mischmasch am wochen|ende

da bin ich wieder mal. und es gibt doch tatsächlich einiges zu erzählen.
ich beginne mal mit dem wetter. nachdem am freitag den ganzen tag regen und sturm einen wilden tanz vollführten, fing es am abend endlich an zu schneien. auch gestern und heute kamen ein paar flöckchen. das vorhergesagte wetter- und verkehrschaos blieb bei uns allerdings und zum glück aus. trotzdem wurde der außerplanmäßige schulsamstag gestrichen. was mich auch nicht störte. es hat schon gereicht, dass mich die herren hausmeister früh um fünf mit ihren schneewegschiebfahrzeugen weckten. können die um diese zeit nicht wie jeder normale mensch im bett liegen und von weihnachten träumen?
zum thema schulsamstag möchte ich an dieser stelle auch schnell ein paar worte verlieren. viele denken ja, dass dieser mit dem buß- und bettag in zusammenhang steht. so ist das aber nicht. auch wenn ich diesem völlig bescheuerten feiertag, der eigentlich keiner war, weil ich ins büro musste obwohl die kinder schulfrei hatten, gern die schuld in die schuhe schieben würde. allerheiligen ist die eigentliche ursache. fällt dieser richtige und waschechte feiertag nämlich auf ein wochenende, so wie dieses jahr, dann verpassen die kinder in den dazugehörenden ferien nämlich fünf richtige und waschechte schultage. ihnen steht aber nur der ausfall von vier schultagen zu. also müssen sie einen nachholen. hätte man den zweckmäßigerweise auf den buß- und bettag gelegt, dann wäre alles fein gewesen. doch stattdessen hat man den samstag erwählt, und alle beteiligten waren mit sicherheit dankbar für das eintreffen des winters, weil am ende doch keiner zu unchristlicher zeit aufstehen musste.
kommen wir noch mal zum wetter. nachdem gestern ein paar zentimeter schnee lagen, hielt ich es für angebracht, der tochter neue winterschuhe zu kaufen. die shoppingzeremonie war kurzweilig und preislich erträglich. als wir dann aber an der kasse standen, hätte ich amok laufen können. ich wollte doch nur die treter bezahlen. warum müssen dann erwachsene menschen, die vor mir an der reihe sind, in aller ausführlichkeit erklärt bekommen, dass winterschuhe mit schuhcreme und zusätzlich mit imprägnierspray behandelt werden müssen? und es war nicht so, dass die verkaufstussi diesem herrn ein gespräch aufgedrängelt hätte. er hat nach beratung verlangt und wollte allen ernstes wissen, warum er beides verwenden soll. und ich stand genervt da und hätte ihn am liebsten darum gebeten, irgendwohin auszuwandern, wo immer die sonne scheint. als ich dann schließlich mit bezahlen dran war und mir die verkaufstussi, aller wahrscheinlichkeit nach noch vom vorherigen kunden schockiert, etwas über die richtige pflege von schuhen erzählen wollte, sagte ich ihr mit leicht bösem ton in der stimme, dass dies nicht unsere ersten winterschuhe sind und ich auch keinen bedarf an weiteren ichlasskeinwasserdurchmittelchen habe. ok, sie konnte ja nichts dafür. aber mein gott, ich wollte doch nur schuhe für das kind kaufen. wenn ich reden will, frage ich das publikum, rufe jemanden an oder geh zum seelenklempner.
und sonst? ich hänge mit sieben bildern fürs projekt 52 hinterher. schande über mich. aber eins ist zumindest schon im kasten und geht später noch online. am dienstag wird es außerdem schwierig, etwas buntes für farben im november zu finden. die glühweinflasche ist leer. am wochenende war nichts, aber auch gar nichts los. am mittwoch werde ich wahrscheinlich ins kino gehen. vielleicht auch erst am donnerstag. nächstes wochenende öffnet der weihnachtsmarkt seine pforten. sonntag trifft sich dort die clique, um die lose für unseren diesjährigen wichtelabend zu ziehen. ich habe schon das weihnachtsgeschenk für den sohn und weiß, was die tochter bekommen wird. ein weiteres geschenk wird in den nächsten tagen bestellt, und eins muss mir noch über den weg laufen. vier geschenke. vier menschen, die es verdient haben, zu weihnachten etwas mit liebe gekauftes auszupacken. das reicht. finde ich.
und jetzt … jetzt geht’s in die badewanne. kopf abschalten. seele baumeln lassen. über nichts mehr nachdenken. morgen ist auch noch ein tag.

Geschrieben von emily am 23. November 2008 | Abgelegt unter gelebt |

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