wie sagt man so schön … jeder urlaub geht mal zu ende. heute war nun die abreise aus wien. der zug fuhr erst kurz vor zwölf. es blieb also genug zeit, um das häuschen fertig zu putzen, ein bisschen wäsche zu waschen, die betten frisch zu beziehen und die katzen noch mal zu kraulen. rückblickend haben wir in wien längst nicht alles gesehen, was auf der wunschliste stand, aber sehr viel unternommen und erlebt. mein erster urlaub mit den kindern verlief wirklich optimal. die zugfahrten inklusive umsteigerei klappten ohne größere zwischenfälle, auch wenn wir heute in münchen von gleis zwölf zu siebenundzwanzig wanderten, um dann zu gleis achtzehn geschickt zu werden und schließlich doch von zwanzig abzufahren. das wetter war traumhaft schön, die unterkunft perfekt. auch ohne auto kamen wir überall hin, weil das öffentliche verkehrsnetz in wien einfach super ist. und in der ferienzeit fahren die kinder sogar kostenlos. einzig negativer punkt des urlaubs: wir haben lillian nicht kennengelernt. aber vielleicht lässt sich das ja irgendwann nachholen.
nun sind wir wieder zuhause. die alex hat uns vom bahnhof abgeholt, und es war verdammt schön, das vertraute gesicht einer freundin zu sehen. in solchen momenten merke ich immer, wie wichtig mir mein umfeld ist. die hütte steht noch. um pelznasen und pflanzen hat sich die nachbarschaft bestens gekümmert. wir sind müde und ziemlich erledigt. während ich hier tippe, liegen die kinder auf der couch und schauen sich eine DVD an. zu mehr sind sie heute wohl nicht mehr fähig. ich könnte jetzt noch den koffer auspacken, aber auch mir fehlen lust und energie dazu. die schmutzige wäsche läuft bis morgen sicher nicht weg.
zum schluss noch ein paar bilder mit dem, was sich mir kurz vor der ankunft in kempten beim blick aus dem zug bot. als ich die allgäuer landschaft sah und dazu der geruch von frisch gedüngten wiesen in meine nase kroch, da wurde mir klar, dass ich jederzeit wieder und gern in den urlaub fahren werde, dass ich aber noch viel lieber zurück nach hause komme.
heute keine fotos. wir waren nämlich nicht unterwegs, sondern haben uns entspannt und die ersten vorbereitungen für die rückfahrt getroffen. der koffer ist gepackt. die wertstofftüten wurden geleert, und der garten so wie jeden tag gewässert. im großen und ganzen ist das haus fertig geputzt. da unser zug erst um kurz vor zwölf fährt, kann ich morgen vormittag noch mal ganz beschwingt mit dem dyson durchs häuschen tanzen. und dann geht es zurück nach kempten. wirklich schön war’s hier, und trotzdem freue ich mich auf mein zuhause …
die kinder waren von meiner idee wenig begeistert. nachdem ich ihnen aber erklärt hatte, dass das bisherige urlaubsprogramm hauptsächlich auf ihre wünsche und bedürfnisse abgestimmt war und nun endlich mal etwas ganz nach meinem geschmack auf der tagesordnung stehen sollte, zeigten sie keinen widerstand mehr. und so fuhren wir zum museumsquartier, um in der kunsthalle mit der ausstellung “punk. no one is innocent.” eine kleine zeitreise in die vergangenheit zu unternehmen.

positiv: nur sieben komma fünfzig eintritt für mich, die kinder frei. negativ: fotografieren strengstens verboten und neunundzwanzig (in zahlen: 29) euronen für den ausstellungskatalog, weshalb ich auch keinen erwarb. aufgeteilt in die bereiche london, berlin und new york, gab es originaldokumente, fotos, zeitungsartikel und plattencover, ganz typische kleidungsstücke von vivienne westwood und malcom macLaren, sehr schräge und für kinderaugen teilweise grenzwertige kunstobjekte der damaligen szene und kleine filmchen zu betrachten. untermalt wurde alles mit der entsprechenden musik. die kinder fühlten sich wie auf einen fremden planeten verbannt. ich dagegen versank in erinnerungen und fand’s einfach nur großartig.
auf schwerverdauliche kultur folgte ein bisschen leichtere kost: ein spaziergang durch den stadtpark, in dem jede menge skulpturen und denkmäler von berühmten personen stehen. eines der am meisten fotografierten denkmäler in wien soll übrigens das von johann strauß sohn sein.
das war heute schon alles. und überhaupt, mehr wird in wien nicht mehr erkundet, besichtigt, erlaufen, erklettert, wie auch immer. irgendwann muss einfach mal schluss sein.
großkampftag war heute, denn wir hatten nicht nur viel vor, sondern es war dazu auch noch richtig heiß. das erste ziel des tages führte uns in die kegelgasse.

