Monatsarchiv für Juli 2008

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was geht ab?

es sind bald ferien, und auch die festwoche rückt näher. das merkt man in unserem städtchen immer daran, dass mindestens eine straße aufgerissen und runderneuert wird. auch dieses jahr handelt es sich wieder um eine, die ich täglich befahre. es ist allerdings nur ein kurzer abschnitt, und das mit der umleitung wurde recht gut organisiert. bis jetzt gab es jedenfalls keinen stau.

die baustelle bringt es zwangsläufig mit sich, dass mein auto nicht mehr als weißes gefährt erkennbar ist. putzen brauche ich das bis september ganz sicher nicht. zumindest äußerlich nicht. von innen wäre das allerdings dringend erforderlich. habe ich euch schon mal gesagt, dass ich das wirklich sehr ungern mache? muss ich aber. vielleicht morgen nachmittag.

die letzten drei tage war ein kleines fernsehteam zu gast in der nachbarschaft. es gibt da eine wohnung, in der die verwaltung über ein jahr lang sehr unmotiviert nach der ursache für einen wasserschaden gesucht hat. als folge dessen wurde das problem natürlich immer größer, bis der mit schimmelpilzen verseuchte parkettboden, ein teil des zeugs darunter und auch ein bisschen mauerwerk entfernt werden mussten. nachdem die betroffene dame ihre hütte nicht mehr bewohnen konnte und wollte und vorm haus in ein kleines zelt zog, gab es diverse unschöne auseinandersetzungen, bevorzugt in schriftlicher form. und nun waren die fernsehleute da und haben gefilmt, wie aus dem chaos wieder ein wohnzimmer wurde. ähm, ich wurde auch interviewt. ich weiß aber noch nicht, ob ich mir das wirklich anschauen will.

und sonst? am samstag bin ich auf zwei geburtstagen eingeladen. angenehmerweise überschneiden sie sich zeitlich nicht, denn bei einem wird gefrühstückt, beim anderen abends gefeiert. das wochenende wird also nicht langweilig.

das wäre alles für heute. auf wiederlesen :)

Geschrieben von emily am 17. Juli 2008 | Abgelegt unter gelebt | 3 Kommentare

erwischt

wenn ich so eine endgeile kamera hätte wie einige meiner bloggenden nachbarn, dann könnte ich euch jetzt ebenfalls sehr detailierte insektenfotos zeigen. wahrscheinlich ist es diesmal aber besser, dass ihr das nicht zu sehen bekommt. die fliege ist nämlich ein bisschen zermatscht, weil ich mit gar mörderischem schwung eine zeitung auf sie hernieder sausen ließ.
was ist mit diesen viechern eigentlich los? früher saßen die einfach so in der gegend rum und haben fenster und wände mit ihren exkrementen verziert oder die kuchenkrümel vom teller geklaut. nicht schön, aber was soll’s. momentan jedoch erhärtet sich immer mehr der verdacht, dass es sich um objekte handelt, die einem versuchslabor entwichen sind, in dem man sie durch gentechnische manipulation zu massenvernichtungswaffen heranzüchten wollte. die attackieren einen regelrecht. man kann gar nicht anders. man muss die erschlagen, wenn man nicht bei lebendigem leib gefressen werden will. diese fliegenden ungeheuer beißen nämlich. überhaupt scheint mit der tierwelt etwas nicht in ordnung zu sein. ich kann, schönes wetter vorausgesetzt, nicht mal mehr gefahrlos meine füße im see abkühlen. da sind kleine fische drin, die sich völlig abnormal benehmen. sie rotten sich als schwarm zusammen und … beißen. echt. mir macht das tatsächlich ein bisschen angst. demnächst springen mich wahrscheinlich auch noch frösche an, die von mir geküsst werden wollen und danach nicht mal zu einem märchenprinz mutieren. igitt.

Geschrieben von emily am 14. Juli 2008 | Abgelegt unter gelebt | 5 Kommentare

guten morgähn

es war heute nacht kurz vor eins, als ich das letzte mal vorsichtig auf den wecker schaute. und auch da hatte ich nicht wirklich das gefühl, dass ich beim nächsten fingerschnipsen weg bin. mit schlafen war also nicht viel los. aber hey, der radiosender meines vertrauens hat gerade “beds are burning” von midnight oil gespielt und mich damit ganz prächtig zurück ins leben geholt. jetzt noch schnell unter die dusche, und dann heißt es: vorsicht welt, ich komme!!!

