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wahre worte

er ist ein netter kerl, der sich als idiot tarnt.
lexy grey über alex karev

Geschrieben von emily am 14. April 2008 | Abgelegt unter gehört, gesehen | Keine Kommentare

ein mensch ist ein mensch.

und es spielt überhaupt keine rolle, ob er groß ist oder so winzig klein, dass man ihn nicht sehen kann. das mussten auch die ungläubigen dschungelbewohner erkennen, als sie am ende doch noch die stimmen vom staubkorn vernehmen konnten.
kino. freikarten. popcorn und cola für die kinder. horton hört ein hu.
von dingen wie “von den machern von ice age” lasse ich mich gerade bei animationsfilmen schon lange nicht mehr beeindrucken. wer etwas richtig geniales produziert hat, dem gehört der fortlaufende erfolg deshalb nicht automatisch. bei horton ging die rechnung allerdings auf. es ist ein sehr kindgerechter film, an dem aber auch erwachsene ihren spaß haben und den man nicht mit anderen werken vergleichen sollte. es gibt kein langes vorgeplänkel, sondern geht gleich mit der geschichte los. das heißt, der elefant findet sehr schnell das staubkörnchen, auf dem huhausen angesiedelt ist und macht sich auf den weg, um diese kleine welt mit ihren menschen, die nur er aufgrund seiner großen ohren hören kann, zu retten. das städtchen wird architektonisch übrigens ganz bezaubernd dargestellt, und auch die bewohner sind optisch und in ihrer charakterlichen art sehr gelungen. vor allem den sohn des bürgersmeisters, der im gegensatz zu seinen mitmenschen still, in sich gekehrt und ganz offensichtlich pessimistisch gestimmt ist, fand ich richtig niedlich. und es war natürlich klar, dass er, der kleine außenseiter, einen ganz entscheidenden beitrag zum happyend leisten wird. da musste ich mir doch tatsächlich ein paar tränen der rührung verkneifen. mehr verrate ich diesmal nicht, denn Sie werden sich den film vielleicht selber anschauen wollen. er ist auf jeden fall uneingeschränkt empfehlenswert. und das sage ich nicht, weil mir die eintrittskarten geschenkt wurden. bestechlich bin ich nur in ganz anderen dimensionen.
horton hört ein hu bekommt von mir die volle punktzahl.
fünf von fünf EMIs.

Geschrieben von emily am 13. März 2008 | Abgelegt unter gesehen | 6 Kommentare

grauenvoll und doch so schön

überdurchschnittlich oft war ich seit jahresbeginn im kino, meistens in begleitung. dass sich überhaupt niemand für sweeney todd, der teuflische barbier aus der fleet street begeistern würde, war mir sofort klar, nachdem ich das erste mal davon gehört hatte. die verfilmung eines musicals ist ohnehin nicht jedermanns geschmack, in derartiger form schon gar nicht.
ich habe ihn mir heute angeschaut und bin immer noch überwältigt und ziemlich schockiert. die fast durchgängig düstere kulisse machte den streifen von meister tim burton schon rein optisch zu einem wahrhaft schauerlichen märchen. die hauptdarsteller johnny depp und helena bonham carter wurden dazu ganz phantastisch und maßlos übertrieben von den maskenbildnern in szene gesetzt. das künstliche blut, welches aus den aufgeschlitzten kehlen der opfer spritzte und floss, führte dazu, dass mir der hals schmerzte und eine prächtige gänsehaut meinen ganzen körper zierte. es war grauenvoll und trotzdem wunderschön. der racheakt des barbiers und die art der opferbeseitigung in fleischpasteten, die dann in den gierigen mäulern der mitglieder einer maroden gesellschaft landen, das war zutiefst grotesk und ironisch. ich hatte mich bewusst nicht mit der ganzen geschichte vertraut gemacht und daher auch keinen blassen schimmer, wie sie ausgeht. sehr überraschend war das ende. das bild von sweeney todd, der seine tote frau in einer sich ausbreitenden blutlache sitzend in den armen hält … der lebenssaft, der aus seinen durchschnittenen adern auf ihr gesicht tropft … damit hatte ich jedenfalls nicht gerechnet. kein happyend und doch ein glückliches ende. zumindest für die, die überlebt haben.
dass sweeney todd alle fünf EMIs von mir verliehen bekommt, darüber herrscht sicher klarheit. im vergleich zu anderen wirklich guten filmen reicht das aber bei weitem nicht aus. ihn schmückt deshalb zusätzlich das prädikat EMIs film des jahres. etwas besseres kann in null acht nicht mehr auf die leinwand kommen.

