politische und den glauben betreffende themen versuche ich hier zu vermeiden. es gibt schließlich genug anderen stoff für ganz geschmeidige verbale entgleisungen. aber demnächst ist landtags- und bezirkswahl, und ich rege mich dermaßen auf … im städtchen wird man wohl das straßenbeleuchtungsnetz erweitern müssen, um dadurch platz für die anbringung zusätzlichen sondermülls schaffen zu können, denn inzwischen wurde jeder laternenmast von plakaten in beschlag genommen, die (wenn das überhaupt möglich ist) inhaltlich zumeist noch weniger aussagen als bei der letzten wahl. zumeist. denn der grund, warum ich gerade ideale bedingungen für das wachstum eines magengeschwürs schaffe, ist ein ganz spezielles plakat, von dem diesmal tatsächlich ein sehr eindeutiger und klar verständlicher wahlspruch prangt. es ist von den republ*kanern und gibt mir und meinen mitmenschen das versprechen “wir lassen die kirche im dorf und die moschee in istanbul”. ich halte das nicht für grenzwertig. nein, wirklich nicht. ich halte das ganz eindeutig für ausländerfeindlichkeit vom allerfeinsten. diese partei vermittelt mir damit den eindruck, ihre mitglieder seien christlich gesinnt. denn warum sonst sollten sie so großen wert auf den erhalt der kirchen legen. aber was sind denn das bitteschön für christen, die den in unserem staat lebenden ausländern die praktizierung ihrer religion verbieten wollen? und etwas anderes bedeutet dieser satz doch nicht. oder sehe ich das zu eng? kann man sich wegen so eines geistigen dünnschisses eigentlich beschweren? und wenn ja - wo? beim bürgermeister? beim chef des freistaates bayern? bei bundes-angela? beim europäischen gerichtshof? WO???
antworten und meinungen dazu bitte in die kommentare. danke.
und, freunde, ich werde mich jetzt nicht fremdschämen, denn die ausländer, die mich kennen, wissen, dass sie und auch ihre religion bei mir auf keinerlei ablehnung stoßen, solange sie sich an die allgemeinen grundsätze des menschlichen miteinanders halten. dann soll doch jeder aussehen und leben und beten, wie es ihm am liebsten ist.
ich glaube, morgen mittag wird nicht gekocht. morgen mittag gehe ich zum türke meines vertrauens und hole döner mit ganz viel scharf.
gute nacht allerseits.
stille heute. kein radio. kein fernseher.

verlasse das haus (möglichst) nie ohne kamera. das ist einer meiner grundsätze, und so begleitete mich die kleine auch gestern abend, als ich ins kino ging. nach dem film sollte das auto nur schnell umgeparkt werden, um dann ein bisschen durch die fußgängerzone zu schlendern und etwas essbares aufzutreiben. dabei könnte ich doch gleich mal nach einem opfer fürs thema spaziergang bei nacht suchen, dachte ich mir. doch direkt bei der ausfahrt aus der tiefgarage sah ich schon etwas geeignetes, bat um einen kurzen stop, hüpfte aus dem wagen und knipste das hier

der spalt zwischen balkonbrüstung und wand ist zwar nur etwa fünfzehn zentimeter breit, aber katzen passen da natürlich leicht durch. und wenn man so wie ich im hochpaterre wohnt, kann es schon mal passieren, dass eine von ihnen ganz gezielt durch diesen spalt springt, um mich zu besuchen. diese hier war gerade bei mir, hat eine runde durchs wohnzimmer gedreht, neugierig in richtung rattenkäfig geschaut und sich dann zum kraulen vor meine füße geworfen. und nach ein paar minuten ist sie wieder davongetigert.

ich folgte heute einer einladung ins kino und habe mir den fledermausmann im kampf gegen den joker und andere fiese gestalten angeschaut. einfach geil. mehr gibt’s zu dem film nicht zu sagen. fünf von fünf EMIs.
… ging es heute, denn wenn man kurz vor den bergen wohnt, dann sollte man gelegentlich auch mal einen von ihnen erklimmen. nun hat man dabei ja immer die wahl: laufen oder mit der bahn hoch fahren. für mich stand fest, dass ein zünftiger fußmarsch noch niemandem geschadet hat. und so liefen wir, also die kinder und B. und ich um neun uhr bei allerbestem spätsommerwetter in siebenhundertzwanzig metern höhe los und den mittag hinauf. das erste stück war furchtbar anstrengend mit rutschigen treppen und wirklich steilem anstieg. aber mit der zeit hatten sich die beine daran gewöhnt, und solch ein anblick lässt natürlich jede strapaze schnell vergessen.