Geschrieben von emily am 14. Juli 2008 | Abgelegt unter gelebt | 2 Kommentare

rainy sunday

und passend dazu läuft “I’m only happy when it rains” von garbage. immer wieder. das ist einfach zu schön. ich hätte auch gern so eine stimme wie shirley. und so ein meerwasserblaues kleid. und ich hätte gern rote haare. aber richtig rot. tomatenrot. hatte ich nämlich noch nie. orange waren sie ja schon mal. hach, ist das lange her …
was wollte ich jetzt eigentlich schreiben? ich weiß es nicht mehr. mein kopf ist heute wieder mal so unzuverlässig. ich sollte ihn gegen einen anderen tauschen. am besten einen mit tomatenroten haaren. das wäre wirklich sehr farbenfroh.
farbenfroh. da war doch noch was. das projekt 52. diese woche hinke ich hinterher. das ist aber auch wieder eine idee, die ich da habe. dazu muss ich nämlich jemanden anrufen und fragen, ob er extra für mich vorbeikommt und die tür aufsperrt, damit ich ein foto machen kann. durch die fensterscheibe will ich nicht knipsen. aber wie bereits erwähnt, ich muss den netten herrn erst mal anrufen. und vielleicht ist er ja auch gar nicht begeistert von meiner idee? das wäre natürlich sehr unschön.
… moment, frau manson ist schon wieder fertig mit ihrem gar lieblichen gesang. warum gibt es bei yout*be eigentlich keine endlosschleife?
so, jetzt weiß ich auch wieder, dass ich euch von meinem wochenende erzählen wollte. da ist gar nicht viel passiert, weil das wetter uneinsichtig war und der geplante ausflug in die landeshauptstadt von den himmlischen wassermassen weggeschwemmt wurde. freitag nachmittag noch alles fein. mit der nachbarschaft bis zur dunkelheit im freien gesessen und gelacht, gelästert, ein bisschen bier und wein getrunken und federball gespielt. klassisches federball. ich habe muskelkater im hintern und ein knirschendes schultergelenk.
samstag regen. eine einladung von alex, die lecker nudeln mit lachs gekocht hatte. mein kopf war aufmüpfig und wehrte sich gegen die asp*rin. mein kopf tut in letzter zeit übrigens sehr oft weh. immer die rechte seite. muss ich mir darüber gedanken machen?
heute regen. motivation im minusbereich. ein bisschen englisch gelernt. versicherungsunterlagen sortiert. die werden nächste woche wegen unfähigkeit des bisherigen maklers an eine zuverlässigere person übergeben. ich bin sehr verärgert deswegen. man kann der menschheit einfach nicht vertrauen.
das war’s dann auch schon. mit den anderen nebensächlichkeiten belästige ich euch lieber nicht.
mein laptop hat übrigens fieber. das thermometer zeigt eine temperatur von dreiundfünfzig grad an. shirley manson singt inzwischen “I think I’m paranoid”. I think I’m paranoid and complicated, I think I’m paranoid, manipulate it … auch schön. warum habe ich eigentlich keine CD von garbage? schreibe ich gleich mal auf den wunschzettel für weihnachten. ist ja bald wieder.
so kinder, eure emily wird jetzt mal brav die letzten kommentare lesen und beantworten und sich dann ins bett verflüchtigen. auf die linke seite, damit das auch klappt mit dem schlafen. träumt schön meine lieben und kommt gut in die neue woche. möge die macht mit euch sein, und vor allem mit mir.

