ich kenne einen hobbykoch, der sicher schon ganz hibbelig ist und voller ungeduld darauf wartet, dass der nächste aus der suppe gefischte buchstabe bekanntgegeben wird. er und alle anderen dürfen sich diesmal gedanken zum J machen.
ich wünsche einen angenehmen sonntag und gutes gelingen in der fotoküche
heute gibt es gleich noch mal einen nachzügler vom projekt 52. fürs foto habe ich - genau so wie das rotkäppchen im märchen - einen korb mit lauter feinen sachen bestückt. naja, fast genau so wie das rotkäppchen. das BIO-siegel gab es beim wein damals noch nicht, die prinzenrolle wurde erst viel später erfunden, und die rote kappe sah sicher etwas anders aus. aber immerhin haut das mit den blumen hin, auch wenn ich die nicht im wald gepflückt, sondern im laden um die ecke gekauft habe …
man möge mir die derbe ausdrucksweise verzeihen, aber ich fand mehrere wochen lang ums verrecken nichts zum thema groß und klein, obwohl es wirklich genug davon gibt. es war einfach alles nicht passend. es fehlte dieses das-ist-es-gefühl. bis ich letzte woche beim rumstöbern auf dem dachboden - gut verpackt in einem karton - meine matroschkas entdeckte. und die sind genau das richtige und durften heute vor die kamera …
hallo … ich bin’s, die kumiko. ich bin ja so was von verliebt, und wenn die emily nicht an ihrem netbook sitzt, lässt sie mich manchmal ran, damit ich mir die bilder meines märchenprinzen anschauen und ihm virtuelle küsse schicken kann. ich finde das ja wirklich nett von ihr, aber ehrlich gesagt wär’s mir lieber, wenn sie dieses süße kerlchen kaufen würde. meint ihr nicht auch, dass wir ein zauberhaftes paar wären?
nachdem mehrfach fragen gestellt wurden hinsichtlich ablauf und spielregeln des fotoprojekts, erkläre ich heute noch mal kurz, wie das ganze funktioniert.
1. mitmachen kann jeder, der ein weblog hat oder bei einer fotocommunity sein unwesen treibt, denn die bilder müssen ja irgendwie online gestellt werden.
2. eine anmeldung fürs projekt ist nicht notwendig.
3. wer erst später einsteigen möchte … kein problem. die bereits gezogenen buchstaben müssen dann auch nicht nachgearbeitet werden. ich freue mich aber, wenn sich jemand die mühe macht.
4. fürs projekt ist ein gegenstand/eine figur notwendig, die auf jedem foto zu sehen sein muss, sich quasi als roter faden durchs ganze jahr zieht. das erzeugt einen gewissen wiedererkennungseffekt und verhindert, dass archivaufnahmen zum einsatz kommen, wie das bei anderen projekten bereits der fall war.
5. jeden zweiten sonntag ziehe ich aus dem noodle cup ein los, auf dem ein buchstabe steht. für diese variante habe ich mich deshalb entschieden, weil die buchstaben in der echten suppe ebenfalls durcheinander sind.
6. das foto sollte nach möglichkeit in den folgenden zwei wochen entstehen. da ich weiß, wie schwierig es mitunter ist, in der praxis umzusetzen, was im kopf bereits entstanden ist, ist die abgabe zu einem späteren zeitpunkt aber völlig in ordnung.
7. die einfachste variante, mich über veröffentlichte beiträge zu informieren, ist ein kommentar im sonntagsbeitrag, in dem der buchstabe gezogen wurde. um diesen einfacher zu finden, habe ich im fotoalbum, das man über den button auf der linken seite und auch über “projekt buchstabensuppe” oberhalb des headers erreicht, die überschriften inzwischen mit diesen sonntagsbeiträgen verlinkt. einfach draufklicken und einen kommentar schreiben, in dem der link zum eigenen beitrag enthalten ist.
hab ich was vergessen? ich glaube nicht. und nun möchte ich nochmals alle teilnehmer willkommen heißen und einen angenehmen aufenthalt in meiner welt sowie gutes gelingen beim fotografieren wünschen
und dann war da noch das projekt 52, bei dem es gilt, die schulden des letzten jahres zu begleichen.
hier mein blick aus dem fenster des wohnzimmers, aufgenommen heute in der mittagspause, mit schwach erkennbarem schneefall und frisch befülltem vogelhäuschen, das auf den nächsten besuch von captain jack sparrow wartet.
