es ist schon wieder mittwoch, und ich habe die ganze woche noch nichts erzählt. dabei hatte ich mir doch fest vorgenommen, eine dienstagsfrage zu stellen. gestern abend ist mir allerdings etwas dazwischen gekommen …
nun denn, ich hole das jetzt gleich mal nach und beginne mit einem thema, das sich über mehrere wochen verteilen wird. es geht dabei um die sinne, mit denen der mensch seine umwelt und sein ganzes leben wahrnimmt. gestartet wird mit dem sehen. ich liefere allerdings keine hochkomplizierte erläuterung über die augen und ihre arbeitsweise, sondern möchte stattdessen von euch wissen, was ihr dort, wo ihr euch gerade befindet, alles erblickt.
ich sitze im wohnzimmer und sehe zunächst mal mein laptop, das vor mir im büroschrank liegt. dabei fällt mir auf, dass der schrank wieder mal aufgeräumt werden sollte. wenn ich mich so umschaue, neben der tür beginnend und im uhrzeigersinn weiter wandernd, dann bleibt mein blick als erstes am käfig der pelznasen hängen. daneben stehen einen vitrine und das kleine regal mit fernseher und beschallungsanlage. nach balkontür und fensterfront mit viel grünzeug kommt die kuschelecke mit zwei mal couch, sessel und tisch. dann wäre da noch das in die wand eingelassene regal mit CDs, DVDs, spielen, büchern und ein bisschen dekorativem krimskrams und mein “fahrrad”, das davor steht und auf seine benutzung wartet. was sehe ich noch? die wände sind weiß mit einem unregelmäßigen gelben muster. eine andere farbe wäre nach acht jahren nicht schlecht. das ist mir aber zu viel arbeit, und eine vorstellung, wie das endergebnis aussehen könnte, habe ich leider auch nicht. an den wänden hängen zwei bilder von kandinsky und ein großes foto, das mir ein kollege geschenkt hat, weil ich es so schön fand. und zu guter letzt erinnert mich mitten im raum stehend das bügelbrett an das, was ich jetzt unbedingt tun muss.
und was seht ihr um euch herum?
Jetzt hier vorm PC im Arbeitszimmer sitzend, sehe ich wirklich nicht viel, die Schreibtischleuchte hängt tief und leuchtet die Tastatur aus, der Schreibtisch ist total unaufgeräumt, der Rest des Zimmers hat auch einen leichten Chaosflair, Morgen oder Übermorgen wird aufgeräumt, oder am Wochenende.
… oder nächste woche
Ich sitze im Wohnzimmer, sehe neben mir den Lord, auf dem Boden ein Katertier, im TV die Ärzte von Grey’s, drei CD Regale (da muss bald ein viertes her…) und ein Regal zu meiner Linken in dem eine Menge Bücher stehen, die ich leider alle schon kenne. Auf dem Plattenspieler liegt eine Platte (’Glaskugelsammelbehälterkasten’ von Kungfu) die ich noch nicht hören konnte, da die Nadel vom Plattenspieler es nicht mehr tut…
Der Tisch sieht chaotisch aus.
Wie Thomas schon schrieb: Morgen oder Übermorgen wird aufgeräumt, oder am Wochenende.
Oder nächste Woche.
Oder auch nicht.
Die Wände sind weiß - eine sollte schon lange grün sein. Wie das immer so ist…
das dachte ich auch, schon vorige Woche und die Woche davor und …
ich sitze in meinem büro am arbeitsplatz und sehr draussen vor dem fenster einen reisebus, vor mir eine kollegin von hinten, meine beiden monitore, eine flasche afri, ein bild von che guevara, mein handy, eine schrankwand und einen stapel akten, die es abzuarbeiten gibt. irgendwie kommt mir jetzt diese phrase von antoine de saint-exupéry in den sinn: ‘man sieht nur mit dem herzen gut’, aber diese phrase verkneife ich mir jetzt mal, wäre irgendwie abgedroschen und fehl am platz.
Wenn ich mich hier so umsehe stelle ich nur fest, dass das Sprichwort gilt “Wer aufräumt ist nur zu faul zum Suchen.” Das Chaos aus Schreibkram, Notizen, Zetteln, einem Telefon, mehreren CDs, der Kaffeetasse usw. verteilt sich also mehr oder weniger gleichmäßig auf den Schreibtisch und angrenzende Flächen…
Den uralten blau angemaltenTisch auf dem das Laptop steht, meinen Junior der auf seinem Laufrad durch die Küche eiert, neben mir die Dekoschale mit Muscheln aus einem längst vergessenen Asien Urlaub, rechts an der sonnengelb gestrichenen Wand scharfe rote Pepperoni, die da zum trocknen hängen, links meinen Mann der für mich kocht FREU…und das Geschäftshandy das prompt gerade klingelt….ciaoooooooooooo
@jule und uwe: unaufgeräumte (schreib)tische scheinen ein allgemeines phänomen bei bloggern zu sein
@thomas: siehe antwort von jule … “Oder auch nicht.”
@herr axel: tief durchatmen und das bild von che eine weile anschauen, dann sind die aktenstapel nicht mehr so schlimm.
@rosa rot: drück dem junior mal einen schmatzer von mir auf die backe. und zum thema kochen: das könnten wir doch mal zusammen machen. kommt sicher was unglaubliches leckeres dabei raus
Puh, ich sehe das Chaos meines Arbeitszimmers. Ich stelle fest, die Schreibtischfläche ist voll mit Zeugs, CDs, DVDs, Kabel, diverse Festplatten. Mein Pulli, den die Katze liebend gerne als Sofa missbraucht ist voll von Katzenhaaren, Ich müsste mal wieder Staubwischen und meine Tastatur könnte auch eine Reinigung vertragen. Ansonsten stelle ich gerade fest, dass ich hier schon wieder zu lange sitze und deshalb werde ich jetzt auch gleich auf Laptop und Wohnzimmer wechseln
ach lieber crosa, die tastatur … wenn ich die umdrehe und ein bisschen schüttel, dann kommt wahrscheinlich eine vollwertige mahlzeit zum vorschein *schäm*
[…] das sehen hatten wir schon. diese woche geht es beim special sinne um die radarlöffel, die links und rechts des kopfes angebracht sind. mal abgesehen davon, dass sie unserem gleichgewichtssinn sehr dienlich sind, nehmen wir mit ihnen in erster linie die akkustischen reize auf, die um uns herum vorhanden sind. ich sitze, wie fast immer beim tippen, im wohnzimmer und höre zunächst mal das typische klappern einer laptoptastatur. im käfig hinter mir raschelt es, denn die pelznasen haben gerade ihr frühstück bekommen, und jede von ihnen ist nun bestrebt, für sich selbst die besten und meisten leckerbissen zu sichern. aus der beschallungsanlage bahnen sich die klänge von herrn manson ihren weg in meine gehörgänge und versuchen, mich wach zu kriegen. und ganz leise, kaum wahrnehmbar, dringt aus dem bad das rauschen des wassers zu mir herüber. und was hört ihr gerade? […]