ach herrjeh, ein foto zum gedicht! niemals im leben fällt mir dazu etwas ein. das waren meine ersten gedanken, als ich vom thema gedichtinterpretation erfuhr. aber natürlich meldete sich daraufhin der in mir schlummernde und nicht totzukriegende ehrgeiz zu wort und ließ nicht locker, bis ich mich daran erinnerte, dass irgendwo ganz hinten im schrank das buch ”am südpol, denkt man, ist es heiß” steht, welches elke heidenreich komplett in versform geschrieben hat. perfekt. hier zunächst der beginn der geschichte:
Am Südpol, denkt man, ist es heiß.
Ganz falsch gedacht! Nur Schnee und Eis!
Am Südpol stehn mit ernster Miene …
… zweihunderttausend (!!!) Pinguine -
vielleicht auch noch ein bisschen mehr,
vielleicht ein bisschen wenigér.
und nun die zeilen, die zum foto gehören:
Doch alle Pinguine wissen,
dass sie stets elegant sein müssen.
Denn ab und zu, man ahnt nie, wann,
legt hier am Pol ein Dampfer an.
Er kommt ganz plötzlich, wann er will,
mal im August, mal im April,
so etwa alle drei, vier Jahre.
An Bord, da hat er keine Ware.
Er bringt nicht Heizöl, nicht Touristen,
die hier ja auch nur frieren müssten.
(Sie würden denken: Südpol? Heiß!
Ihr wisst es besser: Schnee und Eis.)
WO WAR ICH? Ja, da kommt ein Schiff,
umfährt mit Vorsicht Eis und Riff,
es will nicht sinken wie Titanic,
nein, bitte nie mehr diese Panik!
Da kommt es gerade - seht mal hin!
Das ist - das Opernschiff aus Wien.
Ein Opernschiff? Was will das hier?
Im Eis? Am Südpol? Mit Klavier?
Mit Geigen, Trommeln, Klarinetten?
Spielt man am Südpol Operetten?
An Bord: ein Dirigent, zwei Chöre,
und, guckt doch bloß:
DIE DREI TENÖRE!!!!
