erkenntnisse

babyshampoo vermittelt einem durch sein nichtschäumen und nichtriechen das gefühl, dass die haare überhaupt gar nicht sauber sein können.

wenn man die kurve zu eng nimmt und deshalb mit dem frisch zerlöcherten ohr ungebremst gegen die türkante prallt, ist das nachlassen des schmerzes und das ausbleiben von blutigen rinnsalen einfach nur geil.

am freitag zu beschließen, dass am samstag abend das geld nicht zum seenachtsfest gefahren, sondern am anderen endes des städtchens versoffen verspeist wird, erweist sich angesichts des nichtsommerwetters als wahrlich kluge entscheidung.

unbekannte rufnummern auf dem handy und anrufer, die wieder auflegen, wenn ich mich brav mit meinem namen gemeldet habe, kotzen mich nach wie vor an.

wenn man denkt, man habe alles, wirklich alles, was erinnerungen wachruft, in die hinterste ecke des schrankes geräumt, dann findet man eben doch noch etwas, was einen daran erinnert und fühlt sich hilflos und klein und einfach nur beschissen.

Geschrieben von emily am 25. Juli 2009 | Abgelegt unter gelebt |

2 Kommentare zu “erkenntnisse”

  1. Legolasam 26. Juli 2009 um 12:06 Link zum Kommentar

    Bei unbekannten Anrufern melde ich mich grundsätzlich nicht mit meinem Namen. Ein einfaches “Ja bitte?” reicht völlig aus. Mir zumindest. Am schärfsten sind dann diejenigen, die ohne sich selbst vorzustellen fragen “Wer ist denn da?”.
    Darauf kommt von mir in der Regel nur ein “Wer will das wissen?”. Schliesslich rufen die bei mir an, nicht umgekehrt.

  2. noch ein Markusam 28. Juli 2009 um 07:29 Link zum Kommentar

    “Nichtsommerwetter” ist ja ein schöner Ausdruck
    :-)

    guten morgen!

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