wenn man tatsächlich davor steht, dann sieht der von friedensreich hundertwasser gestaltete gebäudekomplex natürlich noch tausendmal schöner aus.
die nummer zwei des tages war der stephansdom. von außen lässt sich das riesige gotteshaus mit meiner kamera leider nicht komplett einfangen. schwierig beim fotografieren gestaltete sich außerdem das grelle sonnenlicht. diesen turm möchte ich euch trotzdem nicht vorenthalten, denn in ihm sind wir auf einer sehr engen wendeltreppe dreihundertdreiundvierzig stufen nach oben gestiegen, um dann einen wirklich traumhaften blick auf wien genießen zu können. bereits nach der hälfte der strecke sagte der sohn nach luft schnappend übrigens zu mir: “was bist du denn für eine mutter!?!” als wir wieder unten waren, fragte ich mich dann sogar selber, ob ich eigentlich noch alle tassen im schrank habe, denn ich hatte mit einem ausgeprägten drehwurm und leichter übelkeit zu kämpfen. nach kurzer pause betraten wir schließlich das sogenannte langhaus des doms, in dem gerade eine messe abgehalten wurde, weshalb wir auch nicht allzuweit ins innere vordringen konnten. (achtung: nachtaufnahme ohne stativ!)

den kindern war’s recht. sie lauschten ein bisschen den orgelklängen und interessierten sich ansonsten recht wenig für die kirche. auch mein vorschlag, noch ein paar andere sehenswerte objekte der stadt aufzusuchen, stieß auf keinerlei gegenliebe. einzig hierfür konnte ich sie noch begeistern. und für das dritte und letzte ziel des heutigen tages, das haus des meeres, das sich in einem alten flakturm aus dem zweiten weltkrieg befindet. dort gab es unter anderem ein leckeres mittagessen zu sehen, eine riesige schildkröte und allerlei bunte fische.
nun denn ihr lieben, so viel zum heutigen tag in wien. für morgen habe ich mir etwas ganz besonderes ausgesucht und bin sehr gespannt, ob die ausstellung das hält, was sie verspricht und ich mir darunter vorstelle. ich werde berichten. bis dann.
heute gibt es keine fotos, denn heute waren wir richtig faul. will heißen: keine unternehmungen und nur die nötigsten anstrengungen. noch vorm frühstück erledigte ich die tägliche gartenbewässerung. im laufe des tages widmete ich meine aufmerksamkeit der waschmaschine und dem häuschen. ganz toll dabei: der staubsauger. es gibt ja eine unmenge an marken und modellen, die den dreck mehr oder weniger gut vertilgen. und dann gibt es den allesfresser dyson. dazwischen liegen welten. ich selber habe den ältesten dieser art. hier im häuschen begegnete ich nun das erste mal einem seiner etwas jüngeren artgenossen, und ich könnte mit ihm stundenlang durch die zimmer wuseln. nicht, dass ich so lange zum saugen bräuchte. es macht einfach spaß. der vernichtet alles, wirklich alles, was nicht einigermaßen festgenagelt oder -geschraubt ist. da muss man aufpassen, dass nicht plötzlich eine katze vor die düse gerät. die wäre dann wahrscheinlich auch weg und dürfte im auffangbehälter karussell fahren. ach ja, die katzen. marlene und lulu. für die beiden waren wir heute mal kurz aushäusig und haben futternachschub besorgt. sonst war wirklich gar nichts los. und jetzt ihr lieben, jetzt startet hier gleich eine weitere gartengießaktion. es ist nämlich hochsommerlich heiß und kein regen in sicht. danach gibt’s abendessen auf der terrasse. und dann wird die tour für morgen geplant.
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und auch heute bin ich wieder stolz auf das durchhaltevermögen meiner kinder. wir starteten zur gleichen zeit wie gestern und waren nach etwa sieben stunden zurück im häuschen. es liegt also ein weiterer anstrengender tag hinter uns, weshalb ich der bitte um einen ausflugfreien tag nachkommen werde und für morgen “ruhe und entspannung” auf die tagesordnung schreibe.
und was haben wir heute gemacht? das wüstenhaus, das direkt neben dem gestern besuchten palmenhaus steht, war unsere erste anlaufstelle. wie in einer trockenen und unwirtlichen zone sah es dort allerdings nicht aus.