… wäre heute nach feierabend alles andere als angebracht gewesen, denn emily angsthase war in der folterkammer, genauer gesagt hatte ich das erste mal einen termin für eine professionelle reinigung meiner beißerchen. das war übrigens auf wunsch das weihnachtsgeschenk meiner mutter, denn für diese freiwillig gebuchte quälerei darf man auch noch richtig viel geld opfern. keine ahnung, wie andere diese prophylaktische behandlung empfinden, aber nachdem mir gesagt wurde, ich solle mich entspannen und das ganze als wohltuenden akt - ähnlich einer massage - betrachten … da habe ich wirklich versucht, meine schultern zu lockern und die finger nicht verkrampft ineinander zu haken, aber es hat nicht so recht funktioniert. und schmerzfrei war das ganze auch nicht. kein vergleich zum gefühl, das eine spritze hinterlässt. kein vergleich zum bohrer, der den nerv des nicht betäubten zahnes trifft. trotzdem sehr unangenehm und beim ausspülen des mundes mit der bangen hoffnung verbunden, eine geeignete blutkonserve möge sich in greifbarer nähe befinden. schlussendlich habe ich die grausamkeit bestehend aus tiefenreinigung, sandstrahlen, polieren und lackieren, gelegentlich unterbrochen durch eine kalte hochdruckluftwasserspülung, überlebt und bin begeistet vom neuen erscheinungsbild meiner zähne.
halbjährlich soll man diese tortur übrigens über sich ergehen lassen, wobei mir versichert wurde, dass folgebehandlungen weniger zeit in anspruch nehmen und sowohl fürs körperliche als auch fürs monetäre schmerzempfinden angenehmer ausfallen würden. wir werden sehen und fühlen …
… aber ganz sicher nicht die buchstabensuppe 
bei watson sind einige auf mein fotoprojekt aufmerksam geworden und möchten nun auch den kochlöffel schwingen. sozusagen. das freut mich natürlich ganz gewaltig, denn nur durch rege teilnahme kommt ordentlich leben in die sache. über dem header habe ich zu projektbeginn eine seite reingebastelt, auf der alle beiträge als linksammlung zu finden sind. dadurch verpasst man keine fotos und ich denke, dass der eine oder andere auf diese weise auch auf interessante blogs stößt, die ihm sonst verborgen geblieben wären. die eingehenden trackbacks und kommentare werden von mir natürlich zeitnah verlinkt, wenn möglich jeden tag. die liste wurde heute bereits aktualisiert.
nun denn, ich wünsche den neuankömmlingen gutes gelingen und jede menge spaß beim fotografieren.
während das normale volk am heutigen sonntag mit messer und gabel bewaffnet seinen braten verspeiste, kniete ich vorm couchtisch und operierte mit torx- und kreuzschlitzschraubendreher das laptop des männerkindes. er hatte es vor einer weile geschafft, seinen kleinen liebling so blöd von der couch rutschen zu lassen, dass *trommelwirbel* das display an die tischkante schlug und selbiges seit diesem unfall nur noch in weiß mit einem hübschen bunten muster erstrahlte. nach dem anruf bei HP mit der frage, was denn der austausch kosten würde, wäre ich tatsächlich vom glauben abgefallen, wenn ich einen gehabt hätte. eine reparatur beim profi kam also nicht in frage, und so habe ich über einen längeren zeitraum beim auktionshaus geschaut, letzten sonntag einen zwilling des laptops gefunden mit diversen macken, aber funktionierendem display und den zuschlag erhalten. heute dann die OP mit erfolgreichem verlauf. der patient lebt und ist wieder beschwerdefrei. und wenn ich jetzt so darüber nachdenke, dass ich bei zwei laptops lediglich je zwanzig schrauben und zwei kabel entfernen, das kranke gegen das gesunde display tauschen, zwei kabel ranstecken und zwanzig schrauben wieder reindrehen musste … das hat mich eine dreiviertelstunde zeit gekostet. wie kommt HP eigentlich dazu, für eine solch lapidare dienstleistung den unverschämten preis von fast fünfhundert euro zu verlangen???
für alle fotografie(r)hungrigen gibt es heute den zweiten teller buchstabensuppe, und diesmal dürft ihr euch das N schmecken lassen. guten appetit und einen schönen sonntag