nach zweieinhalb stunden inklusive pause hatten wir den höchsten punkt, das bärenköpfle in eintausendvierhundertdreiundsechzig metern höhe, erreicht und machten uns auf der anderen seite des berges wieder an den abstieg, der nicht unbedingt einfacher war als das hinaufkommen. das ist wirklich ein knochenjob für die kniegelenke.

es musste noch mal eine pause eingelegt werden. etwas abseits einer alpe ließen wir uns inmitten von blumen auf einer wiese nieder und zelebrierten eine ordentliche brotzeit. es waren dort außer uns keine anderen menschen, und es erklang kein anderes geräusch als das bimmeln der glocken, die an den hälsen dieser schnuckeligen kühe hingen. einfach traumhaft.

unser rückweg führte uns dann noch an einem ganz besondern highlight vorbei, dem steigbachtobel mit einigen wasserfällen und der gelegenheit, steine ins wasser zu werfen oder über die oberfläche hüpfen zu lassen oder einfach nur die natur zu genießen.

um halb fünf waren wir ziemlich erledigt zurück am auto, aber sehr glücklich und stolz, weil wir den berg sowohl rauf als auch runter zu fuß geschafft hatten. wenn ihr wüsstet, wieviele weicheier die bahn genommen haben …
was für ein tag! anstrengend, aber einmalig schön und auf jeden fall wiederholenswert. es gibt schließlich noch genug andere berge hier
auch das thema silhouetten hat länger gedauert, weil mir schlichtweg eine idee fehlte. bis ich heute mal ein bisschen in den küchenschubladen gewühlt habe, unter anderem in der mit den backwerkzeugen. extra fürs foto habe ich sie heraus geholt, um sie danach wieder dort zu verstauen, denn noch ist es nicht so weit …

der nächste nachtrag fürs projekt 52, und mein foto passt gleich in mehrfacher hinsicht zum thema vergänglichkeit.
jede party ist vergänglich, weil sie irgendwann ein ende hat.
die flaschen sind vergänglich und bald nur noch scherben im container.
der alkohol ist vergänglich, denn er wurde ja getrunken.
und der rausch, den er bei einigen vielleicht mit sich brachte, auch der ist vergänglich.
man nehme:
zwei kilo hackfleisch, vier dosen kidney bohnen, zwei dosen tomaten in stückchen, zwei päckchen passierte tomaten, drei dosen mais, je zwei rote und gelbe paprikaschoten, zwei liter wasser und … ja, ich geb’s zu, ich koche gelegentlich mit würzmischungen aus der tüte. nicht alles von diesem fertigzeugs ist genießbar, aber für chili ist das einfach die perfekte lösung, und dann schmeckt es auch jedes mal gleich gut. bei der menge braucht man für eine erträgliche schärfe sechs tüten. wer sich den verdauungstrakt ruinieren möchte, der kann natürlich mehr davon nehmen.

und dann braucht man einen richtig großen topf und etwas zeit und macht aus den zutaten das hier:

das sollte doch reichen für zehn erwachsene und drei kinder, oder?
der letzte beitrag schreit förmlich danach, dass wir uns mal etwas ausführlicher darüber unterhalten. und nachdem es mit der dienstagsfrage in letzter zeit auch nicht mehr so richtig geklappt hat, gibt es heute außerplanmäßig ein spielchen zum thema gegensätze. genau die werden nämlich gesucht. ich stelle dabei nur eine einzige regel auf: es darf sich jeder so oft zu wort melden, wie er mag, aber dann immer nur ein beispiel nennen. anfangen darf natürlich ich, wer sonst, und ich starte mit meinem gestrigen gegensatz voll und leer. und nun bin ich gespannt, was euch alles einfällt