Geschrieben von emily am 13. Juli 2008 | Abgelegt unter gelebt | Keine Kommentare

glaubensbekenntnisse

bisher habe ich geglaubt, die verschmelzung männlichen samens mit einer weiblichen eizelle während eines lustvollen sexuellen aktes hätte mich entstehen lassen. seit gestern glaube ich, dass es der klapperstorch war, der mich vor einer zufällig gewählten wohnungstür fallen ließ.
bisher habe ich geglaubt, dass die geschenke an heiligabend von menschen gekauft und verpackt werden, die mir damit eine freude machen wollen. seit gestern glaube ich, dass kleine wichtel das zeug produzieren und vom weihnachtsmann ausliefern lassen.
bisher habe ich geglaubt, dass die angehörigen der spezies homo sapiens überwiegend ehrlich, friedliebend und mit gerechtem urteilsvermögen ausgestattet sind. seit gestern glaube ich, dass viele von ihnen an schweren krankheiten leiden, die mit gedächtnisverlust und übersteigertem geltungsbedürfnis einhergehen und damit, dass sie nicht in der lage sind, mit verletztem stolz umzugehen sondern stattdessen mit unfairen mitteln einen krieg vom zaun brechen.
ich wäre jetzt gern am südpol. ich habe keine lust mehr, unter menschen zu leben, die heute nicht mehr wissen, was sie gestern gesagt haben und die keinerlei respekt mir gegenüber erkennen lassen. ich glaube, mit ein bisschen geduld könnte ich es schaffen, den pinguinen das gitarrespielen beizubringen.

Geschrieben von emily am 12. Juli 2008 | Abgelegt unter gelebt | 3 Kommentare

dumpfbacke und dooftussi

es gibt zwei menschen, die regelmäßig in meinem leben auftauchen, obwohl ich sie da gar nicht haben will. es handelt sich bei ihnen um frauen, deren namen ich gar nicht wissen will und die ich der einfachheit halber dumpfbacke und dooftussi nenne. ich halte diese namen durchaus für sehr treffend. andere autofahrer, die sich mit mir durch den morgendlichen berufsverkehr kämpfen und ihnen öfter begegnen, werden mir da sicher recht geben. dumpfbacke und dooftussi sind bei schönem wetter nämlich mit dem fahrrad unterwegs. mir ist es dabei ja egal, wie sie gekleidet sind. sollen sie doch mit hochhackigen schuhen und flatternden röckchen in die pedale treten. wenn’s spaß macht, meinetwegen. aber dass diese beiden trullas mit reichlich abstand vom fahrbahnrand und jedesmal, wirklich jedesmal nebeneinander gondelnd den verkehr am fließen hindern, das geht einfach nicht. und mich beschleicht ob ihres dämlichen grinsens immer mehr das gefühl, dass sie das mit fleiß machen, um mich und all die anderen autofahrer zu schikanieren und so richtig in rage zu bringen. heute war so ein tag, an dem mich nur ein übermaß an selbstdisziplin daran hinderte, nach dem geglückten überholmanöver den corsa mittels vollbremsung quer vor ihnen zum stehen zu bringen und zu einem verbalen rundumschlag auszuholen. es kann aber durchaus passieren, dass ich meine selbstdisziplin irgendwann mal zu hause liegen lasse. dann ist schluss mit lustig. für den fall, dass dumpfbacke und dooftussi auf mysteriöse weise zu einem führerschein gekommen sein sollten, dann gehört er ihnen entzogen. und zwar auf lebenszeit. blöde weiber!!!

Geschrieben von emily am 10. Juli 2008 | Abgelegt unter gelebt | 5 Kommentare

emily und die sache mit dem urlaub

urlaub sah für mich und die kinder bisher immer so aus: koffer packen, rein ins auto und ab zur oma auf den bauernhof. oder zu hause bleiben. als urlaub konnte man das nicht wirklich bezeichnen. urlaub heißt für mich nämlich: fremde menschen, eine gegend, die ich nicht kenne, etwas völlig neues entdecken.
dieses jahr sieht das anders aus. dieses jahr wird richtig urlaub gemacht. geplant war er nicht, denn wie immer fehlt es am nötigen kleingeld. doch dann stolperte ich über etwas ganz besonderes. das ist perfekt, dachte ich mir. das muss ich einfach mit den kindern machen. ich bekundete mein interesse und erhielt postwendend eine zusage. und nun verrate ich euch natürlich auch, wie unser urlaub aussehen wird. kein flug, kein hotel, kein strand. nichts von dem, was sich die meisten unter tapetenwechsel und erholung vorstellen, sondern etwas viel besseres. wir werden im august eine woche lang bei lillian wohnen. während sie in dieser zeit selbst im urlaub weilt, hüten wir das häuschen, pflegen den garten und verwöhnen ihre katzen. es ist die berühmtberüchtigte geschichte von den zwei fliegen, die mit einer klappe erschlagen werden. wir helfen lillian und kommen dadurch selber in den genuss eines echten urlaubs.
hach, ich freue mich ganz doll auf wien. das soll ja so eine schöne stadt sein. ich fang schon mal an, den wettergott zu bestechen, damit er in dieser zeit die sonne für uns reserviert :)

