zwölf fotos in acht stunden, das kann doch nicht so schwer sein, dachte ich mir und meldete mich vor einiger zeit zum ersten fotorun der stadt kempten an. die spielregeln lasen sich recht einfach, einziger knackpunkt war die vorgabe, dass die themen in der angegebenen reihenfolge umgesetzt werden sollten. aber darüber machte ich mir nicht allzu viele gedanken. bis gestern. als ich die themen las. und versuchte, mir passende motive zu überlegen, für die ich nicht hin und her, von hier nach dort und wieder zurück und schlimmstenfalls von einem zum anderen stadtende fahren musste. doch genau zu einem solchen run entwickelte sich das ganze schließlich …
eine dreiviertelstunde vor ende der party hatte ich endlich alle themen auf der liste abgehakt. zu hause folgte die auswahl des passenden materials, und ein letztes mal ging’s dann in die altstadt, um selbiges abzugeben und mich verschwitzt, mit schmerzenden füßen und ausgetrockneter kehle mit zwei anderen teilnehmern im biergarten niederzulassen. und das sind die themen und was ich aus ihnen gemacht habe.
kempten ist …
… historisch

… gut bürgerlich

… modern

… barrierefrei

… g’scheit

… künstlerisch

… sakral

… spritzig

… jung

… sportlich

… grün

… attraktiv

bei einhundertzehn teilnehmern, unter denen sich auch profis befanden, werde ich nicht zu den zehn preisträgern gehören. aber ums gewinnen ging es mir beim fotorun auch gar nicht, sondern um die herausforderung, die es zu bewältigen galt. ich konnte leider nicht alle motive einfangen, die ich mir vorgestellt hatte, weil die spielregel “reihenfolge” mir da einen gewaltigen strich durch die rechnung gemacht hat. geschafft hab ich trotzdem alle zwölf fotos in der vorgegebenen zeit. ziel erreicht
… und zwar zu fuß. vor zwei wochen habe ich diesen “kleinen ausflug” mit meinen kids unternommen. wir starteten kurz nach neun auf dem parkplatz hinterstein, marschierten steil bergauf zur willersalpe und nach einer brotzeitpause weiter zum zirleseck und einem berg namens ponten. bis rauf auf den gipfel sind wir nicht, und auch den nachbarberg bschiesser haben wir nicht erklettert, denn bis dahin hatten wir schon etwa eintausenddreihundert höhenmeter bewältigt und waren ganz schön fertig. der weg über den bschiesser runter nach hinterstein soll außerdem nicht ganz einfach sein, und ich habe sehr viel respekt vor den bergen und bin nicht ganz schwindelfrei, sodass der anblick des weges gereicht hat für die entscheidung, die schotterpiste zwischen den bergen runter zu rutschen, auf der stuibensennalpe noch mal brotzeit zu machen und dann nach schattwald zu laufen. von dort ging’s schließlich per bus zurück nach hinterstein.
eine beeindruckend schöne tour war das, und natürlich habe ich auch ein paar fotos gemacht. allerdings sind es zu viele, um sie alle hier hochzuladen. bei flickr habe ich ein album erstellt, in dem ihr sie euch anschauen könnt.

mein urlaub ist leider schon wieder vorbei, und es wird zeit, dass ich euch die versprochenen fotos vom ostertaltobel zeige. anfangs plätschert das wasser dort recht träge, und die umgebung zeigt sich unspektakulär, aber trotzdem wunderschön.
es geht vorbei an saftigem grün und manchmal auch nur an den überresten. der hatte einige jahre unter der borke.

und dann kommt endlich der erste wasserfall …

… und wenn man glück hat, begegnen einem dort abenteuerlustige menschen, die eine abkürzung durch den tobel nehmen.

teilweise sind die wege zwar durch geländer gesichert, wirklich vertrauenswürdig sehen die aber nicht immer aus.