Geschrieben von emily am 5. März 2008 | Abgelegt unter gesehen | 5 Kommentare

mein wochenende mit siebenundzwanzig kleidern

samstag. weiberabend. 27 dresses. zunächst mal hatte ich beim gang durchs kino das gefühl, dass mich die menschen leicht irritiert anschauen. vielleicht bilde ich mir das ja nur ein, aber ich glaube, die halten die zwei kleinen zöpfe auf meinem kopf für antennen und mich für eine außerirdische. wenn die wüssten …
kommen wir zum film, der sich als bei weitem nicht so witzig erwies, wie ich es mir erhofft hatte. er drückte auch rein gar nicht auf die tränendrüsen. die story war ganz maßlos übertrieben und gleichzeitig komplett flach. da half es auch nicht viel, dass die akteure ihre rollen sehr gut spielten. lediglich zwei szenen, die tanz- und gesangseinlage in der kneipe und die schlusseinstellung mit allen siebenundzwanzig und zum schreien hässlichen brautjungfernoutfits, fand ich richtig gut. zwei von fünf EMIs. mehr geht diesmal einfach nicht.
für nach dem kino hatte ich mir ein bisschen spaß in einer bar vorgestellt. ich und meine ideen … börget und christine wollten nach hause und ließen sich davon auch nicht abbringen. es blieben also nur polli und ich übrig und eine kleine weinstube, in der ich mich wegen des durchschnittsalters der anderen anwesenden wie in einer gruft fühlte. da war praktisch an jedem tisch ein stuhl für gevatter tod reserviert. nun denn, lustig war es trotzdem, und mein weinschorle schmeckte ausgezeichnet.
und heute war nun endlich der tag, an dem der kleine hosenscheißer sein geschenk bekommen hat. als er das päckchen sah, kam er ganz schnell angerannt und drückte es erwartungsvoll an sich. was für eine freude, als die holzeisenbahn zum vorschein kam. beim verlegen der schienen musste ich dem zwerg natürlich noch helfen. doch danach war ich überflüssig und konnte mit freundin C. in aller ruhe kaffee schlürfen und kuchen essen.
mein wochenende war also ruhig, unspektakulär und mit angenehmem erholeffekt. und wie war das Ihrige?

Geschrieben von emily am 17. Februar 2008 | Abgelegt unter gelebt, gesehen | 3 Kommentare

auf der suche nach der goldenen stadt

das dritte mal in folge verbrachte ich den samstag abend im kino. die karten für ganz hervorragende plätze hatte ich bereits am donnerstag morgen reserviert, was sich als gut erwies. die hütte war nämlich bis zum filmbeginn ausverkauft.
auf das vermächtnis des geheimen buches war ich sehr gespannt und wurde diesmal auch nicht enttäuscht. ich verrate natürlich nicht viel über den film, weil Sie ihn sich vielleicht noch anschauen wollen. nur so viel sei gesagt: nicolas cage glänzte wieder mal in einer rolle, wie man sie von ihm erwartet. in wilden verfolgungsjagden wurden autos zu schrott gefahren, jeder noch so irrwitzige plan in die tat umgesetzt. die verbalen rundumschläge fehlten genauso wenig wie der in solchen filmen notwendige patriotismus und die verteidigung der familienehre. natürlich war alles in gewisser weise vorhersehbar, weil der inhalt so oder ähnlich schon x-mal verarbeitet wurde. trotzdem war der film ganz großartig anzuschauen und keine sekunde langweilig.
ich verleihe fünf von fünf EMIs.