Geschrieben von emily am 9. Juli 2008 | Abgelegt unter gelebt | 3 Kommentare

wie man sich bettet

bevor ich ins bett entschwinde und mich einer weiteren und hoffentlich erfolgreichen nächtlichen ruhephase widme, melde ich mich spät, aber immerhin rechtzeitig mit der inzwischen üblichen dienstagsfrage zu wort. und diesmal geht es ums schlafen.
es soll ja menschen geben, die sich abends irgenwie ins bett fallen lassen und dann einfach schlummern wie die engel auf den wolken. ich kann das nicht. weder auf dem rücken noch auf dem bauch liegend kriege ich das hin. nur seitlich in position gebracht und mit leicht angezogenen beinen kann ich ins land der träume abtauchen. dabei ist es zusätzlich aber ganz wichtig, dass ich aus dem bett hinausschauen können muss. das heißt, ich muss zum “ausgang” des bettes blicken. das führt dazu, dass ich zu hause, wo ich unangenehmerweise die meisten nächte verbringe, immer auf der linken körperseite liege. theoretisch wäre das ja nicht mal schlimm. also, das mit der linken seite. mir drängt sich in letzter zeit aber immer häufiger der verdacht auf, dass ich mich während des vormichhinschlafens keinen halben millimeter bewege. ich wache früh zumindest genau so auf, wie ich mich abends gebettet habe. anders lässt sich wohl auch nicht die tatsache erklären, dass sich morgens die linke emily seltsam plattgedrückt fühlt und deutlich sichtbare knitterfalten aufweist, während die rechte emily zwar müde, aber wenigstens in gewohnter schönheit durch die hütte trottet. teilweise ist sogar mein linkes ohr unfähig, dem brodelnden geräusch der kaffeemaschine mit voller hingabe zu lauschen, weil es allem anschein nach die ganze nacht ins kopfkissen gedrückt wurde …
ich finde es seltsam, mein schlafverhalten. ich würde liebend gern auch irgendwie einschlafen können. ins bett legen, decke drüber, fertig. wie ist das denn bei euch? könnt ihr auch nur in gewissen körperhaltungen der erholung etwas abgewinnen? oder ist es egal, wie ihr euch bettet, hauptsache bequem?

Geschrieben von emily am 8. Juli 2008 | Abgelegt unter gefragt | 11 Kommentare

projekt 52, woche 27: (alte) gemäuer

es war ein schwieriges thema diese woche, denn es stapelten sich einfach zu viele bilder in meinem kopf. ich war schon kurz davor, das ganze dem zufall zu überlassen und auszulosen, was vor die kamera darf, entschied mich dann aber dazu, meinen ersten gedanken digital einzufangen. und das ist es, was mir sofort einfiel, als ich das wochenthema gelesen hatte. ein stück altes gemäuer, integriert in einem neuen gebäude.
(klick macht BIG)

altes_gemaeuer_klein.jpg

Geschrieben von emily am 6. Juli 2008 | Abgelegt unter projekt 52 | 2 Kommentare

drei, vier, fünf

den freitagabend verbringe ich gern auf der heimischen couch, denn auch ich muss mir manchmal ein bisschen ruhe gönnen. doch wenn die alex das stadtfest erwähnt und eine anschließende fotosession, dann sträubt sich das in meinem hirn angesiedelte partyzentrum, eine ablehnende antwort zu erteilen. und so zogen wir los und hatten eine überdosis spaß. um drei uhr sollte feierabend sein. das hatten wir so abgesprochen. doch als es soweit war, bat die alex um eine verlängerung bis vier, und schließlich war es fünf uhr, als wir uns ins taxi setzten.
mein kopf ist beleidigt und fühlt sich an, als würde er nicht zu mir gehören wollen. bis heute abend kann ich mich hoffentlich wieder mit ihm anfreunden …

Geschrieben von emily am 5. Juli 2008 | Abgelegt unter gelebt | 2 Kommentare

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