und die hätte ich beinahe angefasst. versehentlich. ich bin ganz gehörig erschrocken, als ich mich beim beklettern eines morschen baumstammes abstützen wollte und plötzlich eine bewegung wahrnahm.

noch mal ein wasserfall, gegen die sonne fotografiert und deshalb nicht realitätsgetreu, gefällt mir aber genau deshalb besonders gut.

auf dem rückweg ging es dann über freies gelände und vorbei am allgäuer braunvieh. diese muhkuh hat sich geduldig von mir knipsen lassen. germany’s next top model???

eine kleine, aber sehr schöne wanderung führte mich letzten mittwoch in den nahe gelegenen kempter wald. dort liegt ein findling von recht imposanter größe, der dengelstein genannt wird, und den wollte ich mir mal anschauen.
und so sieht er aus mit seinen acht metern höhe und etwa siebentausendneunhundert tonnen.

aber natürlich hab ich nicht nur den dengelstein gesehen, sondern beim spaziergang durch den wald auch noch viele andere sachen entdeckt. beispielsweise mehrere ameisenhaufen …

… den kaisermantel …

… farbenfrohe pilze …


… und schlussendlich eine kleine waldkapelle.

zu kalt, zu heiß, zu nass, zu trocken … übers wetter wird gern gemeckert, vor allem über den diesjährigen sommer. dabei hat er uns schon so viele klangvolle gewitter komponiert, regenbögen gezaubert und wunderschöne wolkengemälde gepinselt …



lang lang ist’s her … da hatte ich angkündigt, euch bei gelegentheit mal die residenz meiner nagetiere zu zeigen. ist leider in vergessenheit geraten, aber also ich heute mit dem käfiggroßreinigungskampf beschäftigt war, ist es mir wieder eingefallen.
auf dem ersten foto seht ihr das häuschen, das eigentlich eine vogelvoliere ist, in seiner vollen größe. für den oberen abschluss gibt es zwei varianten: gitter oder dach. da die kleinen nager auch gerne kopfüber hangeln und dabei schon mal abstürzen, habe ich mich fürs dach entschieden. sieht für mein optisches empfinden auch schöner aus.
hier noch mal die obere hälfte mit zwei schlafgelegenheiten in haus und kugel …

… und die untere hälfte mit haus, hängematte, futterecke und “stillem örtchen”, das leider nur selten genutzt wird.

(über die reinigung der residenz möchte ich mich nur dahingehend äußern, dass diese zwischen zwei und drei stunden in anspruch nimmt.)
wie oft hat man eigentlich das glück, mit der kamera zur richtigen zeit am richtigen ort zu sein???
die folgenden fotos entstanden bereits vor vier wochen, genauer gesagt an himmelfahrt. zu später nachmittagsstunde kehrte ich aus dem biergarten zurück und beschloss, trotz wolkenverhangenen himmels am nahegelegenen weiher bei familie schwan mal nach dem rechten zu schauen. welch freude, als ich in ufernähe zwischen den beiden weißen langhälsen fünf graue und noch sehr kurze hälse entdeckte.
nun war das allerdings noch nicht das glück, das ich eingangs erwähnt hatte, denn so außergewöhnlich ist schwanennachwuchs ja nun auch wieder nicht. als ich um den weiher spazierte, schwammen die wasservögel gemütlich über selbigen und ich sah, wie sich die elterntiere dem anderen ufer näherten, an dem ich bereits auf sie wartete. aber wo waren die kleinen? sie hatten es sich auf mama schwan bequem gemacht und ließen sich chauffieren. das hatte ich bisher noch nie live gesehen und packte hocherfreut die kamera wieder aus.


