ich bin noch da, fühle mich aber derzeit wie ein stück fleisch, das man durch den wolf gedreht hat. die tage scheinen deutlich weniger als vierundzwanzig stunden zu haben. mir fehlen zumindest einige, um alles auf die reihe zu kriegen. und als würde der übliche stress nicht reichen … nein, er reicht wohl nicht … leidet der sohn schon den ganzen abend und auch jetzt noch unter prächtigem asthma. das wird eine lustige nacht.
bis demnächst in diesem theater.
der thomas hatte neulich im dailyshot eine feine idee. er meinte nämlich, dass der november überhaupt nicht grau ist und bat seine leser darum, gemeinsam mit ihm den beweis dafür zu erbringen. mach ich mit, dachte ich mir und wollte ihm ursprünglich ein entsprechendes foto schicken. dann kam mir aber der gedanke, dass ich im november den dienstag einfach zum farbtupfertag erklären könnte und insgesamt vier bilder hier präsentiere. gerade rechtzeitig entdeckte ich auf dem heutigen spaziergang auch die richtige nummer eins. und natürlich möchte ich an dieser stelle alle hobby- und freizeitknipser sowie die profis unter euch dazu auffordern, ebenfalls die augen nach geeignetem material offen zu halten und sich an der beweisführung zu beteiligen. merci

es gibt noch einiges nachzuarbeiten beim projekt 52. beispielsweise das thema indian summer. die umsetzung hätte so einfach sein können, wenn ich buntes herbstlaub nicht für zu einfallslos gehalten hätte. ich musste also ein bisschen überlegen, was als alternative dienen könnte …
mit dem indian summer verbindet man ja in erster linie einen farbrausch, der durch das herbstlich leuchtende laub in bestimmten regionen jenseits des großen wassers entsteht. genau in dieser zeit ist bei uns im städtchen immer jahrmarkt. und als ich gestern abend im riesenrad saß und auf das bunte treiben unter mir schaute, hatte ich das richtige motiv gefunden. mein indian summer sieht so aus. (klick macht BiG)

geld auszugeben, das ist für mich überhaupt kein problem. auch nicht am monatsanfang. obwohl ich mir im moment schon gedanken darüber mache, ob die heutige investition trotz aller notwendigkeit wirklich sein musste. aber wenn die schreibtischstühle in der besseren ausstattung, also mit hoher und in der neigung stufenlos verstellbarer rückenlehne plus armlehnen, dreißig euronen billiger sind als sonst, dann wäre es doch eine schande, wenn man nicht zugreift, zumal die kinder dringend welche gebraucht haben. jetzt ist der kontostand um schlappe einhundertachtundfünfzig euronen geschmolzen. und der monat hat noch ganz schön viele tage …
ich hoffe, dass ihr alle ein schönes wochenende hattet. meins war ganz prächtig und gut gemischt. gestern war ich mit der alex zwei stunden an einem kleinen weiher spazieren. das wetter zeigte sich von seiner allerbesten herbstlichen seite mit strahlend blauem himmel und wärmender sonne. die abendliche party war richtig gut mit lecker essen und trinken, konversation in alle richtungen und lachattacken bis zum tränenfluss. ich konnte außerdem live und in farbe miterleben, dass man in eine durchschnittlich große zweizimmerwohnung problemlos fünfzig leute reinbringt. der geräuschpegel war enorm. ich hätte es niemals geschafft, dabei einzuschlafen. einem anderen gast ist das aber tatsächlich gelungen …
nun denn, heute musste ich erst mal dafür sorgen, dass mein auto wieder nach hause kommt. das stand nämlich noch am anderen ende des städtchens. und wen hätte ich darum bitten sollen, mich dorthin zu chauffieren, wenn nicht die alex. sie wohnt ja schließlich gleich nebenan. wir sind also los, haben erst mal einen spaziergang in einem park gemacht, trotz wolken unter freiem himmel kaffee getrunken und dann mein auto geholt. bei mir zu hause angekommen, wurde die glühweinsaison mit einem göttlichen getränk namens snowboarder eröffnet. wer’s nicht kennt: das ist glühwein mit amaretto und rum. und am abend sind wir zusammen mit den kindern zum jahrmarkt marschiert. der sohn war das erste mal mit einem der wilderen fahrgeschäfte unterwegs und hat es unbeschadet überlebt. weil ich so was ganz und gar nicht vertrage, entschied ich mich mit der tochter fürs riesenrad. aber selbst das war hart an der grenze, weil einer der helfersknechte die gondel immer dann, wenn sie unten ankam, mit viel schwung zum drehen brachte. war aber trotzdem wunderschön, die bunten lichter von oben zu sehen.
fazit: es war von allem etwas dabei, und ich muss sagen, dass ich verdammt froh bin, die alex als freundin zu haben, denn ohne sie hätte es nur halb so viel spaß gemacht.