das jahr nähert sich seinem ende, und mir fehlen leider immer noch jede menge beiträge zum projekt 52. diese woche kann ich allerdings wieder mal einen pünktlich präsentieren, und wer weiß … vielleicht kommen ja in den nächsten tagen weitere dazu.
das aktuelle thema lautet zeitkapsel. es handelt sich dabei nicht um einen phantasiebegriff, sondern um etwas tatsächlich existentes. in zeitkapseln werden nämlich typische dinge der gegenwart für die nachwelt aufbewahrt. ich interpretiere das wort aber ganz anders: bei mir bedeutet zeit fünf minuten in form von sand, eingekapselt in einer eieruhr.

sonntage sollen eigentlich der entspannung dienen. naja, so richtig klappt das bei mir selten, aber wenn es etwas gibt, was mir sonntags heilig ist, dann das versinken in der badewanne mit einem meer aus schaum und quietscheentchen

der horizont ist ja bekanntlich die linie, die den für uns sichtbaren teil der erde vom himmel trennt. unsere vorfahren dachten, dass dort die welt aufhören würde, weil sie nach ihrer ansicht kein kugelrundes ding, sondern nur eine scheibe war. eine flache scheibe, so ähnlich wie ein teller. wir wissen es besser. und wir wissen auch, dass es mitunter, wenn man den wald vor lauter bäumen nicht sieht, sehr hilfreich sein kann, über den tellerrand zu schauen. dann erkennt man nämlich, dass es hinter dem horizont weitergeht und einen dort etwas neues und vielleicht sogar besseres erwartet.
(kurze erklärung zum foto: die bäume stehen auf einem teller, ebenso die kleine figur im vordergrund, die mich darstellen soll. und hinter dem tellerrand, hinter diesem horizont wartet jemand auf mich. ich muss ihn nur noch finden …)

dazu fällt dir ja mal gar nix ein, das war mein erster gedanke, denn für einen spieltrieb habe ich nun wirklich keine zeit. doch vor ein paar minuten ging ich einer beschäftigung nach, die mich seit langem täglich ein paar minuten vereinnahmt, nach der ich regelrecht süchtig bin und die deshalb perfekt zu diesem thema passt : sudoku

schwieriges thema, denn es ist ja nicht nur eine leidenschaft, von der ich immer wieder befallen werde …
eine von ihnen ist das fotografieren. egal ob geplant oder ganz spontan, ich gehe dabei keineswegs professionell vor, habe keine besonders gute kamera, kein stativ (es sei denn, man bezeichnet das bügelbrett als solches) und probiere in der regel einfach aus. nicht immer stellen mich die ergebnisse zufrieden, aber learning by doing halte ich in der hinsicht für den besten weg, und da gehört das fehlermachen nun mal dazu. ein fehler bei diesem projektfoto, welches heute bei allerfeinstem herbstwetter entstand, war beispielsweise die wahl des falschen fensters, aus dem ich die kamera gehalten habe. der baum im vordergrund links stört einfach. trotzdem gefällt es mir, und deshalb möchte ich es euch auch nicht vorenthalten. bitteschön.
(klick macht BIG)

ich glaub’ ich steh’ im wald … das thema hatte ich gestern mittag gelesen, kurz bevor ich mich bei allerprächtigstem sonnenschein mit meinen teenagern zu einem waldspaziergang aufmachen wollte. perfekt, dachte ich mir zunächst, doch schon nach ein paar minuten kamen mir zweifel, denn inmitten der bäume ein foto zu machen … da musste es doch noch etwas kreativeres geben. mir fiel dann recht schnell der schilderwald ein, der beim städtischen THW wächst, und damit hätte die sache eigentlich fast schon abgehakt werden können. eigentlich. und es wäre auch dabei geblieben, wenn der sonst wirklich fußfaule sohn nicht darauf bestanden hätte, die lieblingswaldrunde zu drehen, die wir dieses jahr noch kein einziges mal erkundet hatten. es ging also zum seerosenteich und durchs kleine buchenwäldchen und immer weiter. und dann blitzte plötzlich etwas rotes zwischen all dem grün, und ich dachte noch so das wird doch nicht etwa … aber es war tatsächlich eine mit kugeln, lametta und sternen geschmückte tanne. das licht fiel sehr ungünstig, da habe ich mit meiner kamera einfach schlechte karten. aber was soll’s, das bäumchen ist in seiner ganzen pracht zu erkennen, und als beweis für die aktualität des fotos sind die herbstlich verfärbten blätter einiger buchen im hintergrund zu sehen.

oh, es gibt sehr vieles, was für mich zum goldenen herbst gehört. ich mag den morgendlichen nebel, der sich von der sonne vertreiben lässt und das licht, das die welt in eine ganz zauberhafte stimmung taucht. vor begeisterung bis zu den ohren grinsend, raschel ich mit frisch geputzten schuhen durchs bunte laub. es fällt mir nicht mal schwer, mich von biergärten und straßencafés zu verabschieden und den rückzug in die kuschelige behausungen anzutreten. und dann wären da noch die kürbisköpfe …
letzte nacht wurde bei einer freundin eine geschmeidige studenten-halloween-singstar-party gefeiert, und zur dekoration gehörte unter anderem dieser von meiner tochter zurechtgeschnitzte kürbiskopf. ist er nicht goldig?

ein feines thema hat die sari diese woche gezogen. quadratisch - praktisch - gut heißt es, und woran dabei wahrscheinlich jeder denkt, dürfte klar sein. natürlich kam auch mir als naschkätzchen als erstes ein schokoladiges foto in den sinn, aber im dialog mit meinem hirn gelangten wir zu der überzeugung, dass uns ein bisschen nachdenken sicher zu einer besseren idee verhilft. et voilà … bereits quadratisch zugeschnitten ist das origamipapier, was sich als sehr praktisch erweist, und wenn man beim falten des papiers alles richtig macht, kommt ein schöner kranich dabei heraus, und alles ist gut
spätestens dann, wenn sie einem verloren ging, merkt man, dass liebe unverzichtbar ist …
insgesamt neun beiträge fürs projekt 52 sind noch offen. es wird also höchste zeit, dass ich wieder mal einen “abarbeite”. zum thema der woche neunundzwanzig brauche ich auch gar nichts weiter schreiben, außer … links ist mein dreizehnjähriger sohn zu sehen, rechts meine elfjährige tochter, und die beiden sind meine superhelden 
(und das sind sie schon mal deshalb, weil sie mehr oder weniger geduldig eine fotosession über sich ergehen ließen.)
