gestern mittag erhielt ich eine SMS, was ja nichts ungewöhnliches ist. doch die nummer des absenders war mir gänzlich unbekannt. seine nachricht “Hast Du ein Fotohandy? Lg Peter” verwunderte mich demzufolge auch etwas. ich dachte mir aber nichts weiter dabei, außer dass es sich wohl um eine art spam handelt, und blieb peter die antwort schuldig. allerdings hat er mich dann um kurz vor mitternacht mit einem anruf aus dem schlaf gerissen. in meinem völlig verwirrten zustand dachte ich zunächst, die nacht wäre schon wieder vorbei. bevor ich die beine aus dem bett schwingen konnte merkte ich jedoch, dass es sich nicht um den weck- sondern um den dawilljemanddeinestimmehören-ton handelte. in diesem moment brach der ruhestörer den anruf ab. ich nahm das handy zur hand, schaute in die anruferliste, entdeckte eine mir nicht mehr ganz so unbekannte nummer und stellte fest, dass peter mich bereits vier tage vorher angerufen hatte, als ich mich gerade auf der festwoche vergnügte. ich ließ mich wieder auf kissen und kuscheldingens zurücksinken. mein herz pochte ganz wild. an schlaf war erst mal nicht mehr zu denken, denn der kopf hatte viel zu tun.
kenne ich überhaupt jemanden, der so heißt? ja, einen, aber nur flüchtig. und dem habe ich ganz sicher nicht meine handynummer gegeben. daran könnte ich mich doch erinnern. in letzter zeit habe ich mit der herausgabe privater informationen sowieso gegeizt. ist doch besser, wenn man selber welche sammelt. dann geben die herren erst mal ruhe, und ich muss sie ja schließlich nicht anrufen. wer zum henker ist dieser peter überhaupt? warum ruft er mich mitten in der nacht an und spricht dann nicht auf die mailbox? mitten in der nacht, da muss es doch einen wichtigen grund gegeben haben für seinen anruf. und woher hat er eigentlich meine handynummer? habe ich sie vielleicht doch in einem unvorsichtigen moment rausgerückt? nein, das wüsste ich. peter. peter. peter. kenne ich überhaupt jemanden, der so heißt? ja, einen, aber nur flüchtig. und dem habe ich ganz sicher nicht meine handynummer gegeben. daran könnte ich mich …
kaum ist man mal ein paar tage nicht bei der nachbarschaft unterwegs, schon passieren die unglaublichsten dinge …
der herr crosa hat renoviert. ok, so was kann schon mal vorkommen und ist auch überhaupt nicht schlimm, zumal das neue gesicht von facing my life optisch sehr angenehm wirkt.
schlimm dagegen ist, dass beim herrn legolas die entscheidung fiel, das seelenkino endgültig zu schließen. er wird uns hoffentlich trotzdem ab und zu in der virtuellen welt besuchen.
und zum schluss noch etwas sehr erfreuliches. das nachbarland hat nämlich seine pforten wieder geöffnet. der herr axel sollte sich allerdings ganz doll schämen, weil er das einfach klammheimlich gemacht hat, ohne uns auf eine tasse kaffee und zweieinhalb stück kuchen einzuladen. so, und nun geht alle mal hin und sagt brav “welcome back”. und bitte nicht drängeln. danke.
so gegen sieben wurde ich heute wach und dachte mir, dass ich aufstehen sollte, um das frühstück zu machen und die tochter dann in die KiTa zu fahren. sie ist die letzte woche dort und möchte deshalb auch unbedingt jeden tag hin. doch was für eine überraschung: die prinzessin war schon fix und fertig angezogen, hatte ihren rucksack inklusive brotzeit auf dem rücken und wollte mir gerade einen zettel schreiben, dass sie weg ist. sie ist erst zehn jahre alt, aber ihre selbstständigkeit verblüfft mich immer wieder.
was noch? mein gesundheitlicher zustand macht enorme fortschritte. ich kann inzwischen wieder beschwerdefrei schlucken, und auch die nase hat sich beruhigt. das war sonst in so kurzer zeit nicht hinzukriegen. anscheinend ist es doch besser, wenn man sich gegen bürostress und für eine auszeit entscheidet. sollte ich mir das für die zukunft merken? sollte ich.
und sonst? das wetter, gestern noch traumhaft schön und mit einem prächtigen gewitter am abend, entwickelt sich in die falsche richtung. ich muss mal schauen, was die nächsten tage für wien angesagt ist, damit ich den koffer mit der richtigen kleidung bestücke. noch drei tage bis zum urlaub.
ich fühle mich nicht nur krank, sondern bin es auch. meistens schleppe ich mich ja mit verstopfter nase, halsweh und husten ins büro und habe deshalb schon mehr als einmal zu hören bekommen, ich solle doch wieder gehen, was ich bisher aber nie tat. heute dachte ich mir, dass ich mich am besten gleich mal von medizinisch geschultem personal und nicht von den kollegen beraten lasse. das ergebnis ist eine krankschreibung bis einschließlich mittwoch. ich habe also sehr viel zeit, um mich mit unmengen an tee und medikamenten wieder gesund zu pflegen und mit der couch zu kuscheln …
genauer gesagt waren heute überhaupt keine tassen mehr im schrank. auch mit messern und löffeln und schüsseln sah es schlecht aus. ich musste direkt nach dem aufstehen wenigstens einen teil des geschirrs spülen, damit die möglichkeit zum frühstücken besteht. FeWo kann echt anstrengend sein, zumal sich eine ganz liebreizende erkältung mit mir angefreundet hat und ich alles andere als fit bin. heute ist der letzte tag. zeit für einen kleinen rückblick …
schön war’s wieder, obwohl ich bei weitem nicht so ausufernd wie letztes jahr und kein einziges mal bis in die frühen morgenstunden gefeiert habe. ohne urlaub ist das einfach nicht machbar und mit meinem knappen budget sowieso nicht. da bin ich schon sehr froh, dass sich die herren wenigstens manchmal spendabel zeigten. positiv: die parkterrasse bekam diesmal ein viel größeres zelt. dadurch war mir beispielsweise am völlig verregneten freitag ein platz im trockenen vergönnt. als ebenfalls schön empfand ich es, dass ich so viele bekannte und vertraute gesichter sah. da fühlte ich mich doch fast wie zu hause. negativ: die clique hat es kein einziges mal geschafft, vollzählig zu erscheinen, und heute bin ich sogar die einzige, die zum ausklang anwesend sein wird. müssen wir dran arbeiten. schlecht war auch, dass es die parkschenke wieder nicht geschafft hat, das chaos beim ausschank in den griff zu kriegen. das gedrängel verursachte gestern bei mir sogar ein bisschen panik. am allernegativsten erwies sich aber, dass zu viele der weiblichen gäste mit hosen bekleidet unterwegs waren und dadurch ihre verweildauer auf dem stillen örtchen und das qualvolle leiden derjenigen, die ebenfalls ihre getränke ganz dringend wieder loswerden wollten, unnötig verlängerten. mit dirndl geht das nun mal schneller. und außerdem meine damen … FeWo ohne tracht ist wie weihnachten ohne geschenke. merkt euch das einfach mal für nächstes jahr.
so meine lieben, ich bin dann mal weg. endspurt.
diesmal schaffe ich es doch tatsächlich rechtzeitig, das foto zum aktuellen wochenthema beim projekt 52 zu liefern. es hat ein bisschen arbeit gemacht, weil ich dazu zwei große spiegel brauchte und der im flur hängende nur unter androhung von gewalt seinen platz verlassen hat. und dann die sache mit dem blitz, der möglichst wenig bis gar nicht zu sehen sein sollte. das war echt nicht einfach. nach unglaublich vielen versuchen ist mir dann aber doch ein foto gelungen, das einigermaßen herzeigbar ist. bitteschön.