@börget: warum am ende dann doch der eine stirbt und nicht der andere? der eine war ed harris, der böse. der andere war nicolas cage, der gute. und in modernen märchen überleben meistens die guten. so einfach ist das.

Geschrieben von emily am 27. Januar 2008 | Abgelegt unter gesehen | 3 Kommentare

legendär?

ich bin ein paar mal ganz schön erschrocken, und zeitweise waren meine nerven überfordert, weil sie mit etwas furchtbar bösem rechneten, was dann doch auf sich warten ließ. die kurze interpretation von I shut the sheriff fand ich äußerst amüsant. richtig überwältigt war ich von der darstellung new yorks drei jahre nach der auslöschung fast allen menschlichen lebens. will smith spielte die rolle sehr gut, und seine morgendliche körperertüchtigung bescherte der welt einen appetitlichen anblick. aber wird aus all diesen zutaten ein wirklich guter film? dass die story recht einfach gestrickt ist, wusste ich vorher. hätte man mehr daraus machen können? ja, hätte man. ein bisschen mehr rückblick wäre wünschenswert gewesen. der eigentliche ausbruch der seuche hat mir gefehlt. und bei aller liebe zu realitätsferne … es mag ja sein, dass new york über so viele tankstellen verfügt, dass der sprit drei jahre lang reicht, um täglich durch die (un)tote metropole zu heizen. aber wie wahrscheinlich ist es denn, dass die stromversorgung noch funktioniert? oder hatte der herr smith im keller einen dieselbetriebenen notstromgenerator, um sein schlepptop aufzuladen und das forschungslabor zu betreiben? von der mutantenabwehrenden verbarrikadierung des hauses rede ich besser gar nicht erst. da wurde es dem hauptakteur für meinen geschmack ein bisschen zu einfach gemacht. nun ja, alles in allem war es eine recht spannende und optisch beeindruckende spätvorstellung im fast vollen kino. der film hat meine erwartungen trotzdem nicht erfüllt.
kommen wir zur vergabe der EMIs. theoretisch könnte ich I am legend vier davon verleihen. einen muss ich auf jeden fall abziehen, weil das gesamtkonzept stellenweise schlecht durchdacht war. es geht aber noch ein weiterer verloren, weil mir eine sache überhaupt nicht gefallen hat: die “göttliche botschaft”. sie sickerte zwar nur kurz durch, war aber so was von fehl am platz, dass ich einzig und allein deshalb noch mal einen ganzen punkt verweigern muss. damit bleiben drei von fünf EMIs und die hoffnung, dass es nächstes wochenende besser wird.

Geschrieben von emily am 20. Januar 2008 | Abgelegt unter gesehen | 9 Kommentare

lieber herr schmidt!

dass ich DAS auf meine alten tage noch erleben darf …
mir fehlen die worte. großartig, ganz großartig.

mit schmachtenden grüßen und einer ohnmacht nahe
Ihre emily

Geschrieben von emily am 19. Januar 2008 | Abgelegt unter gesehen | 2 Kommentare

ohne ohren

ich hatte tränen in den augen, diesmal jedoch vor lachen. über “keinohrhasen” brauche ich wahrscheinlich nichts mehr erzählen. die gesamte nation hat den film inzwischen wohl gesehen. eine klassische liebesgeschichte, wunderbar witzig umgesetzt, mit der für mein empfinden genau richtigen dosis herzschmerz, gespickt mit so vielen wahrheiten aus dem realen leben, perfekt von den schauspielern (til schweiger … ich sabber gerade auf die tastatur) bis hin zum soundtrack. einziger wermutstropfen: mit knapp zwei stunden, die sich anfühlten wie ein paar lächerliche minuten, war mir der film immer noch viel zu kurz.
ich verleihe fünf von fünf EMIs.

