Monatsarchiv für August 2009

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da ist man das ganze jahr für die kinder da, sorgt für ihr leibliches und seelisches wohl, verzichtet zu ihren gunsten selber auf so manches, gibt liebe, spendet trost, schafft wärme und das gefühl von geborgenheit …

… und dann muss man sich beim telefonat mit dem ex sagen lassen, er wüsste ganz genau, dass man sich während der festwoche sowieso nicht um die beiden kümmern würde.

ich kann vieles wegstecken. ich kann auch vieles als geballte ladung wut rauslassen. aber manche dinge versetzen mir einen derartigen schlag in die magengegend, dass nichts weiter als sprachlosigkeit und ein lähmendes entsetzen übrig bleiben.

Geschrieben von emily am 11. August 2009 | Abgelegt unter gelebt | 5 Kommentare

projekt 52/09, woche 31: glücksmomente

es sind die kleinen dinge des lebens, die mich glücklich machen.
eine tafel schokolade … am stück gegessen.
ein eis … bei glühender hitze gierig geleckt.
ein bunter schmetteling … beim landeanflug auf eine blume beobachtet.
meine kinder … beim king genüsslich burger, nuggets, pommes und cola vertilgend.
und paul.
paul hat heute die titankugeln gegen zwei süßwasserzuchtperlen getauscht. fünfzig euronen habe ich in diese (scheinbar) nutzlose aktion investiert. aber ganz ehrlich, mir hat kein einziger cent weh getan, denn beim blick in den spiegel war er da - einer dieser glücksmomente, die unbezahlbar sind und die man nicht mit worten beschreiben, sondern nur fühlen kann. und jippie ya yeah schweinebacke, in drei bis vier wochen wird das teflondingens gegen einen titanstab getauscht. was braucht frau mehr zum glücklichsein :grin:

industrial.jpg

Geschrieben von emily am 10. August 2009 | Abgelegt unter projekt 52/09 | 1 Kommentar

übrigens … ich hab dann mal urlaub

und zwar drei wochen am stück :)

Geschrieben von emily am 10. August 2009 | Abgelegt unter gelebt | 4 Kommentare

was tun, wenn …

… man beim entsorgen des papiermülls zufällig einen großen briefumschlag entdeckt, adressiert an den sohn, abgeschickt von dessen erzeuger?!?
richtig, man fragt den sohn, was drin war. und ist zunächst mal sprachlos, weil die antwort lautet: “tomb raider für die playstation, sogar mit lösungsbuch”. der sohn ist dreizehn, das spiel freigegeben ab sechzehn. ich bin wirklich nicht pingelig, doch lara croft, und deren rolle übernimmt der spieler nun mal, sucht nicht im stil einer kindergeburtstagsschnitzeljagd nach den fragmenten des schwertes excalibur, sondern erschießt dabei menschen. ich hab mir das eine weile angeschaut und nach einem ausführlichen und erklärenden gespräch das spiel konfisziert. es gab keinen wutausbruch, keine knallenden türen, aber beim sohn verständlicherweise tränen der enttäuschung. und bei mir ordentlich wut im bauch. ebenfalls verständlicherweise. oder sieht das jemand anders?

Geschrieben von emily am 9. August 2009 | Abgelegt unter gelebt | 7 Kommentare

da fehlt doch was, oder?

bemerkt habe ich es schon vor einiger zeit: die fotos, die ich hier und auch anderswo im www veröffentliche, kommen in puncto helligkeit auf jedem bildschirm anders rüber. bisher fand ich das weniger schlimm. doch heute sah ich die aufnahme des letzten beitrages auf dem monitor eines freundes und war regelrecht erschüttert: schwärze, vollmond und sonst nix. sowohl auf dem display der kamera als auch auf meinem laptop ist der himmel aber wesentlich heller, und in der unteren hälfte des bildes sind ein paar bäume deutlich erkennbar. genau so sollte das ja auch aussehen. wundert euch also nicht, wenn das foto bei euch reichlich nackt erscheint. das liegt nicht an mir. da fehlt auch nix. dreht einfach die helligkeit des monitors ein bisschen höher ;-)