neben zahlreichen pflanzen und vögeln sahen wir unter anderem auch die tigerachatschnecke, ein gigantisches geschöpf, dessen haus mehr als zwanzig zentimeter lang werden kann.
direkt neben dem wüstenhaus befindet sich der eingang zum tiergarten schönbrunn, der heute unser eigentliches ziel und wirklich ganz großartig war. neben den üblichen verdächtigen entdeckten wir im haus des schreckens beispielsweise wandelnde äste, im regenwaldhaus ganz prachtvolle flughunde und in den aquarien seltsam anmutende fische. und natürlich besuchten wir auch die putzigen pinguine, die sich in der mittagshitze abkühlten.

jede menge fotos der letzten beiden tage sind übrigens unter www.lokalisten.de zu finden. wer dort einen account hat, der sucht am besten mal nach
alter: 39
geschlecht: weiblich
sternzeichen: widder
homebase: kempten
und wer dort noch nicht zuhause ist, der sollte schnellstmöglich bei den lokis einziehen
ein langer tag war das heute, und ich bin ehrlich gesagt mächtig stolz auf die kinder, weil sie so gut mitgemacht und durchgehalten haben. wir starteten um kurz nach neun mit dem bus zum bahnhof hütteldorf und stiegen dort in die u-bahn, die uns nach schönbrunn brachte. unser ziel war nämlich das kaiserliche schloss. wir begannen allerdings nicht mit der besichtigung der räumlichkeiten, sondern nahmen uns zuerst die außenanlagen vor. entsetzt war ich darüber, dass dort teilweise noch mal extra eintritt bezahlt werden musste. aber wenn man schon mal da ist … und den spaziergang unter den arkaden und diesen anblick hätten wir sonst gar nicht genießen können. danach ging es weiter und vorbei an der großen gloriette, unzähligen brunnen wie beispielsweise dem neptunbrunnen und dem japanischen garten. ganz besonders gut gefiel uns das noch mal extra zu zahlende palmenhaus, in dem wir neben vielen bäumen, farnen und orchideen unter anderem diese farbenpracht bewundern konnten.

und auf dem folgenden foto ist sogar ein bisschen der regen zu erkennen, der alle paar minuten ganz sanft versprüht wird und ein wahres urwaldfeeling aufkommen lässt.

