation.
Find ich toll das du dich an sowas überhaupt ranwagst - Gruß Cassy
Bisher habe ich nur einmal ein Buch nicht zu Ende gelesen, und zwar Umberto Ecos “Das Foucaultsche Pendel”…
@katja: ich bezweifle, dass es bei dem buch überhaupt mal richtig zur sache geht …
@mape: das überrascht mich nicht.
@herr axel: mein ehrgeiz verbietet es mir ja eigentlich, ein buch durch missachtung zu strafen. kann also durchaus sein, dass ich später noch mal damit kämpfe.
@arminsan: das fand ich gar nicht so schlimm. “der kleine hobbit” ist da für meinen geschmack viel langatmiger geschrieben, obwohl das buch wesentlich dünner ist.
@justina: stimmt.
@jule: zum entspannen ist das buch definitiv nicht geeignet, obwohl ein unterhaltungsroman ja genau den effekt bringen soll.
@crosa: in der bücherei lese ich meist nur das, was der einband hergibt, eventuell noch die erste seite. dann ist es auch nicht ganz so schlimm, wenn das buch enttäuscht. zumindest habe ich kein geld sinnlos investiert.
@cassy: ich wusste bisher gar nichts über frau jelinek. aber wie ich nun lesen kann, scheint sie wohl bekannt für ihren recht seltsamen und schwierigen schreibstil zu sein.
@andreas: von eco habe ich bisher noch nichts gelesen. das lasse ich dann besser auch …