Geschrieben von emily am 6. August 2009 | Abgelegt unter gelebt | 4 Kommentare

projekt 52/09, woche 30: himmlisch

das projektthema der letzten woche hieß schlicht und einfach himmlisch. seitdem habe ich jeden tag die wettergötter darum gebeten, beim nächsten vollmond keine wolken vor das dicke ding zu schieben. ich wurde erhört, schlich mich vor etwa einer dreiviertelstunde im treppenhaus ganz nach oben, öffnete das fenster, deaktivierte bei der kamera den blitz und … hach.

himmlisch.jpg

Geschrieben von emily am 5. August 2009 | Abgelegt unter projekt 52/09 | 2 Kommentare

tut-tut-tut-tut-tut

freunde, es dauert normalerweise sehr lange, bis man mich so richtig zur weißglut bringt. aber am samstag hat es jemand geschafft. am samstag habe ich das erste mal im leben während eines gesprächs den hörer aufs telefon geknallt. bereits vor WOCHEN hatte ich meinen ex darum gebeten, er möge vor der fünften allgäuer jahreszeit die kinder zu sich holen und danach wieder bringen. dass neulich jemand sein auto gerammt hat und er damit nicht auf der autobahn rumgondeln will … meinetwegen. dass sein kumpel ihn nicht ständig chauffieren kann … meinetwegen. eventuell kämen sie nächste woche dienstag oder mittwoch oder donnerstag, um die kids zu holen. wann die beiden wieder bei mir wären, tja, das könne er aber noch nicht sagen, weil sein kumpel auch die rückfahrt übernehmen müsse. wär doch sicher kein problem für mich, den termin beim kinderarzt zu verschieben. sein auto lässt er nicht richten. einen alten gebrauchtwagen gäbe es momentan aber nirgends zu kaufen, weil die ja wegen der abwrackprämie alle verschrottet werden. und außerdem hätte er gar keine zeit, sich darum zu kümmern, weil er mit arbeitssuche, versicherungsgedöns und behördengängen beschäftigt wäre, und schlafen müsse er schließlich auch mal, und ich hätte ja überhaupt keine ahnung, wie das alles sei. klar, wie soll ich davon auch eine ahnung haben. mir wurde vor fünf jahren, als ich dringend ein auto brauchte, der corsa (er ruhe in frieden) von einer guten fee im regenbogenbunten glitzerkleid vor die tür gezaubert. versicherungsgedöns und behördengänge erledigen die sieben zwerge für mich. ins büro schicke ich schneewittchen, weil die mir zum verwechseln ähnlich sieht und es deshalb keinem auffällt. und ich selber mache es mir den lieben langen tag auf der couch bequem, während aschenputtel die hütte in schuss hält.
nun denn, ungefähr zehn minuten dauerte das “gespräch”, zwischendurch äußerte ich, dass die kinder das ganze jahr bei mir sind, dass ich einem job nachgehe und überhaupt und sowieso alles irgendwie organisieren muss und auch organisiert kriege. zurück kam nur noch mehr gejammer und, wie bereits erwähnt, die aussage, dass ich ja überhaupt keine ahnung hätte, wie das alles sei. da hat es mir gereicht. ende im gelände. und nun bin ich am überlegen, ob die kids trotz festwoche hier bleiben oder ob ich sie zu ihrer großmutter bringe und dort auch wieder abhole. allerdings würde das bedeuten, dass ich vier mal fünfhundert kilometer unterwegs bin. so hatte ich mir meinen urlaub ganz sicher nicht vorgestellt …

Geschrieben von emily am 3. August 2009 | Abgelegt unter gelebt | 2 Kommentare

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