es ist gerade etwas still hier, und ich muss zugeben, dass ich es in den letzten tagen auch nicht geschafft habe, bei allen nachbarn zu lesen. die festwoche, in gewissem sinne das oktoberfest des allgäus, ist in vollem gange. einen zehntägigen marathon schaffe ich dieses jahr nicht, aber acht abende sind theoretisch immer noch machbar. allerdings kostet das natürlich zeit. dazu kommt noch, dass ich diesmal keinen urlaub habe. das ist ganz besonders hart. am montag und heute saß ich mit einem prächtigen rausch im gesicht am schreibtisch und musste im laufe des vormittags wirklich viel kaffee konsumieren, um mich am leben zu erhalten. die tage sehen derzeit also folgendermaßen aus: aufstehen und das übliche morgendliche gedöns, ins büro fahren und arbeiten, die tochter abholen, nach hause kommen, unter die dusche stellen, für die FeWo herrichten, den kindern schnell noch etwas essbares präsentieren, abmarsch, mit etwas glück und im falle eines sieges der vernunft vor mitternacht wieder zu hause sein, ins bett fallen.
das wird demnächst besser. bis dahin bitte ich einfach um geduld und viel verständnis. ich kann schließlich nix dafür. ich bin halt so.
und zwar um neunzehn uhr und direkt über kempten.
unwetter erlebt man ja immer wieder. es blitzt und donnert und schüttet, als wäre hoch droben ein wasserrohr geborsten. aber die hagelkörner, die sich heute darunter mischten, waren wirklich unheimlich und viel viel viel größer als alle, die ich bisher live zu gesicht bekommen habe. und die geräuschkulisse, die sie an fenstern und rollläden verursachten, hat mir ganz furchtbar angst gemacht. der weiße corsa ist übrigens meiner. klick macht alle bilder BIG.

