heiligabend: der christbaum, lichter dran, kugeln dran, spitze drauf, geschenke drunter. ich habe kraniche gefaltet und sie auf die zweige gesetzt. das essen war fertig, die kinder erstaunlich ruhig und friedlich. weihnachtliche klänge zogen durch die hütte. die alex kam am nachmittag und überraschte mich mit einem kleinen päckchen und einer flasche glühwein. gegen fünf wurde gegessen, danach die geschenke ausgewickelt. der sohn hat den ganzen abend lego gebaut, die tochter am DS ihr gehirn trainiert. später machte es “bing” und die SMS vom kollege erzählte mir, dass er eine flasche wein mit mir niedermachen will. gute idee. die alex vervollständigte unsere kleine runde, und es war bis ein uhr nachts eine sehr geschmeidige angelegenheit.
erster feiertag: sehr ruhig. ein bisschen essen kochen, ein bisschen haushalt, viel faulenzen. abends war ich bei den nachbarn. alles im grünen bereich.
zweiter feiertag: fast so wie der tag davor. allerdings stand die langersehnte party mit der presley family im kalender, und da tauchte das erste mal weihnachtlicher trübsinn auf, denn obwohl alle schon seit wochen davon wussten und mitgehen wollten, hagelte es am ende wieder nur absagen. ich war schon geneigt, alleine zu feiern, als sich die alex dann doch noch aufraffte und mich zusammen mit einer ihrer freundinnen begleitete. die beiden waren sehr skeptisch, wurden aber nicht enttäuscht und hatten genau wie ich eine menge spaß in der “kleinen schachtel”.
das war mein weihnachten. der optimist in mir sagt, dass es schon schlimmere gab, und der pessimist wurde zum schweigen verurteilt.