(lieber herr schweiger, Sie sollten ja dank des films wissen, was und wie die frauen es wollen. also, wenn Sie mal in meiner nähe sind … ich schlafe auch ganz sicher nicht dabei ein. versprochen. ach, und wenn Sie mir bei der gelegenheit vielleicht so ein knuffeliges, mit der nase hörendes hoppeldingens mitbringen könnten. danke.)

Geschrieben von emily am 13. Januar 2008 | Abgelegt unter gesehen | Keine Kommentare

wenn ich ein mann wäre …

… dann würde ich milla jovovich heiraten wollen. mal abgesehen davon, dass sie eine wirklich scharfe braut ist, fühlt man(n) sich in ihrer nähe einfach sicher. so wie sie köpfe durchlöchert und mit zwei macheten gleichzig untote zerschlitzt, das hat doch etwas sehr beruhigendes.
liebe nation! resident evil: extinction ist der mit abstand oberaffengeilste film, den ich seit jahren gesehen habe. die spannung wird immer wieder dermaßen nervenaufreibend hochgeschaukelt, dass man zwischenzeitlich den kinosaal verlassen möchte, um sich ein bisschen medizin holen zu können. ich bin mehrmals ganz schlimm erschrocken und instinktiv nach links gezuckt, als so ein blutverschmiertes hundedingens plötzlich von rechts auf die leinwand sprang. ehrlich. und ich vertrage solche filme eigentlich ausgezeichnet. für menschen mit schwächelnder psyche ist er absolut nicht empfehlenswert. die story ist natürlich auch diesmal sehr simpel gestrickt. aber jetzt mal im ernst, wer braucht schon eine komplizierte geschichte!?! alice will die letzten überlebenden der großen seuche retten und die fieslinge der umbrella corporation ausschalten. fertig. das reicht vollkommen. dafür geht es eben unerwartet brutal und blutig zu. also wirklich richtig brutal und blutig. kein kindergeburtstag. die kampfszenen sind ein wahrer augenschmaus für liebhaber des gepflegten gemetzels. auch der soundtrack ist recht gelungen, nicht so gut wie im ersten teil, aber um welten besser als im zweiten. ich empfand es jedenfalls als sehr angenehm, unter anderem die klänge von “in a gadda da vida” zu vernehmen.
resident evil: extinction ist einer der filme, die in form einer DVD den weg in mein heimisches kino finden. und glauben Sie mir, ich werde ihn ganz sicher nicht im wohnzimmer, sondern an einem kindersicheren ort aufbewahren.
ich verleihe fünf von fünf EMIs und einen special-EMI für frau jovovich.

Geschrieben von emily am 14. Oktober 2007 | Abgelegt unter gesehen | 12 Kommentare

zu mir, mein brett!

das hat ER in der trickserie immer gerufen. im film tauchte dieser überaus wichtige satz leider kein einziges mal auf.
ich war im kino, zum ersten mal ganz alleine, und ich saß in der letzten reihe (nur mal so als hinweis an alle herren, die nicht mitgehen wollten). bernd eichinger hat schon bessere filme produziert. das muss einfach mal gesagt werden. wenn man die geschichte vom silver sufer alias norrin radd kennt, dann sind die erwartungen wahrscheinlich auch ein bisschen hoch angesetzt. die trickkiste wurde natürlich wieder reichlich geplündert. doch die story selber - die hätte man um einiges besser, witziger und an den passenden stellen vor allem so viel tragischer umsetzen können. er hat sue angeschaut und in dem moment an seine geliebte shall bal gedacht. aber ich habe dabei den schmerzlich-traurigen blick in seinen augen vermisst. das macht doch den silver surfer erst so menschlich und liebenswert.
und jetzt? er hat die welt vor galactus gerettet und treibt nun mittelmäßig bewusstlos durchs all. das hat er nun davon, dass er den helden spielen musste. er hätte vorher wenigstens mit seinen kosmischen kräften meinen daumen reparieren können.
drei von fünf EMIs.

Geschrieben von emily am 23. August 2007 | Abgelegt unter gesehen | 12 Kommentare

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