erst ganz am ende unseres heutigen ausflugs betraten wir die edlen räume des schlosses schönbrunn. leider oder vielleicht auch zum glück (man stelle sich das sonst entstehende blitzlichtgewitter vor) darf dort nicht fotografiert werden. der prunk und das geglitzer und gefunkel von gold und kristallenen kronleuchtern hätte sich digital aber sicher auch nicht halb so gut einfangen lassen, wie es in der realität gewirkt hat. einfach unglaublich schön und märchenhaft.
beendet wurde die tour mit der u-bahnfahrt zurück nach hütteldorf, einem einkauf beim discounter, an dessen kasse ich von einer dame mit eindeutig sächsischem dialekt abgefertigt wurde, und der busfahrt zum häuschen. ankunft gegen siebzehn uhr.
der plan für morgen steht bereits. es wird wohl wieder ein anstrengender tag …
den kindern hat die gestrige zugfahrt mehr zugesetzt, als ich dachte. sie waren heute früh trotz ausreichender nächtlicher erholung immer noch ziemlich erledigt und machten den vorschlag, wir könnten uns doch heute im garten ausruhen. dagegen hatte ich keinerlei einwände, denn ehrlich gesagt bin ich durch das geschleppe von rucksack und koffer in schultern und genick ganz böse verspannt. so fuhren wir also nur mal schnell zum bahnhof, um dort beim bäcker ein paar semmeln zu holen und verbrachten den tag ansonsten hinterm gartenzaun, wälzten reiseführer und stadtpläne, wechselten uns beim relaxen in hängematte und auf der sonnenliege ab und kümmerten uns ums grünzeug und die katzen. letztere sind einfach großartig. obwohl ihr frauchen uns mitgeteilt hat, dass marlene die zutraulichere ist und lulu um fremde eher einen bogen macht, verhalten sie sich bei uns genau umgekehrt. marlene kommt zwar und streicht um meine beine, verzieht sich ansonsten aber lieber. dagegen legt sich lulu vor mir und auch vor den kindern auf den rücken und lässt sich mit begeisterung den bauch kraulen. und das allerbeste daran: der sohn ist ja angeblich allergisch auf die felldinger. aber selbst hier, wo die katzen überall sein dürfen, also auch im haus, und er mehrmals täglich direkten kontakt mit ihnen hat, ist nichts davon zu merken.
hach freunde, urlaub ist was schönes. ich war schon lange nicht mehr so faul wie heute. und morgen geht es auf entdeckungstour. ich werde berichten …
09:42
das mit dem alex, unserem ersten zug bis nach münchen, hat schon mal geklappt. pünktlich um 09:07 ging’s los. die zweite klasse ist recht voll. aber weil wir ja frech sind, sitzen wir in einem kuscheligen fünferabteil der ersten klasse. das personal der deutschen bahn findet das auch völlig in ordnung. zeit für ein zweites frühstück.
11:20
der zugwechsel in münchen verlief problemlos. jetzt geht es weiter mit dem intercity bis nach salzburg. diesmal ist zwar viel platz in der zweiten klasse, trotzdem sind wir froh über die reservierung, weil wir dadurch in den genuss eines der begehrten tische kommen. bisher läuft alles nach plan. ich genieße es, aus dem fenster zu schauen und nichts tun zu müssen. ein paar rehe habe ich am waldrand entdeckt. weiße schafe mit schwarzen beinen gab es zu sehen, viele kühe, ein paar pferde, bauernhöfe, dörfer, kleine städtchen und so weiter.
13:18
das zweite mal umsteigen war nicht ganz so einfach. wegen diverser baustellen kamen wir nämlich mit einiger verspätung in salzburg an, wodurch nur noch zehn minuten zeit blieben, in denen wir vom einen ende des bahnhofes genau ans andere mussten. nun befinden wir uns auf der vorletzten etappe unserer reise, die mit drei stunden die längste ist.
13:58
die ÖBB hat einen super service. hier kommt doch tatsächlich gerade jemand mit einem wagen vorbei und bietet knabbereien und getränke an. ein kaffee wird mir jetzt verdammt gut tun.
18:40
und auch das letzte stück haben wir geschafft. nach der ankunft auf dem bahnhof wien hütteldorf …

… und einer kurzen busfahrt erreichten wir das ziel, lillians häuschen. begrüßt wurden wir von marlene und wenig später von lulu …

das häuschen und den garten haben wir bereits unter die lupe genommen. das gepäck ist verstaut. wie ihr seht, funktioniert auch das www. alles bestens.
und wie geht’s weiter? bei trockenem wetter wird morgen die gegend ein bisschen erkundet. bei regen … ach, daran wollen wir jetzt gar nicht denken.
in ein paar stunden geht’s nach wien. ich bin ein bisschen aufgeregt. aber es ist keine angst. es ist vorfreude. ich fahre das allererste mal nur mit den kindern in eine fremde stadt, und ich bin mir ganz sicher, dass die tage dort sehr schön werden und alles problemlos klappt. die wetteraussichten sind für morgen zwar nicht die allerbesten, aber was soll’s, wir sitzen ja ganz entspannt im zug. und ab sonntag mittag steigt die wahrscheinlichkeit, dass es trocken wird und bleibt. fein. das hätten wir doch wirklich verdient. ich habe noch keinen plan, was wir alles anschauen und unternehmen werden, denn die auswahl ist viel zu groß. es wird einfach jeden tag ganz spontan entschieden, wo es hingeht. lediglich ein ziel steht wirklich fest: hundertwasser.
ob ich mich von unterwegs melden werde, kann ich nicht versprechen. ich versuche es aber auf jeden fall. nicht, dass hier noch jemand entzugserscheinungen bekommt.
also freunde, wir lesen uns. bis dahin wünsche ich euch allen eine schöne zeit