und nachdem die kleinen ausgestiegen und ein wenig durchs wasser gepaddelt waren, stiegen sie wieder aufs schwimmende taxi und schipperten davon. (klick macht alle fotos BIG)



den ganzen tag wundervoller sonnenschein mit nur wenigen wölkchen am himmel und gegen abend … natürlich zog der himmel gestern abend im süden zu. wie hätte es auch anders sein sollen. und so befürchtete ich schon, die mondfinsternis nicht sehen zu können. nachdem ich auch viertel nach zehn noch immer vergeblich nach einem zeichen des dicken dings suchte und mir nicht sicher war, ob er überhaupt schon hoch genug steht, fuhr ich kurzentschlossen auf den nahe gelegenen mariaberg, der den besten ausblick bietet. aber auch dort blieb es dunkel. ein paar sterne waren über mir zu sehen, ein paar glühwürmchen auf der wiese vor mir. sonst nichts. bis ich ein winziges stückchen rot am himmel entdeckte, das gleich wieder verschwand. das musste der mond sein. also schnell die kamera in ungefähr diese richtung gedreht und … warten. warten. warten. bis die wolken ein einsehen hatten und sich verzogen. genau zur richtigen zeit, denn der schatten der erde lag noch komplett auf ihm. die kamera einzustellen erwies sich wieder mal als schwierig, zumal man durch den kleinen sucher nicht wirklich viel sieht und das stativ zu kurz ist, um aufrecht dahinter stehen zu können, aber schlussendlich sind mir ein paar fotos zumindest so weit gelungen, dass man erkennt, um was es sich handelt. und hier ist das, das mir am besten gefällt. mein blutmond.
die aufnahme ist etwas zu dunkel, ich habe mich allerdings dazu entschieden, sie nicht mit PS oder ähnlichem zu bearbeiten. zoom war volle kraft voraus. fokus, blende, belichtungszeit … alles manuell. mehr war da einfach nicht zu machen.
pfingstsonntag. gut geschlafen. gut gelaunt. strahlend blauer himmel. da kann man doch nicht zu hause hocken bleiben. oder?
zeit für den ausflug des monats, und weil heute außerdem 12 von 12 im kalender stand, habe ich diese beiden projekte gleich mal miteinander verbandelt. also rein ins auto, und dank navi war das ziel auch bald gefunden …
etwas außerhalb des kleinen örtchens, unmittelbar hinter einem einzeln stehenden bauernhaus, thront die burgruine ratzenried. ein echter geheimtipp für jeden, der eine schwäche für verfallenes gemäuer hat.




oh wie schön, ein (geflecktes???) knabenkraut. da kriecht man doch gerne auf allen vieren durchs nasse gras, um ein foto mitzunehmen.

und dabei entdeckte ich dann auch noch den herrn käfer, der gerade die frau käfer … *hüstel*

und an der außenmauer der burgruine klebten jede menge weinbergschnecken.

der rückweg führte uns durch den unterhalb der ruine liegenden wald. teilweise war der trampelpfad nur noch zu erahnen. wo wir rauskommen würden … überraschung.

und die überraschung war der obere schloßweiher, ein kleiner see, an dessen ufer dieses noch nie zuvor gesehene verbotsschild hing.

alles in allem war das heute ein wirklich geschmeidiger ausflug. die burgruine scheinen nur wenige zu kennen, und die sparsame beschilderung tut ein übriges und beschert einem menschenleere und traumhafte ruhe.
(die fotos sind diesmal teilweise mit der EOS, teilweise mit der powershot entstanden.)
ein klein wenig enttäuscht war ich schon, als ich letzten sonntag feststellen musste, dass PINK skyvan nicht ihr aushängeschild zum flugplatz durach abkommandiert hatten, sondern “nur” den fliegenden hai. schön anzuschauen war der aber auch und sehr gefräßig.
keine ahnung, wieviele adrenalinjunkies in seinem bauch platz fanden - geschmeckt haben sie ihm jedenfalls nicht, denn in etwa viertausendzweihundert metern höhe wurden sie alle wieder ausgespuckt. zum teil kamen sie allein runter …
… an einigen fallschirmen hingen auch zwei.
und irgendwann gab’s für den hai auch das richtige futter