unmittelbar nach dem unwetter chauffierte ich die alex zur FeWo. die ampeln waren teilweise ausgefallen. verstopfte gullis ließen überall das wasser und die darin schwimmenden eiswürfel auf den straßen stehen. feuerwehr und krankenwagen waren allem anschein nach bis zum letzten fahrzeug im einsatz. wohl dem, der sich rechtzeitig in sicherheit bringen konnte. ich hoffe, dass niemand ernsthaft verletzt wurde.

ich habe trotzdem noch mal glück gehabt. mein auto ist zwar übersät mit dreck und blättern, aber auf den ersten blick sieht es unbeschädigt aus. auch der balkon, den ich heute nachmittag geputzt hatte, ist nur hoffnungslos verschmutzt. die halb heruntergelassene markise hat die blumen gerettet, die ich so schnell nicht hätte evakuieren können. einen totalschaden haben leider die nachbarn im haus gegenüber zu beklagen. sie waren nicht da als der himmel auf uns stürzte. aus den balkonkästen hängen nur noch nackte stiele, und von den tomatenpflanzen, die vorm balkon stehen, werden sie nichts mehr ernten können. da werde ich morgen wohl mal ein paar trostspendende blümchen vorbeibringen.

für mich ist jeder geburtstag eines menschen, den ich mag, ein besonderer anlass. was die geschenke angeht, versuche ich deshalb immer, etwas ganz spezielles zu finden und verpacke das auch hübsch und mit viel liebe. nun gab es gestern wieder mal einen dreißiger in der clique zu feiern. mir fehlte diesmal allerdings jegliche kreativität. leere im kopf. vor einigen tagen wurde dann aber offiziell bekanntgegeben, dass die zu feiernde nächstes jahr ihren lieblingsmenschen ehelichen wird. und da kam sie endlich, die idee fürs geburtstagsgeschenk …
es gibt ja immer noch den brauch, dass man die brautschuhe mit pfennigen cents bezahlt. ich bin also auf die bank und habe mir dort dreißig euro in ein-cent-münzen geholt, als startkapital sozusagen. von einer kollegin bekam ich einen silbernen schuhkarton und kaufte dazu zweierlei geschenkband und im spielwarenladen ein paar hübsche schuhchen zur dekoration des ganzen.
wer’s mal nachbasteln will, hier sind die zutaten …

… und hier das fertig verpackte geschenk.

wenn der tag sonnig beginnt und dann heiß, heißer, am heißesten weiter geht, muss man später mit wolken und gewitter rechnen. für mich persönlich begann der tag dunkelgrau. er nahm dann jedoch eine ungeahnte wendung und wurde wolkenlos und himmelblau und einfach wunderschön.
dreißig euro wiegen ungefähr sieben kilo und einhundertsechzig gramm, beanspruchen aber gar nicht so viel platz, wie ich anfangs dachte. mehr dazu verrate ich in den nächsten tagen.
ich bin müde und möchte heute bei der nachtruhe nicht gestört werden. keine laute musik aus dem städtchen. keine mich zur jagd auffordernden mücken. keine bösen träume von auf der festwoche verlorengegangenen kindern und verheerenden erdbeben im süddeutschen raum und menschen, die weinend vor meinem grab knien.
bitte. danke. gute nacht.