alexandre jardin - hausgäste

Dann, mitten in der Nacht, erzählte mir die Arkebuse von einem immer wiederkehrenden Traum, der sie quälte, einer Art erotisch-kulinarischem Albtraum, der - ohne dass sie sich dessen bewusst wurde - ihr Problem offenbarte, nämlich in einem alten Körper gefangen zu sein und sich dennoch ihr jugendliches Feuer bewahrt zu haben.
“Ich träume immer wieder, dass ich ein Brathühnchen bin, das am Spieß im Ofen geröstet wird. Ich bin gar, ich tropfe vor mich hin, und niemand will mich essen …
Schrecklich ist das, ich tropfe, es rinnt aus mir heraus, aber alle lassen mich links liegen …”
Die Arkebuse, dieser verschmähte Vogel, stand auf Kriegsfuß mit dem Älterwerden.

ein ungewöhnliches buch über die durchgeknallte ungewöhnliche familie des autors. ich hab’s noch nicht ganz durch, bin aber jetzt schon gespannt aufs nächste werk von alexandre jardin :)

Geschrieben von emily am 12. August 2010 | Abgelegt unter gelesen |

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